27. Jun. 2009

Jetzt ist es also doch passiert, die Supernase lebt nicht mehr. Der Nasenmann (manche nennen ihn auch “the king of nose“) hat das zeitliche gesegnet.

So ganz verstehe ich das ganze Brimborium um den Tod dieses geistesgestörten Kinderschänders (obwohl, wenn ich so überlege, was das Opfer damals an Entschädigungs- und Schweigegeldern kassiert hat, nämlich 15 Millionen USD, da wäre ich ja fast geneigt zu sagen “Na ja, für die Kohle kann man sich ja auch mal kurz an den Pullerman packen lassen, oder?” …) jedenfalls nicht, die Spekulationen um die Umstände seines Ablebens erst recht nicht. Ich für meinen Teil schätze daß ihm seine Nase abgefallen ist und er sie versehentlich verschluckt hat und daran erstickt ist. Es wäre auch möglich, daß der wahre Michael Jackson schon vor Jahren gestorben ist und lediglich Aliens von irgendwelchen anderen Planeten in seiner Hülle weiterlebten und diese nun wieder nach Hause geflogen sind und die Hülle des Nasenkönigs zurücklassen mussten.

Verpassen wird er wenig, die Welt dreht sich im gewohnten Trott auch ohne ihn weiter. Verpassen werden auch die Angehörigen der Bundeswehr, welche bekanntlich in humanitärer Absicht in Afghanistan unterwegs sind/waren, nichts. Beim nächsten Mal sollten sie die Tauchausrüstung mitnehmen, Badehosen nicht vergessen und vor dem Badegang das Fahrzeug verlassen. Dann ertrinken sie auch nicht. Hört sich vielleicht ein wenig makaber an, aber was will man sonst dazu sagen? Schaue ich mal Deutsche Welle TV (selten, kommt aber vor) zappe ich direkt weg wenn die üblichen Visagen über den Bildschirm flimmern. Was da nämlich an Betroffenheitsfloskeln und Lügengeschwätz auf die - hoffentlich noch nicht ganz verdummte - Zuschauerschaft einprasselt kann man nun wirklich nicht mehr ertragen.

War sonst noch was? Eigentlich nicht. Ich brauche mal wieder Urlaub, hier ist einfach nichts los derzeit. In Deutschland ist bald Klassentreffen, ich überlege ja ob ich dort mal vorbeischauen soll. Allerdings ist der Termin unglücklich gewählt worden, am selben Tag findet zeitgleich auch ein Stadtfest statt. Da müsste man dann Prioritäten setzen …

Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie hoch die Wahlbeteiligung im September in Deutschland ausfallen wird. Mich wundert so oder so daß überhaupt noch jemand zur Wahl geht. Ich könnte mich jetzt wohl stundenlang über das politische Geschehen im Demokratenland auslassen, aber da ich auch nicht so sicher bin ob man Personen der Zeitgeschichte auch als “Bundeshosenanzug” bezeichnen darf, lasse ich das mal. Ausserdem möchte ich meine Leser nicht mit politischen Monologen langweilen. Wer mitdenken kann weiß so oder so schon längst wie der Hase läuft.

Ansonsten passiert hier derzeit nichts weltbewegendes, ich lebe hier so vor mich hin. Vor einigen Tagen habe ich mal das Shiva`s Shack (Foto) am Strand besucht, dort ist nachts eigentlich immer etwas los und die Musik ist auch nicht schlecht. Später werde ich zu Leo und Eric ins Bavarian fahren, heute abend wird dort eine Weinprobe in netter Runde stattfinden.

12. Jun. 2009

the bavarian in sihanouk villeStammleser werden wissen daß eine meiner bevorzugten Speiselokalitäten das “The Bavarian” gegenüber vom Busbahnhof in Sihanoukville ist.

Letztens wies mich Eric vom Bavarian nebenbei darauf hin, daß es jetzt auch eine eigene Homepage für das Restaurant gäbe (HIER geht es zur Seite). Grund genug, mal einen Blick zu riskieren ;)

Wer noch nicht im Bavarian zu Gast war, kann sich auf der neuen Netzseite einen ersten Eindruck verschaffen, denn es sind auch diverse Bilder aus dem Bavarian online gestellt worden. Natürlich finden sich auch eine aktuelle Speisekarte sowie ein Gästebuch auf der website des deutschen Restaurants.

