28. Apr. 2008

pocoloco sihanoukville kambodscha sweatshirtDas Pocoloco in SihanoukvilleWas tut man an einem Sonntag abend? Wir und die Familie meines Bekannten sind von einer hier seit einigen Jahren lebenden Deutschen in einem Khmer Restaurant zum Essen eingeladen worden. Es gab unter anderem frittierte Garnelen - sehr lecker!

Später haben wir uns dann zum deutschen Hotel - Restaurant Bavarian (in der Nähe des freedom hotel) begeben und noch einige Getränke zu uns genommen. Ein dort ebenfalls anwesender Deutscher meinte, er wolle noch zum pocoloco fahren. Das hörte sich gut an! Ursprünglich hatte ich mir gedacht, später noch zum Victory Hill zu fahren, aber was solls? So haben wir uns ein tuktuk kommen lassen und sind die Ekareach street in Richtung golden lion traffic circle gefahren. Unser Ziel, das pocoloco in Sihanoukville war schnell erreicht und ist auch einfach zu finden - grob gesagt einfach schräg gegenüber vom nasa guesthouse, nicht zu verfehlen.

Das Pocoloco in Sihanoukville Kambodscha öffnet erst am frühen abend (schätze so 20 Uhr) und hat bis tief in die Nacht geöffnet. Die Lokalität wird von den beiden Deutschen Wolfgang und Gerry betrieben und es macht Spaß, dort auch für länger zu verweilen.

Im Pocoloco sind auch Feuerzeuge und sweatshirts erhältlich (siehe Foto von der Rückseite), da mußte ich natürlich direkt mal zugreifen.

Die Atmosphäre ist super, die girls sind zahlreich vertreten und ebenfalls sehr nett … Man vergißt die Zeit, und ehe man sich versieht, ist es kurz vor 3 Uhr nachts …

Ich bin mir sicher daß das pocoloco zu einer meiner Stammbars werden wird! Ein Besuch ist sehr zu empfehlen, sei es des Bieres oder der girls wegen ;)

 

27. Apr. 2008

Gestern waren meine Freundin und ich zu einer kambodschanischen Hochzeit eingeladen. Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber garantiert nicht mit einer Einladung zu einer Hochzeit!

Ich hatte eigentlich schon keine Lust mehr, überhaupt noch irgendwohin zu gehen an dem Tag. Auf dem Dach meines Hauses befindet sich ein Wassertank (Dusche, WC, Wasser). Wenn dieser Tank leer ist, muß ich im Garten ein Ventil aufdrehen und ein paar Stunden warten bis der Tank wieder vollgelaufen ist. Dieser Tank war nun leer - ich gehe in den Garten, drehe das Ventil auf. Es tut sich - NICHTS! Entweder es gab kein Wasser, oder es war nicht genug Druck vorhanden, um das Wasser herzupumpen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war ich stocksauer und konnte nichts tun - ausser abwarten. Ich wollte duschen, ich mußte aufs Klo … Ohne Wasser ist das alles etwas schwierig.

Die Hochzeit sollte - laut Einladung - um 16:30 Uhr beginnen. Hier nehmen es die Menschen mit der Pünktlichkeit meist nicht ganz so genau. Wir hätten uns also denken können, daß 16:30 garantiert nicht der Beginn ist. Jedenfalls hatte ich kurz vor 16 Uhr wieder Wasser, … Dann schnell angezogen und ab zum golden lion traffic circle (zu Fuß, sind ja nur ein paar Meter) zu dem Lokal. Ich hatte schon Sorge, mich zu verspäten. Mein Freund wartete vor dem Lokal auf uns. Wir waren die ersten Gäste und sind folglich erstmal woanders etwas trinken gegangen. Wir hätten es uns denken können - die ersten einheimischen Gäste trafen erst gegen 17:30 / 18 Uhr ein! Der Vorteil: Da wir die ersten Gäste waren, hatten wir auch als erste zu essen.

