6. Apr. 2009
Es will einfach kein Ende nehmen, weiß der Geier warum. Gestern abend (04.04.) gehe ich ersteinmal einkaufen. Das übliche halt, Thunfischkonserven in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, Fertigsuppen, Hundefutter in massen und was man sonst noch so benötigt.
Bekanntlich koche ich zu Hause nicht selber, ich habe nichtmals eine Kochgelegenheit (von einem Warmwasserkocher mal abgesehen). Warum sollte ich selber Kochen wenn ich - den zeitlichen Aufwand mit berechnet - für das gleiche Geld auch essen gehen kann, zumal hier auch so gut wie jedes Restaurant (zumindest die von mir präferierten) nach Hause liefert.
Und für den kleinen Hunger zwischendurch greife ich eben auf die Thunfischkonserven und die Fertigsuppen zurück. Das Hundefutter benötige ich, da meine beiden Hunde (”Hund” und “Minitier”) offenbar chronischen Dauerhunger haben.
Danach ging es dann erst einmal zu den lone brothers in die Bar, wie meist. Wenn ich so darüber nachdenke, starte ich meine abende so gut wie immer in dieser Bar. Irgendwann überkam einigen Gästen, mich eingeschlossen, der kleine Hunger, sodaß wir uns einige Hotdogs für 2 USD das Stück kommen liessen. Gegen halb 2 in der Nacht wollte ich dann noch im Tropicana vorbeischauen.
Da mein Tuktukfahrer probleme mit seinem tuktuk-Anhänger hatte, sind wir erst einmal bei ihm zu Hause vorbeigefahren um das tuktuk abzustellen um dann mit seinem anderen motobike weiterzufahren.
Für alle, die sich nichts unter einem “tuktuk” (oder “moto ramauk”) vorstellen können - HIER habe ich ein Bild von einem tuk-tuk gefunden. Das tuktuk “meines” Fahrers sieht ähnlich aus, aber besser (schwarz, grüne Sitze, usw., ich muß mal Fotos davon machen).
Eigentlich fahre ich ja lieber tuktuk, da man hier wie in einem offenen Taxi sitzt. Ein motodup hingegen ist nichts anderes als ein normales kleines motorrad, auf dem man als Beifahrer hinten mit draufsitzt. Natürlich ohne Helm. Helmpflicht besteht in Kambodscha neuerdings zwar - allerdings nur für die Fahrer.
Völlig ungeschützt auf einem Motorrad mitzufahren ist das eine, das andere ist der Alkoholpegel - wer morgens um 9 auf so einem Teil mitfährt und dabei - wenn er Pech hat - auch noch mit der Müdigkeit zu kämpfen hat, spielt unter Umständen mit seiner Gesundheit.
So sind wir dann in die Tropicana Bar gefahren, wo ich noch einige Bekannte traf und wir das eine oder andere Getränk konsumierten.
Später so gegen halb 4 (oder war es kurz vor 4?) wollte ich dann mit meinem Fahrer zum Strand runter fahren. Nicht ohne zuvor einen kleinen Schwenker in die Karaoke 333 Street zu machen und bei der lonebrothers bar vorbeizuschauen (aus gegebenem Anlass - man kann ja mal kurz schauen ob der security wieder am schlafen ist, bzw. ob er überhaupt anwesend ist). Da war alles im Lot, also weiter die Straße hinunter in Richtung golden lions und zum Strand.
Plötzlich hält mein Fahrer vor einer der “Karaokebuden” und fragt, ob ich mit hineinkommen wolle. Karaokeschuppen sind eher etwas für die Kambodschaner, meist sind in diesen Lokalen (je nachdem, wo man hingeht) Ausländer (Barangs) auch eher unerwünscht. So saßen wir dann und liessen uns von der ganz ansehnlichen Bedienung ein paar Bierdosen auf den Tisch stellen, tranken einige davon und lauschten dem Karokegesang diverser EInheimischer (Gesang ist gut, … lol).
Etwas später betrat dann eine mir bekannte Dame den Laden und staunte nicht schlecht, als sie uns beiden da sitzen sah. Vielleicht war es ihr schlechtes Gewissen (insider …), aber sie gab mir und meinem Fahrer dann auch noch ein Biergetränk aus. Leider vertragen die meisten Asiaten nicht so viel Bier. Nach ca. 3 oder 4 Dosen Bier fragte mich mein Fahrer jedenfalls, ob wir nicht zum Strand fahren wollten. Das girl wollte auch noch mit, also sind wir dann mal losgedüst.
Am Strand (Dolphin Shack) das übliche, Terrorgirl die 2. war auch da, zum Glück gab es keinen Streß. Etwas später dann rüber gelaufen zum Jacks Shack, der Musik gelauscht und den Sonnenaufgang am Meer betrachtet und etwas getrunken. Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam, aber der Besitzer meinte irgendwas von wegen ob ich den Laden kaufen wolle für 20.000 USD. Spontan sage ich ja, kein Ding, machen wir. Leider hat er sein Angebot wohl nicht ernst gemeint. Hätte mich auch gewundert …
Gegen 8 Uhr wollte der Elektriker kommen denn es gibt mal wieder Probleme mit den Lampen auf meiner Gartenmauer (wenn es regnet dringt teilweise wohl Wasser ein und verursacht einen Kurzschluß). Also wollte ich dann so gegen 6:30 Uhr in Richtung Heim aufbrechen. Das girl wollte auch mit. Na ja, warum auch nicht.
