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Asian Dating
9. Mrz. 2010

Lang, lang ists her. Es war im September letzten Jahres. Ich hatte mir überlegt mir so eine Laufmaschine zuzulegen. Eigentlich praktisch, denn ich muß nicht ausser Haus gehen und kann das Teil nutzen wann immer es mir beliebt.

Böse Zungen haben schon damals behauptet, das Gerät wäre mit ca. 1900 US$ der teuerste Kleiderständer in ganz Sihanoukville, bzw. Kambodscha. Ich würde das eh nie benutzen. Na ja, ich hatte es im September dann einmal benutzt. Danach war es dann kein Kleiderständer, eher eine Ablage für Krempel aller Art.

Vor einiger Zeit habe ich jetzt begonnen mich regelmässig auf diese Apparatur zu schwingen. Mal sehen wann sich die ersten Erfolge einstellen. Ich denke ich habe das bitter nötig. So an die 5 Jahre nahezu ohne Sport, dazu ein ziemlich ungesunder Lebenswandel. Nicht gut, überhaupt nicht gut. Ich sollte das ändern.

Das Problem ist ja immer, den Neuanfang zu finden. Hätte ich damals nicht ganz einfach mit dem Sport aufgehört, sondern weitergemacht, wäre das jetzt alles einfacher. Nun ja, hätte, könnte, wollte, wenn und aber bringt einen auch nicht weiter.

Ich werde diese walking machine oder treatmill also regelmässig nutzen. Bin mal gespannt wie lange es dauert bis sich konditionelle Fortschritte bemerkbar machen.

8. Mrz. 2010

Ich stehe ja total auf Horoskope. Täglich landet mein Tageshoroskop in meinem email-Postfach, hier immer so um 12:30 Uhr Ortszeit. Meist kann ich das dann direkt nach dem aufstehen lesen.

Und montags gibts dann noch ein Liebes- und ein Wochenhoroskop. Mittlerweile kenne ich die ganzen Textbausteine, ist aber immer wieder erbaulich sie zu lesen. So für diese Woche:

Liebeshoroskop
für die 10. Kalenderwoche 2010

Eine Zeit, ganz nach Ihrem Geschmack! Die schönsten Frauen reißen sich darum, Sie verwöhnen zu dürfen. Da können Sie unmöglich “Nein” sagen. Das wäre ja fast schon herzlos. Also, wenn die Mädels sich jetzt so einfach verführen lassen, dann werden Sie nicht mit der Wimper zucken und zugreifen.

Leider steht in dem Horoskopdingens nicht dabei daß die Mädels in Asien meist Geld kosten ;)

Für heute wird das eh nix mit dem ausgehen. Die letzte Nacht (ok, ich bin gestern abend erst gegen 22 Uhr aufgestanden, die Nacht davor war wohl etwas zu lang) habe ich mit DVD`s anschauen verbracht. Waren in deutscher Sprache die Dinger. Auch so Hinterlassenschaften vom räudigen Räudiger. Angeschaut habe ich mir “Kill Bill 1″ (FSK 18 Version), “Kill Bill 2″, “Shoot em up”, “Undisputed 2″ und “Nomad the warrior”.

Eigentlich sind das alles Filme ohne Tiefgang, aber genau richtig um sich die Zeit zu vertreiben.

Die Handlung von Kill Bill 1&2 (wikipedia site) ist schnell erklärt:

Blonde Killerin wird von ihrem Liebhaber und Boss erschossen. Ist aber doch nicht tot, landet im Koma. Nach vier Jahren erwacht sie und übt Rache an denen die ihr das angetan haben. An diesem Film hat mich am meisten gestört daß sie Uma Thurman (wikipedia site) zur Hauptdarstellerin gemacht haben. Die sieht ja nichtmals gut aus. Lucy Liu (wikipedia site) wäre da wohl die bessere Besetzung gewesen, jedenfalls vom Aussehen her.

Shoot em up“, auch ein eher langweiliger Film. Eher was für Proleten die sich für Helden halten. Handlung: Superheld ballert wirld rum, trifft alles und jeden, bleibt selbst unverletzt. Verliebt sich in eine Nutte, rettet ein Baby und ein happy end gibts natürlich auch. Wer es ausführlicher mag: Hier gehts zur wikipedia Seite.

Nomad the warrior“: Historienepos. Eigentlich nicht ganz mein Fall. Spielt wohl im Kasachstan des 18. Jahrhunderts. Fürstensohn wächst heran, verliebt sich, kämpft, einigt am Ende alle Stämme und besiegt die Feinde. Das übliche halt. Zur wikipedia site: hier klicken.

Undisputed 2” ist auch ein Film für eher anspruchslose Gemüter. Die Handlung ist schnell erklärt: Ehemaliger Weltmeister im Schwergewichtsboxen mit großer Klappe wird hereingelegt und landet im von der Russenmafia kontrollierten Knast. Dort werden illegale Boxkämpfe zwischen den Gefangen ausgetragen, die Bosse verdienen eine Menge Geld mit Wetten. Der arme Ex-Weltmeister muß sich einem Kampf stellen. Tut er dies nicht, bekommt er seine Freiheit nicht wieder. Ende absehbar: Mister Weltmeister macht nebenbei noch die Wandlung “vom Arschloch zu Mr. Niceguy” durch, siegt im Kampf und wird am Ende wieder in die Freiheit entlassen. Ausführlichere Infos gibts auf wikipedia hier.

Vorhin habe ich mir mal die Dröhnung Bittersalz gegeben. Das Zeug soll angeblich den Darm reinigen (und als Abführmittel wirken). Ich habe mal ca. 3,5 Esslöffel voll genommen. Da ich jetzt für die nächsten Stunden mit einiger Regelmässigkeit den Lokus frequentieren muß, habe ich beschlossen den heutigen abend zu Hause zu verbringen.

Morgen gehts dann wieder los. Ich treffe mich mit so einem Mädel. Vor 3 Tagen waren wir abends mal aus. Sie ist so ganz nett und definitiv keine Nutte (na ja, bin mir zu 99% sicher). Was ihre Motive sind ist mir noch ncht ganz klar, ich bekomme das aber noch heraus. Entweder isses die Suche nach einem neuen Job (sie hatte vorher in meiner Bar gearbeitet, aber halt nicht als Nutte), denn ich hatte ihr mal im Scherz gesagt sie könnte bei mir wohnen und den Haushalt machen, einkaufen gehen, Birnen auswechseln. Was so anfällt in einem Haushalt.