Ich schätze die Hochzeit war etwas wichtiges, oder es waren wichtige Persönlichkeiten anwesend. Jedenfalls war das Fernsehen anwesend … Gegen 19 Uhr haben wir die Feierlichkeiten verlassen, meine Freundin und ich sind ein paar Meter weiter zu einer der Bars gegangen, haben noch etwas getrunken und sind dann heimgefahren.

26. Apr. 2008

Freitag, 25. April, am späten nachmittag - was tun? Erstmal zum Strand. Die paar Meter laufen wir, ich brauche die Bewegung, sonst werde ich noch fetter … Ich schwitze hier so oder so viel, muß mich erstmal an das Wetter hier gewöhnen. Von daher ist es egal ob ich laufe oder nicht …

Am Ochheuteal / Serendipity beach angekommen setzen wir uns erstmal in einen Strandstuhl und bestellen was zu trinken. Es muß ja nicht immer angkor beer sein, nen leckeres kühles tigerbeer geht auch ;)

Danach setzen wir uns in die dolphin bar ein paar meter weiter und bestellen etwas zu essen. Dabei gibt es dann gezapftes angkor beer. Ich hatte irgendwas mit Reis (Reis gibt es hier zu jedem Gericht), meine Freundin hatte Barracuda oder soetwas in der Art. Auf jeden Fall war es lecker …

Es ist dunkel geworden, wir geniessen die Kühle (obwohl es wohl immer noch an die 30 Grad warm sein dürfte!) und überlegen, was wir am abend machen. Es sollte nicht zu lange dauern, da wir am Samstag zu einer kambodschanischen Hochzeit eingeladen worden sind (eine Lehrerin des Sohnes von Bekannten heiratet oder so ähnlich). Nun ja, während wir noch nachdenken, klingelt mein Telefon - mein Freund ist dran und fragt, ob wir nicht Lust hätten ins “the bavarian - german bar and guesthouse sihanoukville” (in der Nähe des freedom hotel, downtown) zu kommen.

Am Strand stehen nen paar tuktuks (die sind einfach bequemer als ein mopedtaxi) und ab ging die Fahrt zum Bavarian. Ich habe 4 $ bezahlt - es ist immer noch mindestens 1 $ zu viel, aber ich nähere mich so langsam den “normalen” Preisen. Tuktuks sind sowie so etwas teurer als nen Mopedtaxi (hier wäre 1 $ für die Fahrt schon zuviel gewesen!). Ich bin zwar nicht geizig, aber ich habe auch keine Lust, mich hier abzocken zu lassen! Ich muß auch für mein Geld hart arbeiten, …

Das Bavarian in Sihanoukville ist ein guesthouse mit bar und warmer Küche. Betrieben wird das Lokal von einem Deutschen namens Leo. Ich denke ich werde dort öfter mal essen gehen, trinken so wie so - das Essen ist sehr lecker! Vor allem, wenn man mal ein Wiener Schnitzel mit Rahmsoße oder Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat mag, ist man bei Leo goldrichtig!

Um den angebrochenen abend ausklingen zu lassen, begeben wir uns danach wieder mal zur ocean bar. Heute tragen die girls alle Schulmädchenuniformen ;) Ist wohl der letzte Schrei hier … Mein Freund ist nicht lange geblieben, er war müde und wollte nach Hause. So sitze ich hier mit meiner Freundin in dieser sehr netten Bar und trinke Bier. Meine Freundin geht tanzen, sie betreibt das Bauchtanzen als Hobby. Die girls waren alle hin und weg und wollten alle wissen, wie das geht. Eines der mädels zieht ihren Schlips ab und ich soll ihn mir umhängen. Nun ja, was solls. So trage ich dann für ca. eine Stunde nen Schlips einer japanischen Schulmädchenuniform, hat ja auch was … :)