Die Motobikefahrer oben im Bild sind übrigens ein typischer Anblick. Sie stehen an jeder Ecke oder fahren durch die Gegend, immer auf der Suche nach Fahrgästen. Sehr angenehm daß diese Fahrer sogut wie immer, äh, nie, aufdringlich sind …

4. Jun. 2009

Ja, da könnte ich direkt mal das kalte Kotzen kriegen. Was für eine Frechheit, klaut mir irgendwer doch tatsächlich mein Mobiltelefon am Strand von Sihanoukville.

Da kaufe ich mir immer nur die günstigsten Handys (20-35 USD, meist auch noch gebraucht) damit niemand Interesse hat solch ein schrottiges Teil überhaupt entwenden zu wollen, und dann sowas. Nun ja, das Gerät wird wohl an eines dieser shops verkauft, ich wette wenn ich etwas suchen würde könnte ich es wiederfinden und zurückkaufen.

Aber von vorn - ganz unschuldig bin ich nicht an der Sache. Montag nacht werde ich kurz vor Mitternacht wach. Mist, total verschlafen. Nun ja, ich bin dann wachgeblieben, Dienstag nachmittag ein paar Dinge erledigen und dann ein wenig auf Tour gegangen. Der Suff tat dann ein übriges, sodaß ich dann morgens mal wieder über 24 Stunden am Stück wach war und am Strand in einer Bar schlicht eingeschlafen sein muß.

Eigenartig ist, daß ich mich an die Geschehnisse direkt vorher nicht wirklich erinnern kann. Daß mir etwas ins Getränk gekippt wurde glaube ich allerdings nicht, da es ja direkt an der Bar war und auch nur das Handy fehlt, der Rest ist ja noch vorhanden. So wird das Einschlafen wohl ganz simpel auf totale Übermüdung in Verbindung mit Vollrausch zu sehen sein.

Das Handy lag wohl neben den Zigaretten vor mir am Tresen, wie meistens. Wenn der Besitzer, in diesem Falle ich, dann einschläft ist er selber schuld. Da ist es kein Wunder daß jemand mal lange Finger macht, würde wohl in jedem anderen Land auch passieren können.

Irgendwann wurde ich dann wach. Wo ist das Telefon? Nicht da. Scheisse. Wer hat es, wer weiß wer es war? Der Kopf wurde klarer und ich immer ärgerlicher. Da mich interessierte, welches A***loch das Teil entwendet hat, habe ich eine Art “Finderlohn” ausgelobt. Ich habe gesagt, ich gebe demjenigen der mir sagt wer das Telefon geklaut hat und es mir nebst simkarte zurückbringt, 500 USD. Ich war wohl noch nicht ganz wach als ich das tat, insgeheim hoffe ich ja, daß niemand das Teil findet, bzw. keiner den oder die Täter(in) verpetzt.

Die Wahrscheinlichkeit, daß sich der Dieb selbst meldet und das Handy zurückbringt halte ich dennoch für gering, da ich diesen Fall zur polizeilichen Anzeige bringen würde. So habe ich es jedenfalls gesagt. Auch wenn dieses zwar wieder nur Geld kosten würde, aus Prinzip wollte ich das machen. Ausserdem würde ich gerne wissen wer mir das Teil geklaut hat, ehrlich gesagt steht mir nicht so der Sinn danach, beim nächsten Mal vielleicht sogar mit dem Täter nett am Strand zu plaudern …

Wie auch immer, ich habe dann bis kurz nach 8 morgens gewartet und bin gleich ins office meines Mobilfunkanbieters gefahren und habe die Karte sperren lassen. Weiter habe ich mir die letzten drei angerufenen Nummern vom Anbieter ausdrucken lassen. Wäre der Dieb so dämlich gewesen und hätte mit meiner Simkarte noch telefoniert, hätte sich so jedenfalls ein erster Anhaltspunkt ergeben können.