Obwohl ich dabei meinte, daß wäre eher ein Job für ne Frau ab 50 aufwärts, wer weiß, vielleicht hat sie das ernst genommen. Oder - sie hat das Haus mittlerweile zumindest mal von aussen gesehen - sie hat es sich anders überlegt und will beim Barang einziehen (in so einem Steinhaus kann man die kommende Regenzeit besser überbrücken als in einer Wellblechlaube).

Und vor einigen Tagen fing sie dann an mir andauernd sms zu schicken. Das übliche. Ich kam mir vor wie in einer Langzeitbeziehung. Ca. 20-30 sms pro Tag. Das ist echt zu viel. Ich wies sie darauf hin daß mich das nerven würde. Sie schrieb dann davon ich würde nur auf meine eigenen Gefühle Rücksicht nehmen, anderer Leute Gefühle wären mir gleichgültig, usw.

Da habe ich ihr dann geantwortet daß wir ja wohl nicht zusammen wären (und es auch niemals vorher waren) und wie sie auf so einen Unfug käme. Na ja, die sms-Flut ging weiter. Ich habe ihr dann vorgeschlagen, daß sie sich ja mit mir treffen könnte. Da könnte sie mir dann ihre Gefühle ausbreiten. Mich hatte ehrlich gesagt gewundert daß sie dann auch wirklich erschienen ist. Zumal in dem Kaffeehaus (cinderella coffe, website hier), in welchem wir uns getroffen hatten, aktuell Stromausfall war (und der Generator im Eimer), und sie auch einen eher schüchternen Eindruck macht.

Danach kam ein Anruf von zwei Bekannten, beides Kambodschaner, ob ich Lust hätte in eine Karaoke Bar zu fahren. Na ja, ich sagte dem Mädel, hey, wir fahren in eine Karaoke Bar. Vorher muß ich aber noch nach Hause, Geld holen. Denn kurz vorher erhielt ich ein Anruf ob ich etwas über 100 USD für Visitenkarten schon an diesem abend zahlen könnte. Klar, kein Problem - mußt nur herkommen ins Cinderella Coffee wo ich sitze, dann kann ich das Geld direkt übergeben.

Nun ja, mal sehen was wir morgen machen. Ich bin da auch eher der einfach gestrickte Mensch und sitze lieber in Kaffees oder Bars herum als mich woanders rumzutreiben. Na ja, ich glaube ich warte jedenfalls noch etwas bevor ich nach Phnom Penh fahre. Vielleicht kommt sie ja mit. Wenn nicht, kommt halt jemand anderes mit, ich hätte da noch jemand in Aussicht. Oder man sucht sich in Phnom Penh eine Begleitung, ist ja auch nicht sooo schwer. Solange es nicht mein Ex-Honeybunny ist … Apropo Ex-Honeybunny: Es ist schon fast 19 Uhr und es kam noch kein Anruf von ihr.

Aber man soll den Tag nicht vor dem abend loben, gestern ging die Nerverei auch erst gegen 22 Uhr/23 Uhr los. Ich hätte ja auch so nichts dagegen wenn sie mal eine Nacht bei mir verbringt, ist ja auch ganz angenehm. Allerdings nicht jetzt, so lange ich nicht weiß was mit dem anderen Mädel ist. Denn wenn Ex-Honeybunny bei mir nächtigen würde, sie würde es überall herumposaunen und das neue Mädel wäre wohl ziemlich ungehalten, je nachdem, was ihre Motive für das plötzliche Interesse an mir sind.

Es bleibt also spannend in Sihanouk Ville.

6. Mrz. 2010

Wir erinnern uns, am Samstag, 27.02.2010, hat mein “Manager” der Honeybunny Bar sein Amt niedergelegt. Gegen 8:30 Uhr hat er die Lokalität verlassen, natürlich nicht ohne zuvor alles an Geld und Kleingeld zu entwenden. Selbst die Tip-Box für das Personal hat der Lump entleert. Ich schätze ich habe hier neuesten Schätzungen zufolge einen Verlust von mindestens 2000 US$ zu verzeichnen.

Ich will dazu sagen daß ich die Bar mit Zeugen aufgesucht habe. Somit ist ausgeschlossen, daß ich das Geld selbst entwendet haben könnte um es ihm in die Schuhe zu schieben.

Zurückgelassen hat er neben bedeutungslosem Krempel unter anderem drei Kondome (Größe extra-Small oder so), zwei Schmuddelfilme, diverse DVD`s (auch in deutscher Sprache) und ein paar Musik-cd`s. Weiter eine prepaid-kreditkarte (warum er die wohl zurückgelassen hat, bestimmt war eh kein Geld drauf), Kopien von Geburtsurkunden, Ämterschreiben und dergleichen. Zwei Autoschlüssel, eine Haarschneidemaschine, eine Kaffeetasse, ein oder zwei Brillen und so weiter. Alles Schund an dem sich nun nach der Säuberungsaktion durch mein Personal die örtlichen Müllsammler erfreuen dürften.

Ich hatte am 28.02.10 über den Vorfall ausführlich berichtet (hier: Rüdiger Krapp stiehlt). Auch andere Asien-weblogs haben über den Diebstahl berichtet, siehe “hier - Wer weiß wo sich Rüdiger Krapp aufhält” und “hier - Wortleere Nachricht von Rüdiger Krapp”.

Nun ja, gestern erhalte ich die Nachricht, daß sich Rüdiger Krapp aktuell angeblich in Koh Kong (Kambodscha) aufhalten soll. Er wolle das Land angeblich noch nicht verlassen sondern erst seinen Namen wieder “reinwaschen”. Ich würde ja nach Koh Kong fahren und sehen ob ich Herrn Krapp ausfindig machen könnte. Allerdings ist derjenige, der die frohe Botschaft überbracht hat, mir in der Vergangenheit schon mehrfach als Geschichtenerzähler aufgefallen. Mit anderen Worten - ich schenke der Story nicht allzu viel Glauben. Jedenfalls nicht so viel, daß ich jetzt sofort dorthin aufbrechen würde.

Was sollte das auch für eine bescheuerte Aussage sein? Er möchte seinen Namen wieder reinwaschen. Na ja, das wäre ja kein Problem. Er müsste ja lediglich zurückkommen, den von ihm entwendeten Geldbetrag auf den Tisch legen und sich für die Unanehmlichkeiten entschuldigen. Danach könnte man dann ein Bier trinken und er seiner Wege ziehen. Ich bin ja nicht nachtragend, eigentlich überhaupt nicht.