Es sind leider keine anderen Gäste anwesend, und meine Freundin trinkt nicht so viel Bier. Nun ja, zwischendurch trinke ich auch immer Kaffee und Wasser. Jedenfalls war es langweilig, allein zu trinken. Habe ich mir halt zwei Mädels gesucht und mit denen getrunken, der Barkeeper sollte auch nicht leer ausgehen. Zu viert trinkt es sich halt besser - ich habe leider nicht daran gedacht, daß Asiaten in der Regel weniger Alkohol vertragen als zum Beispiel Europäer. Ich bestelle also für mich noch ein gezapftes Bier, der Barkeeper hält das Glas unter den Zapfhahn und lässt laufen. Soweit, so gut - auf einmal höre ich es plätschern …

Da starrt er das Glas an, den Zapfhahn immernoch voll aufgedreht obwohl das Glas schon voll ist und überläuft … Nun ja, irgendwann hatte er es dann doch gemerkt … Die beiden Mädels sassen auf dem Barhocker und waren - den Kopf auf dem Tresen - am schlafen. Ich wußte: Es ist Zeit nach Hause zu fahren …

24. Apr. 2008

Heute gibt es nicht viel zu sagen. Mir geht es so richtig beschissen. Der Techniker vom Internetprovider wollte gegen nachmittag kommen. Jetzt rufen sie an und sagen daß sie eher kommen. Toll …

Was solls? Es hat alles funktioniert, die Leitung steht (wifi). Die Verbindung ist hier lahmarschig ohne Ende (ich glaube ich habe hier ne Bandbreite von 256 kbps oder so) und kostet ca. 98 $ pro Monat! Bezahlt habe ich jetzt für die Einrichtung, Technik zuzüglich der Zahlung für den ersten Monat ca. 320 $ …

Nun ja, den Rest des Tages ging es dann ans emails checken, in Foren herumstöbern und ausnüchtern …

Da ich nicht einkaufen war, hatten wir abends kein Trinkwasser mehr (das Leitungswasser hier sollte man nicht trinken) - Was kein Problem war, denn hier in der Straße gibt es ja die Möglichkeit, unter anderem Trinkwasser einzukaufen. Die Haupsache: Ich bin wieder online!

24. Apr. 2008

Tag 3 in Sihanoukville cambodia! Es ist der 23. April. Ich war mit einem tuktuk Fahrer eine simkarte fürs Handy kaufen. Gegen 14 Uhr will mein Vermieter kommen. Da mein hier lebender Bekannter das Haus für mich angemietet hatte, läuft derzeit noch alles auf seinem Namen.

Der Vermieter spricht leider kein Wort english, deshalb kommt eine Person mit, die für ihn übersetzt. Die Sache geht relativ fix über die Bühne. Wir setzen einen neuen Vertrag auf (auf khmer, aber ich erhalte eine englishe Übersetzung). Ich muß eine Kopie meines Reisepasses abgeben, irgendwie muß der Vertrag beim “chief of village” oder so authorisiert werden. Ich weiß es nicht, ist mir auch egal, hauptsache es läuft alles wie gewünscht … Der alte Vertrag auf den Namen meines Freundes läuft noch bis Mitte Mai. Bis dahin habe ich auch die Miete schon bezahlt. Jetzt soll ich auf einmal die Miete von Mai bis Juni im voraus zahlen. Nun ja, mir auch egal, dann isses eben bis Juni bezahlt … Nur, warum sagt man mir das nicht vorher? Das hätte er mir doch auch am Montag schon sagen können? Bin ich Krösus und habe immer nen paar 100 $ in der Tasche oder was? Nun denn, ich hatte den Betrag noch parat (hätte ich 30 $ mehr zahlen müssen, hätte ich erst zur Bank gemußt) und alle waren glücklich. Egal was kommt, immer die Ruhe bewahren und freundlich lächeln … Läuft schon, irgendwie.

Hier im Garten liegt etwas Bauschutt herum - ich frage den Vermieter, ob er jemanden schicken kann der den Müll abholt. Weiter frage ich, wie das hier mit der Müllabfuhr geregelt ist.