Die Hoffnung hat sich nicht erfüllt, denn die Anrufzeit der letzten gewählten Nummern liegt bei 1 Uhr nachts. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber noch im Anns Pub, ich hoffe mal, daß eine der drei Nummern die meines neuen Tuktukfahrers ist …

Immerhin habe ich jetzt eine neue Simkarte, die alte Rufnummer wurde auf diese übertragen. Mein Guthaben ist auch wieder verfügbar, immerhin knapp über 100 USD, da ich die simcard erst abends mit 100 Dollars aufgeladen hatte.

Nun ja, wer weiß wie viel der oder die Dieb(in) für die Veräusserung des Telefons an einen der shops erhält, ich schätze mal irgendetwas bei 10-20 US-Dollars. Hier ist das viel Geld, … Das Telefon ist mir ja eigentlich auch völlig egal, wie gesagt, es ist kein teurers Model gewesen, keine Kamera, kein Schnickschnack, nichts - Aber daß ich jetzt sehen muß meine ganzen Nummern wiederzubekommen, das geht mir gewaltig auf den Zeiger.

Die wichtigsten Nummern habe ich mir ja hier auch so notiert (leider nicht die vom Fahrer, mit ihm fahre ich ja noch nicht so lange), die europäischen Nummern habe ich eh noch auf meinen anderen beiden Handys.

Nun ja, ein Überfall war es ja nicht, aber mindestens genau so ärgerlich. Immerhin wurde die Sonnenbrille nicht gestohlen, daß wäre mindestens genau so ärgerlich gewesen. Das Teil ist nämlich original und keine dieser Fälschungen die hier für 10 oder 15 USD verkauft werden.

Ich bin auch zu  blöde, anstatt nach Hause zu fahren und mich auszuschlafen muß ich ja unbedingt noch zum Strand fahren, völlig sinnlose Aktion. Ich hoffe ich lerne daraus … :)

30. Mai. 2009

Gestern war ich mal wieder in einer Apotheke um diverse Kleinigkeiten einzukaufen, das übliche halt, Mittelchen gegen Sodbrennen, Durchfall, Asprin und einige andere Dinge. Man lernt ja nie aus, bis gestern war mir nicht bekannt daß in Apotheken auch gesoffen wird.

Aber von Anfang an - Ich kannte die Apotheke noch nicht, sie lag auf dem Weg zu einem Geschäft in welchem ich einkaufen wollte. Wunderbar, tuktuk hält an, ich steige aus und betrete den Verkaufsraum. Am liebsten hätte ich mich gleich wieder umgedreht und die Pharmacy verlassen, der Laden war mir ehrlich gesagt etwas suspekt. Ob es an der Uhrzeit lag? Schließlich war es gegen 9 Uhr abends - Jedenfalls standen diverse leere Bierdosen und anderen Getränkeflaschen auf dem Boden.

Nun ja, was solls. Immodium hatten sie jedenfalls, gut, eine Packung bitte. Dann habe ich gefragt ob sie etwas gegen Sodbrenne hätten (Nexium oder z.b. Esomepracole). Hatten sie nicht. Dafür etwas anderes - Mir wurde eine Packung gezeigt, der Aufschrift nach waren es Tabletten gegen Herzrasen und Angstzustände oder so. Ich frage ungläubig ob das gegen Sodbrennen helfen würde. Antwort “Yes its same same nexium”, ja klar, lol.

Dann wollte ich eine Sorte Antibiotika haben. Hatten sie, allerdings nur 4 Pillen. Ich frage ob sie mehr hätte, ich bräuchte 12. Nach geschätzten fünf Minuten eher planlosen herumwühlens zeigt mir das Mädel eine Tüte mit gelben Pillen. Ich frage was das für Pillen seien …

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich dann freundlich bedankt und gesagt, daß ich nur die Packung Immodium kaufen würde. Wofür die Dame einen Taschenrechner benötigt hat, um mir den Preis für die Packung zu nennen, weiß ich nicht. Jedenfalls wollte sie 12,50 USD (!) für die Packung haben.