Anders dürfte es auch schwerlich nur möglich für ihn sein, seinen Namen - den er durch seine Aktion bekanntlich selbst in den Schmutz gezogen hat - wieder “reinzuwaschen”. Durch seinen Diebstahl klebt an seinem Namen momentan mehr Scheisse als in meinem Lokus.

Oder als Wortspiel - von Rüdiger dem Krapp to Rüdiger the crap.

So, dann gibts da noch etwas, die unendliche Geschichte. Honeybunny Teil xyz. Madam kann es nicht lassen. Ständig ruft sie an. Heute war sie so nett nicht vor 13 Uhr mittags anzurufen. Ich war noch am schlafen und schlaftrunken wie ich dann nach dem aufwachen und bemerken des klingelnden Telefons war habe ich natürlich nicht auf ihre Nummer geachtet. Kurz: Ich bin ausnahmsweise mal ans Telefon gegangen. Sie wollte mich unbedingt sehen. Na ja, warum auch nicht. Ich habe eh keinen Eistee mehr im Haus. Also habe ich gesagt, ok, kannst kommen aber bringe mir bitte zwei Dosen Lipton Icetea mit. Hat sie getan.

Dann frage ich sie, was sie denn eigentlich bei mir möchte. Ich müsste erstmal wachwerden und heute abend hätte ich eh keine Zeit. Oh Wunder, sie vermisst mich so. Sie möchte wieder bei mir einziehen. Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe ihr dann nochmals erklärt (bestimmt schon das 10. mal in den letzten 3 Wochen) daß ich das nicht mehr möchte. Daß ich nämlich keine (Pseudo-)Beziehung mehr zu Prostituierten haben möchte. Und da sie ja bekanntlich wieder als Prostituierte arbeiten würde, wäre der Zug halt abgefahren. Fertig.

Na ja, wenn sie mir lange genug auf die Nerven geht, vielleicht kann sie dann ja mal wieder ein oder zwei Tage bleiben. Länger aber auch nicht. Muß nicht sein. Weil dann gehen die Geschichten wieder los - Mami hat nix zu fressen, Papi kein Geld zum zocken und der Wasserbüffel hat sich beschwert daß kein Bier im Kühlschrank steht. Ne danke.

3. Mrz. 2010

… werde ich jetzt wieder haben.

Denn gestern nacht habe ich meinen Laden zugesperrt. Somit ist die Honeybunny Bar Sihanoukville bis auf weiteres geschlossen. Vielleicht eröffne ich zur nächsten Highsaison wieder, vorausgesetzt ich finde einen fähigen Manager (und nicht wieder so Berufsspacken und geistige Nullen wie diejenigen, die sich schon in der Bar als “Fachkraft” versucht hatten, Stichwort: 27.02.2010: Diebstahl durch den deutschen Looser Rüdiger Krapp, oder hier: Wo ist Rüdiger Krap?).

Das Gästeaufkommen ist derzeit auch nicht soo hoch. Es lohnt sich schlichtweg nicht, die Bar weiterhin offen zu halten. Da kommt es mich günstiger wenn ich die monatliche Miete und den Security (evtl. kündige ich den ja noch) bezahle und ansonsten meine Ruhe habe.

Den Mädels habe ich versprochen, in nächster Zeit, spätestens aber am Ende des Monats, nochmal einen vollen Monatslohn auszuzahlen, so eben als eine Art “Überbrückungsgeld”.

Der Schnaps verschimmelt ja nicht, und die Bierdosen trinke ich im laufe der Zeit selbst aus (und den Eistee usw.). Das Faßbier verkaufe ich und dann werde ich in den nächsten Tagen eine Putzfrau durch den Laden jagen, die Bierleitungen reinigen lassen, die Kühlschränke usw. abtauen und die Elektrik ausschalten.

Ob man hier eine monatliche Grundgebühr zahlen muß entzieht sich meiner Kenntnis, ich werde es ja dann erfahren.

Und dann habe ich wieder mehr Zeit für die anderen Dinge im Leben. Ich denke ich miete mir ein kleines Appartment in Phnom Penh mit Bekannten zusammen. Dann kann man dort auch die Zeit verbringen. Oder ich mache mal wieder Urlaub (z.b. in Hartz4-Land). Mal schauen mal schauen.

Jetzt ist es hier 10 Uhr morgens, ich glaube ich lege mich noch ein paar Stunden aufs Ohr ;)

28. Feb. 2010

Wer jetzt meinen mag, die Überschrift sei reisserisch, im Stile der allseits bekannt berüchtigten “BILD”-Zeitung, der irrt sich. Die Überschrift ist noch viel zu nett.

Honeybunny Manager Rüdiger Krapp ist ein Dieb und PerverslingAber der Reihe nach. Ende Januar hatte ich den ehemaligen Manager des “Anns Pub” als Manager in der Sihanoukville - Honeybunny Bar angestellt (siehe Artikel vom 21.01.10 hier). Sein Name ist “Rüdiger Krapp”. Gestern morgen hat er wohl “gekündigt”, gegen 8:30 Uhr morgens (laut Security-Logbook) hat sich der feige Lump aus dem Staub gemacht. Natürlich nicht ohne zuvor noch einen Geldbetrag in Höhe von ca. 1500-2000 US$ aus dem Safe zu entwenden.

Was der Grund für den Diebstahl war, ist mir nicht bekannt. Vielleicht hat Rüdiger Krapp auch gemerkt, daß seine Uhr in der Bar am ablaufen war. Denn der erste Eindruck war wohl falsch. Das Essen welches er gekocht hat, na ja, war essbar aber eben auch nichts besonderes. Das konnte man ihm aber auch nicht sagen, sonst wäre er ja eingeschnappt gewesen. Ich habe mir öfters von ihm etwas zurecht machen lassen um es mit nach Hause zu nehmen (damit überhaupt mal wer den Fraß mitnimmt und es nicht verschimmelt). Ich habe dann meist meine Hunde damit gefüttert. Insbesondere auf das Cordon bleu waren sie scharf.

