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Asian Dating
30. Mai. 2009

Gestern war ich mal wieder in einer Apotheke um diverse Kleinigkeiten einzukaufen, das übliche halt, Mittelchen gegen Sodbrennen, Durchfall, Asprin und einige andere Dinge. Man lernt ja nie aus, bis gestern war mir nicht bekannt daß in Apotheken auch gesoffen wird.

Aber von Anfang an - Ich kannte die Apotheke noch nicht, sie lag auf dem Weg zu einem Geschäft in welchem ich einkaufen wollte. Wunderbar, tuktuk hält an, ich steige aus und betrete den Verkaufsraum. Am liebsten hätte ich mich gleich wieder umgedreht und die Pharmacy verlassen, der Laden war mir ehrlich gesagt etwas suspekt. Ob es an der Uhrzeit lag? Schließlich war es gegen 9 Uhr abends - Jedenfalls standen diverse leere Bierdosen und anderen Getränkeflaschen auf dem Boden.

Nun ja, was solls. Immodium hatten sie jedenfalls, gut, eine Packung bitte. Dann habe ich gefragt ob sie etwas gegen Sodbrenne hätten (Nexium oder z.b. Esomepracole). Hatten sie nicht. Dafür etwas anderes - Mir wurde eine Packung gezeigt, der Aufschrift nach waren es Tabletten gegen Herzrasen und Angstzustände oder so. Ich frage ungläubig ob das gegen Sodbrennen helfen würde. Antwort “Yes its same same nexium”, ja klar, lol.

Dann wollte ich eine Sorte Antibiotika haben. Hatten sie, allerdings nur 4 Pillen. Ich frage ob sie mehr hätte, ich bräuchte 12. Nach geschätzten fünf Minuten eher planlosen herumwühlens zeigt mir das Mädel eine Tüte mit gelben Pillen. Ich frage was das für Pillen seien …

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich dann freundlich bedankt und gesagt, daß ich nur die Packung Immodium kaufen würde. Wofür die Dame einen Taschenrechner benötigt hat, um mir den Preis für die Packung zu nennen, weiß ich nicht. Jedenfalls wollte sie 12,50 USD (!) für die Packung haben.

Ich sage, daß sei bei weitem zu viel. Da antwortet sie todernst (kein Lächeln im Gesicht wie es sonst eigentlich üblich ist), daß ich Farang sei und deshalb mehr zahlen müsse. Da sage ich, ja, schon klar daß Barang mehr zahlen muß (sie sagte aber Farang, was in Thailand gebräuchlich ist, in Kambodscha heissen westliche Ausländer eigentlich “Barang“), aber 12,50 USD wären Abzocke (”rip-off”) und daß ich das nicht zahlen wolle.

Sie sagt nochmals daß ich als Barang das zahlen müsste. Nun ja, ich habe dann gesagt “Ok, thank you, have a nice evening, bye”, mich umgedreht und den Laden verlassen. Die wollen offenbar nichts verkaufen - Verarschen kann ich mich jedenfalls alleine. Danach war ich in einer anderen Apotheke, dort wurde ich wenigstens freundlich bedient und nicht abgezockt.

Der Ton macht die Musik, daß ich als Ausländer meistens mehr zahle ist mir schon bewußt. Ich habe damit auch solange kein Problem wie sich das ganze im Rahmen hält.

Ach ja, zum Thema “Ausländer zahlen mehr” findet sich auch ein interessanter Artikel auf dem blog von thailandblick.

30. Mai. 2009

Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon vor Stunden geschrieben haben. Doch es hatte nicht sollen sein, mein Kopf steht immer noch kurz vor der Explosion (Nachwirkungen der letzten Nacht, obwohl es ja auch schon wieder kurz nach 1 Uhr nachts ist), aber was solls.

Das wichtigste zuerst: Ann`s Pub in Sihanouk Ville hat wieder geöffnet. Anfang des Jahres wurde aus dem “Darby o`Gills” bekanntlich das “Ann`s Pub” (ich habe hier darüber berichtet). Es gab leckere thailändische Gerichte, Bier und was man sonst noch so benötigt.

Leider hat Ann dann wohl die Lust verlassen und sie zog es vor, sich aus dem Staub zu machen. Keine Köchin, kein food, kein Pub - Schicht im Schacht, Pub closed. Bis vorgestern - denn seitdem erstrahlt der Pub in neuem Glanze. Geöffnet wird zwar nicht mehr morgens, bzw. mittags, sondern erst abends, was der Sache allerdings keinen Abbruch tut.

Denn “Ann`s Pub” ist nun eine Bar mit allem, was eine Bar so braucht um eine gute Bar zu sein. Mir persönlich gefällt der Laden jetzt doppelt so gut wie vorher. Nun ja, das mag daran liegen daß ich eher der Bargänger als der Spezialist in kulinarischen Fragen bin …

Ein Besuch lohnt sich allemal, es gibt leckere Getränke zu moderaten Preisen, nen Billardtisch und nette Bedienungen.