Ich sage, daß sei bei weitem zu viel. Da antwortet sie todernst (kein Lächeln im Gesicht wie es sonst eigentlich üblich ist), daß ich Farang sei und deshalb mehr zahlen müsse. Da sage ich, ja, schon klar daß Barang mehr zahlen muß (sie sagte aber Farang, was in Thailand gebräuchlich ist, in Kambodscha heissen westliche Ausländer eigentlich “Barang“), aber 12,50 USD wären Abzocke (”rip-off”) und daß ich das nicht zahlen wolle.

Sie sagt nochmals daß ich als Barang das zahlen müsste. Nun ja, ich habe dann gesagt “Ok, thank you, have a nice evening, bye”, mich umgedreht und den Laden verlassen. Die wollen offenbar nichts verkaufen - Verarschen kann ich mich jedenfalls alleine. Danach war ich in einer anderen Apotheke, dort wurde ich wenigstens freundlich bedient und nicht abgezockt.

Der Ton macht die Musik, daß ich als Ausländer meistens mehr zahle ist mir schon bewußt. Ich habe damit auch solange kein Problem wie sich das ganze im Rahmen hält.

Ach ja, zum Thema “Ausländer zahlen mehr” findet sich auch ein interessanter Artikel auf dem blog von thailandblick.

30. Mai. 2009

Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon vor Stunden geschrieben haben. Doch es hatte nicht sollen sein, mein Kopf steht immer noch kurz vor der Explosion (Nachwirkungen der letzten Nacht, obwohl es ja auch schon wieder kurz nach 1 Uhr nachts ist), aber was solls.

Das wichtigste zuerst: Ann`s Pub in Sihanouk Ville hat wieder geöffnet. Anfang des Jahres wurde aus dem “Darby o`Gills” bekanntlich das “Ann`s Pub” (ich habe hier darüber berichtet). Es gab leckere thailändische Gerichte, Bier und was man sonst noch so benötigt.

Leider hat Ann dann wohl die Lust verlassen und sie zog es vor, sich aus dem Staub zu machen. Keine Köchin, kein food, kein Pub - Schicht im Schacht, Pub closed. Bis vorgestern - denn seitdem erstrahlt der Pub in neuem Glanze. Geöffnet wird zwar nicht mehr morgens, bzw. mittags, sondern erst abends, was der Sache allerdings keinen Abbruch tut.

Denn “Ann`s Pub” ist nun eine Bar mit allem, was eine Bar so braucht um eine gute Bar zu sein. Mir persönlich gefällt der Laden jetzt doppelt so gut wie vorher. Nun ja, das mag daran liegen daß ich eher der Bargänger als der Spezialist in kulinarischen Fragen bin …

Ein Besuch lohnt sich allemal, es gibt leckere Getränke zu moderaten Preisen, nen Billardtisch und nette Bedienungen.

Es ist sogar eine gogo-Tänzerin vor Ort. Sie tanzt unermüdlich, wenn es sein muß stundenlang. Das Mädel sieht auch garnicht mal so schlecht aus. Nur schade, daß sie nicht real ist - ich spreche hier nämlich von einer Visualisierung für den mp3-Player “winamp” (Plugin Name: “visualize her“, download hier) …

Geöffnet wird der Pub um 6 Uhr abends, Ende offen (letzte Nacht war bis ca. 4 Uhr morgens geöffnet). Wer nicht weiß wie er den Pub finden soll - er liegt in downtown an der Hauptstraße gegenüber der ANZ-Royal Bank.

30. Mai. 2009

Obwohl dieser weblog vorwiegend über das Leben in Kambodscha berichtet, lohnt es sich doch auch mal über den Tellerrand zu schauen und Seiten zu besuchen, die über andere asiatische Länder schreiben.

So bin ich letztens über Ulis asian flair-Blog gestolpert und bin auf die Möglichkeit, asiatische Lebensmittel in Deutschland zu bestellen, gestoßen. Nun ja, ehrlich gesagt habe ich mich nie mit der Thematik auseinandergesetzt, aber jetzt wo ich zufällig darauf gekommen bin, möchte ich es meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten.

Wer z.b. Thaibeer oder asiatische Nudelsuppen, Gewürze und andere Leckereien im Internet bestellen möchte, ist beim asiabrand-onlineshop aus Gelsenkirchen gut aufgehoben.