Einige Schlüssel hat der perverse Lüstling (dazu später) auch entwendet. Teile seines wertlosen Plunders hat er in seinem Zimmer zurückgelassen. Wenn er klug ist, hat er mittlerweile das Land verlassen. Wenn er dumm ist, hält er sich hier noch irgendwo auf (schätzungsweise in Phnom Penh). Dann wird man ihn ausfindig machen. Und wenn er nach Deutschland zurückkehrt, mal sehen, auch dort kann man so einen Versager wie ihn sicherlich ausfindig machen.

Rüdiger Krapp ReisepaßWer Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort von Rüdiger Krapp machen kann darf sich hiermit angesprochen fühlen. Je nach Qualität des Hinweises würde ich auch eine “Aufwandsentschädigung” springen lassen.

Ich poste hier im Artikel mal einige Fotos von Rüdiger (Spitzname: “Rüdi”, oder “Detlev”), vielleicht hat ihn ja jemand gesehen (einfach auf die Bilder klicken für die Originalgröße). In Kambodscha hält sich Rüdiger Krapp offenbar seit Mitte 2009 auf (scans seiner Kambodscha Visa: 2009 hier / 2010 hier).

Ruediger Krapp in SihanoukvilleZu seiner Person: Rüdiger Krapp ist Deutscher (sieht aber nicht so aus, eher wie jemand aus der Kategorie “perverser Spanner”), das Geburtsdatum ist der 15.05.1954. Rüdiger Krapp wurde in Erfurt geboren, zuletzt wohnhaft in Deutschland war er in Freyung. Seine Reisepaßnummer lautet 843005941. Er ist 167 cm groß, von der Statur und seinem Auftreten her macht er einen eher introvertierten, geradezu verklemmten, Eindruck.

Aktuelle Bilder gibt es natürlich auch, nebenstehend finden sich 2 Fotos aus Sihanoukville, entstanden Ende Januar 2010. Das unterste Foto stammt wohl aus Deutschland (stilvoll im Sinne von Hartz IV eingerichtet würde ich mal sagen).

In letzter Zeit häuften sich im Übrigen die Zwischenfälle mit diesem feinen Herrn. Die schüchternen sind meist die schlimmsten. Vor allem wenn Rüdiger etwas getrunken hatte glotzte er das Personal immer an als ob er später über sie herfallen wolle. Vor kurzem haben einfach mal so ca. 5 Mädels gekündigt - wegen ihm. Er würde Sex von ihnen verlangen und sie andauernd fragen, ob sie ihm “einen blasen” würden. Als mir das zu Ohren kam bin ich richtig wütend geworden. Da mußte dann mal Klartext mit dem Arschgesicht gesprochen werden. Seitdem hatte er, was die Mädels anbelangt, in der Bar nichts mehr zu melden. Das hat ihm wohl auch nicht geschmeckt. Und da helfen dann auch keine Viagrapillen.

Feiger Lump der RüdiUnd auch in einer stadtbekannten Bordellmeile hier (Stichwort: “Blue Mountain”) war Herr Rüdiger eher unbeliebt. Er hatte mich mal überredet dort mit ihm hinzugehen. Ich habe nur Bier getrunken und mir das Elend angesehen. Flink wie ein Wiesel schmeisst sich Mister Oberlüstling eine Viagra ein und wartet auf die Damen die da kommen sollten. Es kam aber nur eine. Und die wollte seine Gesellschaft nicht. Ärgerlich, ärgerlich, ärgerlich. Aber er hat ja noch sein Prollprofil auf so einer Communityseite (link hier) - glaubt der wirklich daß sich da Mädels melden (auch wenn er noch so häufig seine sympatisch2000@yahoo.de emailadresse angibt)? Haha, ist im Übrigen auch lustig was man so findet wenn man mal nach seiner email googelt.

Ein anderes Mädel, welches er dort einmal ausgelöst hatte, ist eine gute Bekannte von einem Bekannten Tuktukfahrer von mir. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch dieses Mädel hat keine Lust auf eine Wiederholung mit dem Herrn gehabt.

Nun, und jetzt, wer weiß wo Rüdiger sich herumtreibt. Rüdiger gehört zwar zu der Sparte “dummer Vollhonk”, aber ich würde mich wirklich wundern wenn er noch in Kambodscha verweilen würde. Ich schätze eher, daß er zurück nach Deutschland geflogen ist. Denn dort wartet auf so einen Versager und Berufsidioten Hartz 4.

Er hat ja sonst auch noch nichts geschafft in seinem überflüssigen Leben. Immerhin, in Deutschland wird es vorbei sein mit günstig poppen. Obwohl, ich glaube eher daß so Typen wie Rüdiger insgeheim auf kleine Kinder stehen. Ist aber nur eine Vermutung.

Aber mal abwarten, vielleicht ist er ja in Phnom Penh oder sonstwo. So dämlich wie er ist wird er sich dann gleich ein Mädel anlachen. Und die wird ihn hoffentlich schön ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.

Wie auch immer, die Kohle ist natürlich jetzt weg. Für mich ist das ärgerlich, aber auch kein Weltuntergang. Was ich jetzt mit der Bar mache, mal sehen. Während der lowsaison wollte ich eh schließen. Wenn ich keinen Manager finde, mache ich halt jetzt schon zu. Ist zwar schade, aber was solls. Dann gehts eben zur nächsten Saison erst wieder weiter. No have problem :)

Nachtrag, 02.03.2010: Angeblich soll sich Rüdiger noch in Sihanoukville aufhalten. Ich kann das nicht glauben. Na ja, mal schauen. Gestern abend erzählt mir ein guter Gast in meiner Bar, daß Rüdiger der Meinung wäre, ich wolle die Bar während der low-Saison schließen und ihm kein Gehalt zahlen. Daran sieht man schon wie einfach gestrickt stupide Zeitgenossen sind. Von “kein Gehalt” zahlen war nie die Rede.

Weiter hätte der Gast Rüdiger wiederholt und mehrfach darauf hingewiesen, daß er die Mädels in der Bar in Ruhe lassen solle. Das deckt sich mit dem was mir die Mädels vorher schon erzählt haben. Die wollen halt nicht mit nem alten Lüstling zusammenarbeiten.

Immerhin haben sich die Mädels gefreut. Sie haben gestern Nacht sein Zimmer ausgemistet. Was da für ein Plunder herumlag, meine Güte. War halt nicht der ordentlichste Zeitgenosse der gute Rüdiger.