Ich wies sie darauf hin, daß es kein Geld geben würde. Ausserdem hatte sie mir das letzte mal (vor einigen Wochen) versprochen, mein Haus zu wischen, was sie (natürlich) nicht eingelöst hatte. Wie auch immer - wir fahren also nach Hause, sitzen noch im Gartenpavillon, quatschen dummes Zeug, trinken noch etwas und wollen eigentlich auf den Elektriker warten. Eine (fast) perfekte Idylle, lol.
Bis, ja, bis sie dann ins Haus ging, zurückkam und meinte, das Wasser geht nicht. Wie, das Wasser geht nicht? Mein Wassertank im Garten füllt sich automatisch auf wenn er leer ist, folglich müsste er immer vol sein. Aha, kurz gesucht, Problem gefunden - irgendwer (ich war es nicht, meine Hunde auch nicht, bleibt also nur einer der beiden Securityguards) hatte einen Wasserhahn im Garten zugedreht. Zusammen mit den Ereignissen der letzten Zeit (man könnte es auch Abenteuer nennen) im Zusammenhang mit meinen Guards war ich dann doch sehr ungehalten.
Also erstmal nen Kontrollgang durch den Garten machen. Was hängt da hinten? Eine nasse Jeans und ein nasses Hemd, hat wohl jemand zum Trocknen aufgehangen. Ich frage die beiden guards - wem gehört der Prüttel hier? Natürlich gehörte es keinem. Aha, meins war es auch nicht. Draussen hörte ich die Müllabfuhr. Also schnell rein ins Haus, meinen fast vollen Müllsack geholt, in den Garten gegangen, die Hose und das Hemd dazugepackt, Sack zugemacht und ab in den Müllwagen damit.
Was soll ich mit verirrten Hosen in meinem Garten, die dann auch noch offenbar herrenlos sind, lol … Man. Und wenn man schon dabei ist kann man ja auch gleich die beiden Firmen anrufen damit sie mal klären, wer da mit Vorliebe Wasserteufel spielte und an meinem Wasserhahn herumgespielt hat.
Die Klärung blieb erfolglos, na ja, war auch nicht anders zu erwarten …
Mein Bekannter, einer der Manager einer der beiden Firmen, Mr. Kong von der eagle patrol security, tat mir gar ein wenig leid. Schließlich war es sein Geburtstag. Na ja, die Lage beruhigte sich später wieder, mein Vermieter und der Elektriker waren zwischenzeitlich auch eingetroffen und so saßen das Mädel, der Vermieter, Mr. Kong und ich in meinem Pavillon. Da das Mädel (und auch ich) hungrig waren und es mittlerweile nach 8 Uhr morgens war, ist sie dann schnell mit einem mototaxi zum Bavarian in der Nähe gefahren.
Ich hatte ihr eigentlich erklärt, was ich wollte (german cutlet + french fries, der Einfachheit halber und weil ich nicht wußte, was Rahmsoße auf english heißt, dank dict.cc weiß ich es nun - “cream sauce” …), hat sie wohl nicht so ganz verstanden. So rief mich Eric vom Bavarian an und fragte, was ich haben wollte. Schnitzel Wiener Art mit Spaghetti und Rahmsoße.
Nun ja, das Essen kam, wir waren müde, tranken noch Kaffee und wollten dann endlich zu Bett gehen. Der Schwimmer im Wassertank machte auch Probleme (das Teil lief über), der Vermieter sicherte zu, es reparieren zu lassen. Wunderbar. Also ab ins Bett.
Etwas später geht mein Handy, der Vermieter (ich glaube er hat nicht so ganz verstanden daß ich zu Bett gehen wollte, evtl. dachte er, ich wäre morgens früh aufgestanden. Evtl. auch deshalb der ungläubige Blick, als ich mit dem Bier im Pavillon saß). Irgendetwas war wohl noch. Ok, ich sage dem Mädel, sie soll sich wieder anziehen und fragen, um was es geht (ich konnte nicht aufstehen, jedenfalls nicht nach draussen gehen, lol, wäre nicht so passend gewesen. Die hätten mich ja alle für schwul gehalten *hust*).
Ich hoffe jedenfalls, daß sich die Probleme und der Streß mit den Securities und allem anderen in Zukunft etwas in Grenzen halten …
Für heute abend war eigentlich eine kleine Feier für Mr. Kong geplant. Na ja, keine Feier, aber halt ein kleiner Umtrunk. Leider ist ihm etwas dazwischengekommen, aber wir werden das nachholen. Das es heute nicht geklappt hat, na ja, was solls.
Ich bin nicht traurig darüber, da ich heute auch nicht wirklich die sprichwörtliche Sauflust verspürt habe. Vielleicht morgen 