Sehr interessant ist auch das Rezept für selbstgemachtes Kokoseis, welches Uli auf seinem Blog parat hält. Ich gebe das Rezept mal in Kurzform wieder:

Zutaten für 4 Personen: Um Eis für vier Personen selbst zu machen benötigt man 250 g Zucker, 250 g Schlagsahne, 400ml ungesüsste Kokosmilch, 4 EL Zitronensaft und 2 EL Kokosraspeln.

Man koche 1/4 Liter Wasser und den Zucker ca. 5-10 Minuten dicklich ein und lasse es abkühlen.
Sodann die Kokosmilch und den Zitronensaft einrühren, die Sahne steif schlagen und unterheben.
Danach alles gefrieren lassen und servieren.

:)

23. Mai. 2009

So, wie angekündigt findet Ihr hier einige neue Bilder von Hund (hier noch einige Welpenbilder vom Januar von ihm) und Minitier. Das Miniter ist ja noch nicht ganz so lange bei mir, fühlt sich aber schon sichtlich wohl. Minitier scheint wohl ein sehr dominanter Hund zu sein, jedenfalls hat sich das Blatt für Hund (leider) gewendet. Während Hund es zu anfangs liebte, dem neuen Mitbewohner zu zeigen wo es lang geht, ist es nun genau andersherum.

Nun ja, auch das schwarze Minitier wird älter und ruhiger. Die Vorliebe für Stromkabel habe ich ihm jedenfalls schon abgewöhnt. Einmal hat es richtig Glück gehabt, denn es hat das Kabel eines Ventilators von mir durchgebissen. Ich war auf dem Sofa am dösen und habe nicht mitbekommen, daß das kleine Hundetier wieder am Knabbern war. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt wohl mal wieder ein Stromausfall aufgetreten, sodaß es für den kleinen ohne Folgen blieb (für mich nicht, denn ich habe gewaltig einen gewischt gekriegt als ich dann am Stecker ruckelte um zu sehen warum der Fan nicht läuft).

Lange Rede, kurzer Sinn, hier sind die Bilder (auf die Bilder klicken für die Originalgröße):

hund auf sitzbank minituer und hund auf gartenbank liegend hund guckt in die welt herab von der sitzbank
schwarzes hundebaby minitier ist ein kleiner stehender schwarzer hund hund ruht sich auf der bank aus
zwei kleine tiere - hund und minitier hist ist nochmal das mini hundetier minitier ist ein kleiner wilder hund

 

19. Mai. 2009

bierteddyAm Sonntag feierte der Betreiber der lonebrothers Bar seinen Geburtstag. Natürlich in der Bar. Zumindest an diesem abend war von “low saison” nicht viel zu spüren, es war “full house” sozusagen. Auch an dieser Stelle nochmal ein dickes Lob an Leo und Eric vom Bavarian, welche für das leibliche Wohl der Gäste in Form von Grillgut, Salaten und Suppe gesorgt haben. Auch der “Grillchef” Harry trug maßgeblich zum gelingen der Feier bei, denn er hatte sich bereiterklärt, die Köstlichkeiten am Grill zuzubereiten.

Auch der Securityguard der lonebrothers-Bar kam nicht zu kurz. Offenbar konnte selbiger sich nämlich nicht damit abfinden, an diesem abend Dienst tun zu müssen. So griff er kurzerhand zur Selbsthilfe, indem er Harry mindestens einmal in einem unbeobachteten Moment das Bier leersoff. Eine vorbildliche Arbeitsmoral, vor allem wenn er spät in der Nacht seinen Posten verlässt und sich versteckt. Kein Witz. Begründung: Es wäre ein Kambodschaner zu ihm gekommen und hätte ihn mit einem Stein bedroht.

Hervorheben möchte ich auch die Geburtstagstorte, welche dem “Geburtstagskind” von einer Mitarbeiterin überreicht wurde. Ein zweistöckiges Teil, wirklich lecker.