25. Feb. 2010

Es gibt Menschen, die lernen es einfach nicht. Einer davon ist G. aus K., nennen wir ihn einfach mal “Superfreier” oder “Diplom Vollhonk” - er hat es tatsächlich geschafft, zusammen mit nem Bargirl in ca. 4 Wochen 5000 US-Dollars in den Wind zu blasen, vielleicht waren es auch nur 4500 USD, schließlich mußte er ja auch von etwas leben. Typischer Fall von “Amiga-Syndrom” (steht für: Aber meine ist ganz anders), und am Ende stand dann die Ernüchterung und der Verlust von Geld.

Ich gebe die Story mal in Kurzform wieder:

Am Ende war sie doch nicht anders. Immerhin hat sie gut gelebt. Als sie vor einigen Wochen in sein Appartment eingezogen ist, kam sie mit dem typischen “Nuttenkoffer” und ner Plastiktüte mit nen paar Slips, Höschen und so, eben was man als Hure von Welt so benötigt. Und als sie vor 3 Tagen ausgezogen ist, hat sie nen kleinen Pickup kommen lassen der ihre Klotten abtransportiert hat. Geschäftstüchtig ist sie also.

Gummis zählten wohl nicht dazu. Die meisten Prostituierten führen keine Gummis mit sich herum. Sie erwarten, daß die Freier diese stellen. Hat Freier dann keine parat, wird es meist auch “ohne” gemacht. Kann man im Übrigen auch selbst mal antesten, einfach mal behaupten man hätte keine Gummis (die im Übrigen sehr schnell reissen, platzen oder wie man es auch immer nennen mag. Mal schneller, mal nicht, je nach Hersteller und was man so treibt).

Zurück zu unserem Superfreier. Es war ein Drama in mehreren Akten. Einige davon habe ich live und in Farbe miterleben dürfen. Das waren die Momente in denen ich mir sagte “mensch, da bin ich ja noch wirklich gut davongekommen als es mit meiner Langzeit-Begleitdame zuende ging”.

Als wir vor ca. zwei Wochen einige Tage in Phnom Penh verbrachten, mußte Vollhonk-Superfreier.de mit seiner schnuckeligen großen Liebe natürlich auch einen Besuch in der Elektroabteilung des Sorya Market abstatten (Fotos vom Sorya Market hier). Nebenbei ging dann noch ein nicht geringer Anteil der Geldmittel für diverse Rauschmittelchen drauf. Denn Madam hat auch noch ein ausgesprochenes Problem mit Betäubungsmitteln. Kostet halt alles Geld. Aber wenn man bis über beide Ohren verliebt ist, sieht man über solche Banalitäten ja gern mal hinweg.

Auch das Madam immer mal gerne für einige Stunden oder Nächte verschwandt (und dann mit anderen Kerlen gesehen wurde) erregte nicht das Misstrauen unseres Barangs im Liebeskasper Fieber (LKS-Fieber, mal mehr mal weniger ausgeprägt hier in Asien, vorzugsweise bei weissen Touristen).

Vor drei Tagen dann das Aus. Unser verliebter Barang setzt das Mädel vor die Tür. Sie flippt voll aus, konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, die Einrichtung zu zertrümmern und größeren Schaden anzurichten.

Nun ja, jetzt ist er wieder solo. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das hat er jetzt auch verstanden, und eine Menge Lehrgeld bezahlt. Die verbleibenden Moneten würde ich in ein T-Shirt investieren, sinnigerweise mit dem Aufdruck: “ATM empty - Barang no have money”.

Interessant ist halt, daß das Mädel offenbar ganz ohne die typischen bullshit-bargirlstories auskam. Wozu meist der obligatorische Wasserbüffel nicht fehlen darf (waterbuffalo sick, need money for doctor”). Oder die kranke Mutter, der kranke Vater, die Schwester. Der jüngere Bruder der dringend Geld für die Schule benötigt. Die Familie, die angeblich keinen Reis mehr zu fressen hat (nen Kilogramm Reis kostet was bei 2000-3000 Riehls, sind ca. 50-75 US-Dollarcents). Oder die Geschichte mit dem Dach, wo es immer reinregnet, auch gut (kannte ich bis vor kurzem noch nicht). Dabei wird dann verschwiegen daß ein Quadratmeter von dieser Wellblech-Dachpappe offenbar nur was bei 1-1,50 USD kostet (oder irgendwo geklaut wird, lol). Oder der Bruder, Opa, Uropa, verwandte Transvestit oder sonstwas welcher Spielschulden hat dem was böses zustößt wenn er nicht bezahlt. Oder - für Touristen - die Geldnot im allgemeinen (kombiniert mit einem der anderen Storiess), wenn er kein Geld schickt muß sie ja wieder anschaffen gehen (tut sie ja so wie so, ob er kohlen schickt oder nicht).

Weil es so schön paßt hier nochmal einige links zu ähnlichen Beiträgen mit weiterführenden Verweisen:

Merke: Holzauge sei wachsam. Wer sich weiterbilden möchte, kann ja mal in den gängigen Foren stöbern, da findet sich auch noch so einiges.

Zum Beispiel:

Lesenswert auch dieser Kommentar von einem “Michael” vom 06.06.2008 (link zur website):

Ich spiele schon lange mit dem Gedanken nach Thailand zu reisen weil ich besonders die asiatischen Frauen sehr schön finde. Nun habe ich ein bisschen gestöbert in Erfarungsberichten und hab eigentlich nur ziemlich ernüchterndes Zeugs gefunden wie zb

„Ich war ein Naivling, der meinte, in Thailand wäre alles was die weiblichen Reize anbelangt, so einfach und so schön. Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans hat man mich! Und ich Liebeskasper habs nicht gemerkt. Ich war meinen gemieteten Damen völlig hörig. Wie ein Lächeln manchmal täuschen kann! Ich dachte die Damen aus dem Horizontalgewerbe würden sich wirklich für MICH interessieren, doch eigentlich war ich nur ein ATM, also ein Bankomat, aus dem man die Banknoten rausziehen kann und wenn nichts mehr kommt, geht man zum nächsten…“

„Einmal fragte ich sie, warum sie beim Sex mit mir nicht stöhnen würde. „Weil es mich nicht geil macht,“ sagte sie ohne Umschweife. „Aber praktisch alle Bar-Ladys bekommen bei mir einen Orgasmus,“ erwiderte ich, „und ausnahmslos jede wollte danach wieder mit mir ins Bett.“ Sie sah mich mitleidig an, streichelte meine Wange und sagte: „Glaub mir bitte; ich bin schon seit vielen Jahren in diesem Geschäft.