Ok, am Montag soll jemand kommen der den Garten säubert (dann soll ich auch meine Kopie des Mietvertrages erhalten). Den Müll soll ich im Müllsack an die Straße stellen, die Müllabfuhr kommt zweimal die Woche. Ich glaube es nicht, denn ein Müllauto oder dergleichen habe ich hier noch nicht gesehen. Warten wir einfach mal ab ;)

Danach bin ich dann erstmal zum örtlichen Internetanbieter hier gefahren und habe eine Kopie meines Passes abgegeben. Schließlich soll mir am nächsten Tag die Leitung gelegt werden …

Es ist kurz nach 15 uhr, meine Freundin und ich gehen in Richtung golden lion traffic circle. Es ist sehr warm draussen, wie immer. Also auf dem Weg erstmal in dem kleinen Ladenlokal (Verschlag mit Straßenverkauf wäre zutreffender) erstmal nen Bier gekauft. Danach zum Geldautomaten und ein paar Dollars ziehen. Das funktioniert hier (bis jetzt) einwandfrei - entweder mit der Visacard oder halt mit der epassporte Karte.

Am traffic circle sind wir in ein Khmer Restaurant gegangen und haben erstmal ein wenig gegessen. Mein Bekannter kam auch etwas später hinzu. Danach sind wir zum ochheuteal beach gegangen. Wir haben ein paar Biere im “nap house” geschlürft und die Atmosphäre genossen. Irgendwie ist das hier alles wie Urlaub, kaum vorzustellen daß man jetzt hier dauerhaft lebt :)

Mein Freund schlägt vor, noch in der Ocean Bar einzukehren. Ron, ein Amerikaner und meines Wissens nach Betreiber des Ocean Hotels / Clubs, hat den Laden wohl etwas umbauen lassen und mein Bekannter war neugierig, wie es dort wohl aussehen möge. Also haben wir uns ein tuktuk genommen und ab ging es in Richtung oceans bar (nicht zu verfehlen - einfach vom Strand aus die Ekareach street hoch und irgendwann links abbiegen, es hängt ein riesiges Werbeplakat über der Straße).

In der Bar war nicht viel Betrieb. Es waren noch zwei Gäste anwesend - und wir. Es waren auch ca. 12 Barmädels da, soweit ich weiß kann man die auch mit aufs Zimmer nehmen. Einige waren ja ganz hübsch, nun ja, ich hatte ja meine Freundin dabei … ;)

Viel kann ich jetzt nicht mehr sagen, es war jedenfalls ein sehr netter (und alkoholreicher) abend, bzw. nacht. Der Barkeeper ist nen netter Kerl, er trinkt auch gerne mal einen mit. Nach der Verabschiedung (bye Mister Marc, lol) also mal wieder ab ins tuktuk (der Fahrer hat vor der Bar gewartet - vor allem nachts ist das besser, sonst hat man evtl. Pech und kommt nicht mehr nach Hause!) und direkt nach Hause (es war spät, nach 2 Uhr nachts …).

24. Apr. 2008

Die erste Nacht haben wir hier gut überstanden. Dienstag, 22.04., ich stehe irgendwann am späten Vormittag auf. Eigentlich habe ich hier schon wieder meinen “normalen” Schlafrhytmus drauf - irgendwann tief in der Nacht zu Bett gehen und am späten Vormittag aufstehen …

Wir sitzen auf meiner Terrasse und trinken Kaffee, meine Freundin putzt das Haus und danach erkunden wir die nähere Umgebung. Ein paar Meter neben unserem Haus befinden sich eine Wäscherei (für 1 kg Wäsche zahlt man 3000 Riehl, also ca. 75 dollarcents) sowie zwei kleine Ladenlokale, in denen man z.b. Bierdosen und Trinkwasserflaschen käuflich erwerben kann (für 8 Dosen Angkor und ca. 6 liter Wasser habe ich hier 30000 Riehl bezahlt, also ca. 7,50 $).