Fotos werden natürlich folgen (dank an don-Kong), ich denke im Laufe der Woche. Der Bierteddy oben rechts ist übrigens schon etwas älter, das Foto ist nicht am letzten Sonntag entstanden, sondern ca. ein oder zwei Monate vorher am Strand in der Dolphinbar. Dort stand dieser Teddy herum und ich gab ihm dann halt noch das Bierglas, denn Teddys haben auch mal Durst. Tony von sihanoukville online war zufällig mit seiner Kamera dabei und schoss das lustige Bild.

Ach ja, aktuelle Fotos meiner beiden Hunde habe ich nun auch (nochmal ein Dank an don kong), diese werden dann in nächster Zeit ebenfalls auf dieser Seite zu finden sein.

15. Mai. 2009

Ich glaube ich werde langsam alt. Vor zehn Jahren konnte ich die Nacht durchfeiern und nach 2 Stunden schlaf beinahe ausgeschlafen den Tag beginnen. Na ja, fast immer jedenfalls. Heute geht das nicht mehr ganz so einfach. Aber es geht noch. Immerhin bin ich vor ca. 30 Minuten sanft geweckt worden. Denn ich habe eine sms erhalten und das Mobilefon leider nicht auf lautlos gestellt. Mein alter Tuktuk-Driver hat sich gemeldet. Es hat wohl bei ihm geklingelt und er hat sich erschlossen, daß während der low-saison so ein Barang nicht verkehrt ist. Jedenfalls dann nicht, wenn er einen monatlichen Festpreis zahlt.

Dementsprechend reuig war auch der Wortlaut der sms. So nach dem Motto “tut mir ja furchtbar leid, es wird nicht wieder vorkommen. Wir kennen uns doch schon so lange, blablabla”. Ich bin mir sicher daß es nicht wieder vorkommen wird, daß er Geld unterschlägt. Ich werde ja auch nicht mehr mit ihm fahren.

Ansonsten war die Nacht nicht interessant. Das übliche mal wieder. Lone-brothers Bar, Essen beim Bavarian bestellen, Victory Hill (ich war wohl zu spät, dort hatten meine Lieblingsbars alle schon geschlossen), Lonebrothers war noch geöffnet, also dort wieder hin. Bis um ca. halb 6 oder so, es war schon hell draussen. Dann war ich kurz am Strand. Habe sogar eine alte Bekannte wiedergetroffen. Sie war damals der Auslöser dafür, daß ich mir Securityguards engagiert hatte, Stichwort Zaunklettern und Terror machen.

Danach war ich im Freedom Hotel etwas essen. Zwischendurch kam mir in den Sinn, ich könnte mich ja mal um einen Ersatz für eine der beiden Sicherheitsfirmen kümmern. Ich habe es nämlich satt dort andauernd anrufen zu müssen und darauf hinzuweisen, daß so ein Guard nicht ohne seine Ausrüstung zum Dienst erscheinen soll. Ausserdem ist es nicht gerade förderlich, wenn irgendwo eingebrochen wird, obwohl so ein guard eigentlich vor dem Gebäude hocken sollte.

So bin ich dann heute morgen mit einem Motodup zum office der mpa security gefahren und habe dort mal nachgefragt, ob sie mir einen guard stellen können. Die Firma soll gut sein, man liest, daß sie westlich geführt ist (Eigentümer ist wohl Amerikaner oder Australier oder so), daß sie bewaffnete Guards stellen können, Minen räumen können und auch sonst noch allerhand drauf haben. Mir reicht es eigentlich, wenn deren Guard nicht schläft.

Wie auch immer, entsprechend sind wohl auch die Preise, mir wurde gesagt daß sie 360 USD pro Monat (1 Guard, 24 Stunden täglich) haben möchten. Daß sind immerhin 80 USD mehr als die andere Company veranschlagt. Nun ja, anbetrachts der Tatsache, daß ich heute morgen ziemlich müde war, habe ich dann erstmal einen Vertrag bis zum Ende des Monats gemacht. Zwischendurch war ich mit deren Supervisor bei meinem Haus, damit er sieht, wo es ist und wie es aussieht …

So habe ich nun bis zum Ende des Monats 3 Securities in meinem Garten hocken. Ab dem ersten Juni werden es nur noch zwei sein, …