Die Ladys können nicht nur auf Bestellung weinen, es ist auch überhaupt kein Problem für sie, auf Bestellung geil zu werden. Sie stellen sich einfach etwas bestimmtes vor. Wenn sie weinen wollen, denken sie an ein trauriges Ereignis, wie z.B. an den Tod eines geliebten Familienmitgliedes. Und wenn sie geil werden wollen, dann denken sie an ihren Boyfriend oder an einen Filmstar. Nur ihr Farangs habt selten mit ihren Gefühlen oder Phantasien zu tun.“ Ich schüttelte den Kopf, weigerte mich ihr das zu glauben. … „Glaube mir bitte, wenn die Ladys die Möglichkeit hätten anderweitig viel Geld zu verdienen, würden sie euch Farangs nicht mit dem Arsch angucken.“ Ihre Ehrlichkeit war fast schon unerträglich.“

Und der hier auch öfter anwesende Thaisamurai schreibt
„Meine teilweisen sehr heftigen Erlebnisse im Land des Lächelns musste ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland unbedingt zu Papier bringen. Quasi als eine Art Selbsttherapie.“

Ist das alles wirklich so heftig wenn eigentlich so gut wie alle eher leer und emotional ausgebrannter als zuvor zurückkehren und alles andere als glücklich?

Und selbst wenn ihr glaubt ein nettes mädel gefunden zu haben findet traurigerweise ein „Krieg im Kopf“ (nimmt die mich aus? Ist sie an der Bar in meiner Abwesenheit? Lügt sie? Bin ich nur der Liebeskasper?) bei euch statt.
Ihr könnt ja gar nicht befreit und glücklich an die Beziehung rangehen…
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich abgetörnt :-(

Also, nicht vergessen: Lesen bildet - und Wissen schützt vor Abzocke ;)

25. Feb. 2010

Gestern habe ich es endlich mal geschafft einen Stammgast nach seiner Internetadresse zu fragen. Bekannt war mir vorher nur, daß er so gut wie jedes Jahr nach Kambodscha kommt, um dort zu überwintern. Wenn dann die Eisverkäufer Saison in Deutschland wieder losgeht, macht er sein Geschäft dort um im Winter wieder nach Kambodscha zu reisen.

Eigentlich kennt man das ja eher von den italienischen Eisverkäufern. Ein guter Bekannter von mir aus Deutschland verbringt die Saison in der brd um dann im Winter zurück nach Italien zu fahren.

Wer von meinen Lesern hier aus dem Raum Brandenburg stammt, mag den Eiswagenn vielleicht schon einmal gesehen haben. Je nachdem wann ich mal wieder in .de sein werde, sollte es zur Eisverkaufs Saison sein, evtl. statte ich dem Eismann mal einen Besuch ab. Ich finde das jedenfalls hochinteressant, dachte ich doch eigentlich die Zeit der fliegenden Eishändler sei vorbei. Man lernt halt nie aus :)

Zur website des Eiswagens geht es hier. Ich hoffe meine Leser mögen mir diese kurze “Schleichwerbung” für den Eismann aus Brandenburg nachsehen. Wer es mir nicht nachsieht - melde Dich und ich kauf Dir nen Eis ;)

22. Feb. 2010

Heute ist kein Guter Tag. Überhaupt nicht. Ich bin irgendwann heute morgen gegen 6 oder halb 7 zu Bett gegangen. Gegen 12 Uhr mittags, also mitten in der Nacht, klingelt mich ein Freund aus dem Bett. Ich würde doch eine neue Putzfrau suchen. “Ja, aber nicht jetzt. Ich schlafe noch.” - “Die steht aber gerade in meinem Laden. Schick mal Deinen Tuktukfahrer, dann kommt die jetzt zum putzen zu Dir.” - “Ich schlafe noch, die kann auch in 5 Stunden kommen.” - “Ne, dann ist zu spät. Dann schicke ich sie jetzt nach Hause und sie kommt die Tage wieder.” - “Nein, ich brauche die Putze doch.” - “Dann schicke Dein Tuktuk. JETZT.” - “ok.”.

Ich habe mich dann aus dem Bett gequält und auf die Dame gewartet. Sie kam dann auch. Besser, sie kamen. Zwei ältere Semester und eine, so Kategorie “jung, dynamisch, sehr gut aussehend”. Sie sollte wohl die Übersetzerin spielen. Jedenfalls haben die drei nicht schlecht gestaunt. Gibt wohl nicht so viele Barangs (khmer für “Ausländer”) hier, die 5 Zimmer und ne Garage haben von denen sie nur 2,5 effektiv nutzen.

Na ja, ich habe ihnen dann erkärt was sie zu putzen hätten. Und daß sie das Computerzimmer das nächste Mal machen könnten. Dorthin habe ich mich nämlich dann verzogen um den Kopf auf den Schreibtisch zu legen und ein wenig zu schlafen. Ging auch nicht. Wenig später höre ich von aussen “Sir, hello Sir. Come outside please.”.

Draussen vor dem Tor standen zwei Abgesandte (Geldeintreiber) des örtlichen Müllabfuhrunternehmens namens “Cintri”. Ich müsste noch für dieses Jahr bezahlen. Ich sage, kein Problem, er kann den Vertrag ja bringen. Danach bin ich wieder ins Haus gegangen und dachte ich kann weiter schlafen. Natürlich nicht, denn den Vertrag hat er ja gleich dabei gehabt. Eingetragen waren auch schon die jährlichen Gebühren in Höhe von 50 US-Dollars. Viel zu viel. Letztes Jahr hatte ich nur 40 bezahlt (war auch zu viel). Na ja, ich habe mich mit ihm dann darauf geeinigt, daß ich 20 USD für das halbe Jahr bezahle.

Mein Mietvertrag läuft hier nämlich Ende Juni aus und ich weiß nicht ob ich verlängern werde. Aktuell sehe ich mich nach Alternativen um. Ich wollte immer in nem Haus mit zwei Etagen und Balkon im 1. Stock leben. Vielleicht finde ich hier ja was angemessenes.