Von unserem Haus sind es nur ca. 5 Minuten Fußweg bis zum golden lion traffic circle. Wir gehen ein paar Meter weiter und setzen uns in die Bar “beach road” und trinken ein paar Kaltgetränke (Angkor draft, wat sonst ;)). Die Bar ist so gut wie leer, ich unterhalte mich mit einem Amerikaner und merke schnell, daß mein English nicht nur holprig, sondern einfach nur miserabel ist. Das war auch mal besser, vor Jahren. Aber was solls? Mit der Zeit kommt das schon wieder … :)

Am frühen abend sind wir mit unserem Bekannten hier verabredet. Wir wollen hoch zum Victory Hill, was essen und trinken. Also nehmen wir uns eines der tuktuk Taxis (diese Motorräder mit überdachtem Anhänger) und fahren zum Haus meines Freundes. Ich sage dem Fahrer, er solle ca. 20 Minuten vor dem Haus warten, damit wir mit ihm zum Vicory hill fahren können. Nun ja, aus den 20 Minuten wurden dann 50 Minuten (wir haben ihm zwischendurch kurz bescheid gegeben daß es noch dauern würde) …

Die Fahrt hat mich 7 $ gekostet. Für mich, der ich westliche Verhältnisse gewohnt bin, ist das auch wenig. Mittlerweile weiß ich, daß ca. 3-4 $ angemessen gewesen wären. Nun ja, ich habe es überlebt …

Auf dem Victory Hill sind wir ins “La Trattoria” eingekehrt, einer kleinen Pizzeria. Die Pizza hat wirklich gut geschmeckt! Danach waren wir noch in einer Bar (ich meine es war “The Look” oder so ähnlich). Mein Freund ist nach Hause gefahren, wir sitzen noch in der bar und lassen den abend ausklingen. Meine Freundin hat sich zwischendurch noch von einem der Bargirls den Rücken massieren lassen … Nun ja, warum ich eigentlich nicht? Was solls. Der Tuktukfahrer hat die ganze Zeit über auf uns gewartet - gegen 23:30 Uhr fährt er uns wieder nach Hause und sagt, wenn ich ein tuktuk brauchen würde, solle ich ihn anrufen.

Nun ja - ich habe ihm dann erklärt, daß ich erst seit einem Tag in cambodia sei und noch kein Handy hätte (westliche simkarten funktionieren hier anscheinend nicht, kein Roaming oder was auch immer). Dazu ist zu sagen, daß man als Ausländer hier offiziell keine Handys kaufen kann. Es muß also immer ein Einheimischer mitkommen und seine id-card vorlegen.

Jedenfalls bot der Fahrer mir an, am nächsten Tag mit mir eine simkarte kaufen zu gehen. Feine Sache! Ich war natürlich sofort einverstanden und wir einigten uns darauf, daß er mich 12 Uhr mittags am nächsten Tag zuhause abholen solle, was er dann auch tat.

Pünktlich um 12 Uhr mittags am darauffolgenden Tag stand er vor meinem Grundstück “hello marc, how are you?”. Ich wette 100 $, daß er mir nicht aus Nächstenliebe helfen wollte, eher wohl deshalb, weil er hofft, ich würde öfter mit ihm fahren … Mit dieser Einschätzung liegt er ja auch goldrichtig - Wenn ich hier nachts unterwegs bin, möchte ich ja auch irgendwie nach Hause kommen …

Die Simkarte hat mich knapp 30 $ gekostet, als Dank für seine Mühe habe ich dem Fahrer neben dem Fahrpreis (6 $, mal wieder zu viel, ich handele ihn aber schon noch runter …) 20 $ gegeben. Es war mein dritter Tag in Sihanoukville, ich wußte es nicht besser. Wie auch immer - am Ende waren alle glücklich (ich habe meine simkarte, der Fahrer hat sehr gut verdient) …

24. Apr. 2008

Der erste abend in Sihanoukville (Montag, 21.04.). Das Haus ist bezogen. Wenn ich alles richtig verstanden habe, kommen irgendwann die Rechnungen für Strom und Wasser. Den Betrag muß ich wohl direkt zahlen, oder dem Vermieter übergeben. Ich weiß es nicht genau, wird sich schon regeln …

Meine Freundin hat sich etwas frisch gemacht während mein Bekannter mich auf seinem Motorrad etwas herumfährt und mir die Gegend hier zeigt.