Nach der Erledigung der Formalitäten bin ich dann wieder ins Freedom Hotel gefahren und habe den Morgen genossen, so in etwa jedenfalls. Kurz nach 12 Uhr heute mittag war ich dann wieder daheim, totmüde, da mehr als 25 Stunden am Stück wach. Ich denke ich muß jetzt ersteinmal wach werden …

13. Mai. 2009

Gestern war ein sehr aufschlußreicher Tag. Eigentlich ein Tag wie jeder andere auch, nur halt interessanter. Abends bin ich kurz was einkaufen gefahren, zur Wäscherei und zum Geldautomaten Sihanoukville. Danach in die lonebrothers mc bar.

Dann habe ich Eric vom deutschen Restaurant Bavarian angerufen um etwas essbares zu bestellen, nämlich lecker Schnitzel in Champignon-Rahmsoße und Nudeln. Wir erinnern uns - seit einiger Zeit liefert das Bavarian auch, ich meine gegen einen Aufpreis von 50 USD-Cents.

In der lonebrothers-Bar wurde mir dann von einem guten Bekannten von einem Zwischenfall mit einem der girls aus einer Bar (***ich spare mir den Namen der Bar, weil eben nicht alle Mädels so sind, an dieser Stelle mal ***) berichtet. Das Mädel war wohl mit jemandem mit. Am nächsten morgen stellte dieser jemand, wir nennen ihn einfach mal Fabian, fest, daß 20 USD aus seiner Geldbörse fehlten. Danach hat er offenbar das Mädel durchsucht, nichts gefunden. Klug wie so ein Klaugirl ist, trägt es die Beute auch nicht am Körper. Leider war Fräulein Barweib nicht klug genug. Denn Fabian kann von seinem Zimmer aus das Badezimmer sehen, bzw. über den Umweg eines Spiegels oder so. Bargirl geht also auf den Locus, pfriemelt sich einen 20 USD-Schein aus der Klopapierrolle heraus und versucht diesen dann in ihrer Haarpracht zu verstecken. Fabian konnte dieses alles sehr gut beobachten. Dann ging er ins Bad und fragte woher die 20 USD stammen - Barmädchen, ehrlich wie die Unschuld natürlich, antwortet sie habe den Schein auf dem Klo gefunden … (weitere lustige Barmädchenstories finden sich hier).

Klar, in der Klopapierrolle, logisch. Da verstecke ich auch immer meine Moneten, sonnenklar. Nun ja, wenn man Gäste zu Hause hat versteckt man eigentlich seine Wertsachen, bzw. schließt diese ein. Besagtes Mädel war auch mal bei mir zu Gast. Sie hatte jedoch nicht bei mir geschlafen. Mit mir übrigens auch nicht. Es gab Differenzen, sodaß sie dann leider wieder gehen mußte. Im Nachhinein bin ich froh, denn so konnte sie bei mir nicht Wühlmaus spielen. Da das Mädel auch sonst nicht so der Bringer sein soll, habe ich auch nichts verpaßt. Es gibt wohl doch so etwas wie höhere Gewalt …

Später dann bin ich ins Tropicana zum Victory Hill gefahren, nicht ohne natürlich auch einen Abstecher zur “Safari Bar” und der “Honey Bee Bar” in derselben Straße zu machen. Kurz nach Mitternacht dachte ich mir, ich könnte ja mal meinen (Ex-)Tuktuk-Driver anrufen. So ganz zwanglos mal fragen was er mit meiner Kohle angestellt hat, genau genommen mit den 200 USD, die ich ihm gegeben habe um meine Internetrechnung zu bezahlen (ausführlicher Bericht zum Vorfall hier).

Ich habe ehrlich gesagt ja nicht damit gerechnet, daß er ans Telefon geht. Aber er ging dran. Tuktuk die 2. also - Auch hier zeigte sich: Wer lügt sollte wissen, was er vorher erzählt hat. Sonst widerspricht man sich und durch Ungereimtheiten fliegt man dann auf. Er widersprach sich mal wieder. Die 200 USD habe er dringend benötigt als er ganz kurzfristig letzten Mittwoch in Phnom Penh gewesen sein will. Die Mutter war krank. Aha, das soll Mittwoch gewesen sein. Interessant, wo er doch angeblich schon am letzten Montag die Rechnung bezahlt haben will.