Nun ja, zurück zu den beiden Raumpflegerinnen. Geputzt hatten die beiden alten Damen. Ich hoffe sie wollen dafür aber nicht den doppelten Lohn am Ende des Monats. Ausgemacht ist, daß 3 mal die Woche geputzt wird, jeweils so 2-4 Stunden (bis alles sauber ist) und es dafür einen monatlichen Salär in Höhe von 50 US$ gibt. Ob die beiden jetzt auch verstanden haben, daß es die Kohlen erst am Ende des Monats gibt, weiß ich nicht. Ich habe es versucht zu erklären “Knjom ketloy” (heißt wohl soviel “ich zählen Geld”, also “ich bezahle”), das haben sie verstanden. Dann habe ich auf den 28.02. im Kalender meines Handys gezeigt. Haben sie wohl auch verstanden - Großes Leuchten in den Augen (”loy”, “money” oder “Dollar” sind hier die Worte mit denen man Augen zum leuchten bringt, :) ) Also ist ja alles in Butter.

Was hier sonst so läuft weiß ich nicht genau. Seit einiger Zeit bewege ich mich nicht mehr allzu ausgiebig hier im Sihanoukville Nachtleben. Mir fehlt irgendwie die Lust, und die ganzen Nutten hier gehen mir irgendwie alle auf den Sack, um es mal ganz profan auszudrücken.

27.01.2010: kambodschanische Hochzeit, fotoUnd noch ein Nachtrag zum 27.01.2010: Am 27.01. hatte ich kurz erwähnt daß ich später eine Hochzeitsfeier besuchen würde. Die Feierlichkeiten fanden ca. 50 oder 60 km ausserhalb von Sihanoukville statt.

Ich habe jetzt diverse Fotos der Feier erhalten, das Bild mit dem Bräutigam stelle ich hier mal online. Auch wenn ich mich auf dem Foto irgendwie nicht gut getroffen fühle. Ausserdem war es sehr heiß draussen, man sieht es. Aber das Essen war super, das Bier war lecker und für die Sicherheit war auch gesorgt. Auf der Feier war auch der Dorfpolizist, inklusive Kalaschnikow.

Ach ja, gestern erzählt mir ein Gast des Ann`s Pub, mwV hier, (die vermieten wohl auch 2 oder 3 Gästezimmer), daß ein “M.” (Name mal gekürzt) ihm von nun ab 50 USD pro Monat extra berechnen würde. Begründung: Er koche teilweise in seinem Zimmer. Wäre ich besagter Gast, entweder würde ich sofort ausziehen. Oder die 50 USD nehmen, vor ihm verbrennen und dann ausziehen. So einen Stuß hat man selbst hier nur selten gehört.

20. Feb. 2010

Ja, gestern hatte ich erwähnt, daß ic h die Zeit mit irgendetwas totschlagen wollte. Es hatte dann auch geklappt. Kurz nach Verfassung des Blogbeitrages bin ich unter die Dusche gehüpft um dann Rainer anzurufen, ob er mich mit in sein Cinderella beach resort Otres beach nehmen könnte. Er konnte. Allerdings gab es ein Missverständnis, er hatte in seinem Coffeeshop auf mich gewartet während ich irrigerweise davon ausging, er würde mich daheim abholen.

Nachdem ich mir dann das zweite Bier heruntergespült hatte, entschied ich mich ihn doch noch mal anzurufen. Danach dann schnell Tuktuk-Fahrer anrufen und ab ins Kaffeehaus.

Wenig später brachen wir dann in Richtung Otres Strand Sihanoukville auf. Obwohl es dort nicht allzu viel zu sehen gibt ist es der ideale Ort um etwas nachzudenken, den Ausblick zu geniessen und einige Getränke zu nehmen. Das Idyll wurde jäh unterbrochen als Rainer einen Anruf seiner Angestellten aus dem Cinderella Coffeeshop erhielt - Honeybunny war aufgetaucht. Obwohl sie dort Hausverbot hat. Wir erinnern uns, Honeybunny war mein “I love you longtime, sure - girlfriend”. Oder ganz simpel “Langzeitbegleitnutte” (die ich im Übrigen sehr mochte).

Der Aufforderung, Madame des Hauses zu verweisen, ist die Angestellte offenbar nur widerwillig nachgekommen. Per sms teilte sie Rainer mit, daß “Honeybunny” ja so traurig wäre und sie mich ja so vermissen würde. Ganz klar. Das wird der Grund sein dafür, daß sie jeden Tag anschaffen geht. Ich hoffe jedenfalls, daß sie dort nicht wieder auftauchen wird. Ich habe nämlich keine Lust mir den Tag durch ihre Anwesenheit versauen zu lassen. Und auch ihrem Geldbeutel würde es besser stehen woanders speisen zu gehen - das Cinderella gehört normalerweise nämlich nicht zu den shops, in denen Prostituierte für wenig Geld essen können. Es ist eher eine Lokalität mit der Ausrichtung “bitte keine Schlampen hier”, und die Preise sind auch nicht wirklich niedrig.

Ich habe mich durch den kleinen Zwischenfall nicht beirren lassen und weiter die Aussicht genossen, etwas gegessen und getrunken und auf den Sonnenuntergang gewartet.

Es gab dann noch einen Zwischenfall, beim rangieren der kleinen Ausflugsboote (um Taucher aufs Meer hinauszufahren) sind den beiden Steuermännern offenbar Fauxpässe unterlaufen - sehenden Auges rammt Boot Nr. 1 das andere Boot. Das Meer war frei, es gab überhaupt keinen Grund dafür. Hier verhält es sich bei den Steuermännern offenbar um das Äquivalent zu den allseits bekannten Motodupdrivern: Die können auch beim fahren schlafen.

Nun denn. Später ging es dann zurück ins Cinderella Coffee nähe des Ochheuteal beaches (Foto hier). Und noch ein wenig später (muß wohl so gegen 19:30 Uhr gewesen sein) bin ich dann runter ins Bavarian gefahren. Genau zum richtigen Zeitpunkt - ich kam genau richtig um vom Leos neuem Angebot, schweizer Käsefondue, zu kosten. Hat gut geschmeckt, aber ich glaube wenn man so einen Topf alleine leert, ist man betrunken. Schließlich gehört auch eine gute Portion “Schuß” in so ein Fondue.

Irgendwann bin ich dann so gegen 22:35 Uhr in meine Honeybunny Bar gefahren. Dort habe ich dann nach dem rechten gesehen und die Zeit weiter totgeschlagen, bzw. “totgesoffen”. Die Mädels sollen sich Gedanken darüber machen wo wir die nächste Betriebsfeier, bzw. das nächste Betriebsessen, veranstalten werden. Ich bin da für Wünsche oder Anregungen offen. Hauptsache es gibt dort auch was zu trinken. Die letzte Betriebsfeier fand im Sovady seafood restaurant statt (zwei Fotos hier).