Mein Freund hat uns heute abend zum essen eingeladen. Wir fahren mit dem Mopedtaxi zum “Lion 2″, welches direkt am golden lion traffic circle liegt. Es ist immernoch sehr heiß, man sagt mir, in ein paar Monaten hört das schwitzen auf, bzw. es wird weniger. Ich bin mal gespannt …

Ich trinke ein paar Biere (Angkor), das Bier schmeckt eigentlich nicht schlecht. Wir essen Reis, frische Garnelen und Fleisch. Wie das genau heißt weiß ich nicht. Auf jeden Fall waren wir alle am Ende satt und daß Essen war frisch. Sehr lecker, und der Spaß hat ca. 15 $ gekostet (für uns alle zusammen). Ich denke, daß teuerste war das Bier (1 oder 2 $ pro 0,5 liter Flasche) …

So gegen 21 uhr sind wir dann zum nahegelegenen Ochheuteal Beach gelaufen. Viel war nicht zu sehen, es war ja schon dunkel. So haben wir an einer Strandbar (ich meine sie heißt “Nap House”) noch ein paar Getränke zu uns genommen und sind dann mit dem Mopedtaxi wieder nach Hause gefahren. Mopedtaxi zu Touristenpreisen versteht sich - also für die Fahrt wollten sie 1 $ haben …

Nun ja, der erste Tag war zuende und der zweite konnte beginnen ;)

24. Apr. 2008

Seit Montag bin ich nun also hier in Sihanoukville, Kambodscha. Die Entscheidung, nach Kambodscha auszuwandern habe ich vor ca. einem Jahr gefällt. Es war einer dieser abende, an denen ich gelangweilt vor dem Computer saß und mich mit einem guten Freund im chat unterhielt. Er lebte damals noch mit seiner Familie in Thailand und sprach davon, nach Kambodscha auswandern zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt liebäugelte ich noch mit der Domrep (Dominikanische Republik), allerdings war mir die Kriminalitätsrate dort zu hoch. Ich fragte meinen Freund jedenfalls, ob er das ernst meinen würde - woraufhin er - im Scherz wie er später versicherte - antwortete, ich solle einfach mitkommen und es mir ansehen. Zwei Minuten später stand für mich fest: Ich werde nach Kambodscha reisen! Lediglich der Zeitpunkt meiner Abreise war noch unklar.

Von da ab habe ich mir Bücher über das Land besorgt, im Internet gelesen und mich intensiv über Land und Leute informiert (an dieser Stelle möchte ich dem Betreiber des Kambodscha Info Forum danken, denn dieses Forum hat mir sehr geholfen!). Zu den von mir regelmäßig besuchten websites zählte natürlich auch die Seite von Angkor real estate, schließlich mußte ich ja auch irgendwo wohnen. Daß ich den Makler dann am Ende doch nicht in Anspruch nehmen mußte, verdanke ich besagtem Freund, der nach Kambodscha ausgewandert ist, denn zufällig hat er hier ein passendes Haus für mich entdeckt.

Zu den Reisevorbereitungen gehörten neben den üblichen Formalitäten (Abmeldung, Versicherungskram usw) natürlich auch diverse Impfungen (unter anderem gegen Japanische Encephalitis, Cholera, Tollwut, Hepatits A und B, Typhus) sowie die Beantragung eines internationalen Führerscheins (es soll wohl auch ohne gehen, ..). Da ich keine Lust hatte, in Phnom Penh auf die Ausstellung meines Visums zu warten, habe ich mir vorher ein business Visum bei der kambodschanischen Botschaft zu Berlin ausstellen lassen. Der Spaß war zwar etwas teurer (40 Euro), aber so hatte ich mein Visum bei der Ankunft schon in der Tasche und keinen Streß mit irgendwelchen Formalitäten.