Die kranke Mutter ist übrigens auch so ein Dauerbringer. Entweder ist die Mutter krank, das Baby benötigt dringend Medizin oder der Wasserbüffel einen neuen Fernseher. Das Geld will er natürlich zurückzahlen. Ich kann es ihm ja vom Lohn abziehen (ich hatte seinerzeit einen Festpreis mit ihm vereinbart damit ich nicht bei jeder Fahrt bezahlen muß). Da gibts nur einen Haken, ich habe ihn nämlich gefragt ob er ernsthaft glaubt daß ich weiterhin mit ihm fahren würde nachdem er mich dummdreist bestohlen hat. Schweigen am anderen Ende der Leitung.

Um die Sache zu beenden habe ich ihm dann seine Schulden erlassen. Denn zurückzahlen hätte er es so oder so niemals können. Und bevor ich mich irgendwann mal richtig aufrege und ausraste, erlasse ich ihm das Geld lieber und verbuche es als Lehrgeld …

Vorher habe ich noch erfahren, daß er mich auch gut verarscht hat betreffend seines Motobikes. Er hatte mir vor einigen Monaten erzählt, daß er sich ein neues Motorrad fürs tuktuk kaufen wolle. Dämlich wie ich war habe ich ihm dann angeboten, die Kosten zu übernehmen. Ich hätte ja schließlich auch etwas davon wenn er ein ps-stärkeres Gefährt hat. Er hatte dann auch ein neues (gebrauchtes) bike. Es war auch ps-stärker und schneller. Nette Sache. Gestern ist mein neuer Fahrer damit gefahren. Es ist nämlich wieder sein bike.

Mein alter Fahrer hatte ihm das Teil für 400 USD abgekauft. Jetzt hat mein neuer Fahrer es für 200 USD zurückgekauft, sagt er zumindest. Interessant. Ich rege mich nicht darüber auf, ich war ja selbst schuld. Aus Fehlern lernt man eben …

Dann gab es noch einen Zwischenfall auf dem Victory Hill. Ein Bekannter stürmt auf einmal wie von der Tarantel gestochen aus der Bar, geht auf die andere Straßenseite zu einem Motodupfahrer und fängt an ihn zu schubsen. Aha. Geht mich nichts an. Dann hat er ihm mit der Hand gegen den Kopf geschlagen. Das war dann doch zu heftig, ich bin aufgestanden und habe ihn zurückgehalten, dann kamen noch andere Bekannte und zusammen haben wir den potentiellen Amokläufer dann beruhigt und wieder in die Bar bugsiert.

Den Grund für den Ausraster kenne ich nicht genau. Ich hoffe nur daß der Motodriver nicht nachtragend ist, daß könnte nämlich dumme Folgen für meinen Bekannten haben. Hier einen Einheimischen zu schlagen ist wohl so mit das dümmste was man machen kann …

Wie auch immer, so gegen halb 4 oder so ging es dann zum Strand in die Dolphin Bar und das Jack`s Shack. Ich habe geschwitzt wie ein Schwein, vielleicht sollte ich mal ein paar Gänge runterschalten was meinen Lebensstil betrifft, …

Am Strand habe ich dann eine flüchtige Bekannte getroffen. So klang die Nacht dann aus. Eine Nacht wie fast immer, das übliche halt. Und während ich hier so sitze und schreibenderweise versuche meine Kopfschmerzen zu verscheuchen stelle ich fest, daß es ja schon wieder kurz nach 18 Uhr ist und ich langsam hungrig werde.

Mal sehen was sich heute abend ergeben wird, evtl. werde ich noch ein wenig um die Häuser ziehen. Oder auch nicht. Mal schauen …

vor »

select language:

Über

  • Kategorien


  • Das Wetter hier:
    Weather Forecast | Weather Maps

    sponsors:
    günstige fernreisen nach kambodscha - flugreisen sihanoukville
    hotelbewertungen und hotels sihanoukville günstig buchen
  • Archiv

  • Links