Später kam noch ein Stammgast vorbei. Er berichtete mir, daß “Honeybunny” (meine Ex) ja wieder “im Geschäft” sei. Na ja, war ja keine Neuigkeit. Er hatte auch schon mit ihr das Vergnügen. Ihre Nummer hatte er auch. Nett wie er war hat er mich von seinem Telefon (läuft eh nicht auf seinen Namen) eine sms an sie schicken lassen. War nett. Verändert (zum positiven, z.b. was den “Service” anbelangt) hat sich an ihr wohl auch nicht so viel wie ich erfahren habe. Aktuell war sie wohl mit nem 60jährigen unterwegs.

Macht bestimmt viel Spaß. Ich hoffe die nehmen alle Viagra, damit sie für ihre Kohlen auch was tun muß, lol. Nen Kind möchte sie offenbar auch um jeden Preis. Offenbar versucht sie es nämlich, “ao” (”alles ohne” = ohne Gummi) zu treiben (na ja, wenn man es drauf anlegt kann man hier eigentlich jede “ohne” haben). Vielleicht kann sie ihre Dienst ja dann bald als “hivBitch” anbieten. Macht sich auch gut.

Später bin ich dann nach Hause gefahren, so ein 12 Stunden Tag war dann doch anstrengend. Jedenfalls die ganze Sauferei während der Zeit. Und, wer hätte es gedacht, ich liege so im Bett und möchte Schlafen, da klingelt mein Telefon. Ich hatte nicht auf die Nummer geachtet. Jedenfalls war “sie” am Apparat, war sehr ungehalten. Keine Ahnung was sie wollte, ich habe aufgelegt. Und ihr eine sms geschickt, sie solle bitte aufhören mich zu belästigen, ihr verschissenes Nuttenleben leben und aufhören, mir nachzurennen.

Na ja, jetzt ist es kurz vor 6 abends. Mal sehen was ich mache. Heute abend möchte sich eine neue Mitarbeiterin in der Bar vorstellen. Sollte die Dame auftauchen, werde ich wohl später in die Bar fahren. Weiter bin ich dabei mich hier nach einem neuen Haus umzusehen. Nicht daß mir das alte nicht mehr gefallen würde, aber ich wohne hier jetzt schon über ein Jahr. Ich brauche einen anderen Ausblick, einen Tapetenwechsel.

19. Feb. 2010

Hier ist nicht allzu viel los derzeit. Ich muß - mal wieder - aufpassen daß ich hier nicht vollends versumpfe. Irgendwie schlafe ich immer schlecht, werde zigmal in der Nacht wach und mein Gutelaunefaktor hält sich eher in Grenzen. An Honeybunny kann es nicht liegen, das ist endgültig vorbei. Schon seit über zwei Wochen. Sie hat sich auch nicht mehr gemeldet, das letzte mal hatte ich einen Anruf in Abwesenheit vor 3 Tagen oder so. Dann war Ruhe. Hat wohl nen Idioten gefunden der sie durchfüttert, der Familie nen Wasserbüffel, Motobike, neues Haus und was weiß ich noch alles spendiert.

Über Stayfriends.de-Postfach (genau, die Seite über die man Schulkameraden wiederfinden kann) hat ich jetzt eine Nachricht einer guten Bekannten aus Deutschland erreicht, man fragt sich ob ich noch leben würde oder schon tot irgendwo übern Zaun hängen würde. Ne, ich lebe aber noch :)

Vorgestern hatte ich ein interessantes Horoskop im Postfach. Ich nutze seit zig Jahren den Service von noeAstro.de, so erhalte ich täglich mein Tageshoroskop. Nett zusammengesetzt aus Textbausteinen. Aber ab und an paßt es wie die Faust aufs Auge. Zitat Horoskop vom 17.02.10:

Tageshoroskop
vom Mittwoch, 17.2.2010

Die Brieftasche haben Sie heute ziemlich schnell zur Hand. Sie neigen dazu, erst zu bezahlen und dann zu denken, wenn überhaupt. Dabei könnten Sie sich finanzielle Belastungen aufhalsen, deren Konsequenzen Sie derzeit noch gar nicht absehen können. Zücken Sie die Geldbörse besser nur dann, wenn es unbedingt nötig ist. Vermeiden Sie Spontankäufe.

Als ich das nachmittags gelesen hatte, mußte ich schmunzeln. Was würde der weitere Tag noch so bringen? Honeybunny mit weiteren Geldforderungen. Obwohl sie mir schriftlich gegeben hat, so auch auf kambodschanisch mit Daumenabdruck usw., daß sie keine Forderungen stellen wird. Ich wollte das so, denn, wer weiß was in so einem Kleinhirn vorgeht.

Aber nein, ich bekam ein Angebot, ein derzeit leerstehendes Ladenlokal (bzw. Bar) zu übernehmen. Knackpunkt, so weit ich weiß - Der Pachtvertrag läuft in einem oder 1,5 Jahren aus und soll - meinen Infos zufolge - auch nicht verlängert werden. Da also zu investieren wäre Unfug.

Gestern nachmittag wurde ich freundlich von einer Mitarbeiterin an ihre Einladung erinnert. Sie hatte mir eine Einladung zur Hauseinweihung (oder was auch immer) gegeben. Ich hatte ihr erklärt, daß ich keine Zeit hätte dorthin zu fahren (ist irgendwo in der Walachai am Arsch der Welt).

Gestern kam also eine sms von ihr. Sie würde sich ja freuen wenn ich käme, aber wenn ich keine Zeit hätte und nicht kommen würde wäre das auch ok. Ich könnte Ihr mein Mitbringsel (”gift”) ja auch so überreichen. Klar, macht man ja auch so. Was man für eine Hauseinweihung gibt weiß ich nicht. Kommt ja auch immer auf den gesellschaftlichen Status der Gastgeber an. Ich habe ihr also den Umschlag der Einladung zurückgegeben, im Umschlag befanden sich 20 US$. An ihrem Gesichtsausdruck (nach der diskreten Kontrolle des Inhalts) konnte ich erkennen daß sie nicht zufrieden war.

Man kann eben nicht alles haben.

Jetzt ist es kurz nach 13 Uhr mittags. Vor einer Stunde bin ich aufgestanden. Jetzt habe ich wieder Langeweile. Ich überlege ob ich zum Strand fahre, die Zeit totschlagen.

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