Und am Montag war es dann soweit: Meine Freundin (sie wird hier ca. 3 Wochen Urlaub machen) und Ich waren in Phnom Penh gelandet! Probleme mit dem Jetlag hatte ich eigentlich keine gehabt. Ich habe da so meinen eigenen Trick - zwei Tage vor dem Abflug die Nacht durchmachen (leicht wenn man einfach irgendwo ausgedehnt einen Trinken geht), bis abends schlafen, die letzte Nacht wieder durchmachen und dann im Flugzeug sofort einschlafen … So kommt man dann ausgeschlafen und erholt am Zielort an ;)

In Phnom Penh habe ich mich dann erstmal in ein Cafe direkt am airport gesetzt und ausgiebig Kaffee und Wasser zu mir genommen, bevor ich mich um ein Taxi nach Sihanoukville gekümmert habe. Ich hatte keine Lust, auf den Bus zu warten, sondern war neugierig auf mein neues Heim …

Zum Glück hat mich mein Freund vorher über die üblichen Taxipreise aufgeklärt! Er beschwor mich, auf keinen Fall mehr als 50 $ zu zahlen. Die ersten Fahrer wollten alle 120 $ für die Fahrt haben, nun ja, irgendwann habe ich einen gefunden, der es für 80 $ gemacht hatte. Also, Ziel nennen (mit meinem Freund hier habe ich ausgemacht, daß wir uns an einem Hotel treffen), Koffer einladen, einsteigen, 200 Meter bis zur hauptstraße gefahren, hält der Fahrer den Wagen an. Worauf warten wir? Aha, er möchte mich zu einem Hotel fahren … “Nein, ich benötige kein Hotel, ich habe ein Haus” - “Sie wollen doch zu einem Hotel” - “Nein, ich treffe mich da nur mit meinem Freund und dann fahren wir zu meinem Haus” … Ok, nach 10 Anläufen hatte es der Fahrer verstanden (oder erst dann verstehen wollen, wer weiß das hier schon so genau).

Weitergefahren ist er aber trotzdem nicht. Wir müssten auf seinen Freund warten. Der wäre auch Taxifahrer und wohne in Sihanoukville. Er würde mich mitnehmen für die 80 $. Also gut, ich den Fahrer nett angelächelt und gewartet … Am liebsten hätte ich ihn angeschrien und gefragt, ob er mich “verarschen” wolle. Das sollte man in Asien aber nicht tun. Wer schreit, hat sein Gesicht verloren und wartet noch länger …

Irgendwann kam dann der andere Fahrer und die Fahrt in Richtung neue Heimat ging los. Ein richtiger “Kulturschock” ist mir erspart geblieben. Als wir durch die Dörfer gefahren sind, konnte ich mir den Eindruck nicht verkneifen, daß hier teilweise große Ähnlichkeit zum Kosovo vor ca. 9 Jahren bestehen …

Nach ungefähr vierstündiger Fahrtzeit (inclusive einer Pause nach der Hälfte des Weges in einem Cafe) sind wir wohlbehalten in Sihanoukville eingetroffen. Mein Freund erwartete mich schon vor besagtem Hotel - von dort ist er zu meinem Haus gefahren, wir sind im Taxi gefolgt.

Der Rest verlief reibungslos. Einige Minuten nach unserer Ankunft kam mein Vermieter hinzu (er spricht kein Wort english, hat also immer einen Dolmetscher dabei), ich habe mein Haus bezogen (4 Zimmer, Küche - ca. 120 quadratmeter Wohnfläche für ca. 300 $ im Monat) und das Leben konnte beginnen …

 


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