Es ist sogar eine gogo-Tänzerin vor Ort. Sie tanzt unermüdlich, wenn es sein muß stundenlang. Das Mädel sieht auch garnicht mal so schlecht aus. Nur schade, daß sie nicht real ist - ich spreche hier nämlich von einer Visualisierung für den mp3-Player “winamp” (Plugin Name: “visualize her“, download hier) …

Geöffnet wird der Pub um 6 Uhr abends, Ende offen (letzte Nacht war bis ca. 4 Uhr morgens geöffnet). Wer nicht weiß wie er den Pub finden soll - er liegt in downtown an der Hauptstraße gegenüber der ANZ-Royal Bank.

30. Mai. 2009

Obwohl dieser weblog vorwiegend über das Leben in Kambodscha berichtet, lohnt es sich doch auch mal über den Tellerrand zu schauen und Seiten zu besuchen, die über andere asiatische Länder schreiben.

So bin ich letztens über Ulis asian flair-Blog gestolpert und bin auf die Möglichkeit, asiatische Lebensmittel in Deutschland zu bestellen, gestoßen. Nun ja, ehrlich gesagt habe ich mich nie mit der Thematik auseinandergesetzt, aber jetzt wo ich zufällig darauf gekommen bin, möchte ich es meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten.

Wer z.b. Thaibeer oder asiatische Nudelsuppen, Gewürze und andere Leckereien im Internet bestellen möchte, ist beim asiabrand-onlineshop aus Gelsenkirchen gut aufgehoben.

Sehr interessant ist auch das Rezept für selbstgemachtes Kokoseis, welches Uli auf seinem Blog parat hält. Ich gebe das Rezept mal in Kurzform wieder:

Zutaten für 4 Personen: Um Eis für vier Personen selbst zu machen benötigt man 250 g Zucker, 250 g Schlagsahne, 400ml ungesüsste Kokosmilch, 4 EL Zitronensaft und 2 EL Kokosraspeln.

Man koche 1/4 Liter Wasser und den Zucker ca. 5-10 Minuten dicklich ein und lasse es abkühlen.
Sodann die Kokosmilch und den Zitronensaft einrühren, die Sahne steif schlagen und unterheben.
Danach alles gefrieren lassen und servieren.

:)

23. Mai. 2009

So, wie angekündigt findet Ihr hier einige neue Bilder von Hund (hier noch einige Welpenbilder vom Januar von ihm) und Minitier. Das Miniter ist ja noch nicht ganz so lange bei mir, fühlt sich aber schon sichtlich wohl. Minitier scheint wohl ein sehr dominanter Hund zu sein, jedenfalls hat sich das Blatt für Hund (leider) gewendet. Während Hund es zu anfangs liebte, dem neuen Mitbewohner zu zeigen wo es lang geht, ist es nun genau andersherum.

Nun ja, auch das schwarze Minitier wird älter und ruhiger. Die Vorliebe für Stromkabel habe ich ihm jedenfalls schon abgewöhnt. Einmal hat es richtig Glück gehabt, denn es hat das Kabel eines Ventilators von mir durchgebissen. Ich war auf dem Sofa am dösen und habe nicht mitbekommen, daß das kleine Hundetier wieder am Knabbern war. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt wohl mal wieder ein Stromausfall aufgetreten, sodaß es für den kleinen ohne Folgen blieb (für mich nicht, denn ich habe gewaltig einen gewischt gekriegt als ich dann am Stecker ruckelte um zu sehen warum der Fan nicht läuft).

Lange Rede, kurzer Sinn, hier sind die Bilder (auf die Bilder klicken für die Originalgröße):

hund auf sitzbank minituer und hund auf gartenbank liegend hund guckt in die welt herab von der sitzbank
schwarzes hundebaby minitier ist ein kleiner stehender schwarzer hund hund ruht sich auf der bank aus
zwei kleine tiere - hund und minitier hist ist nochmal das mini hundetier minitier ist ein kleiner wilder hund

 

19. Mai. 2009

bierteddyAm Sonntag feierte der Betreiber der lonebrothers Bar seinen Geburtstag. Natürlich in der Bar. Zumindest an diesem abend war von “low saison” nicht viel zu spüren, es war “full house” sozusagen. Auch an dieser Stelle nochmal ein dickes Lob an Leo und Eric vom Bavarian, welche für das leibliche Wohl der Gäste in Form von Grillgut, Salaten und Suppe gesorgt haben. Auch der “Grillchef” Harry trug maßgeblich zum gelingen der Feier bei, denn er hatte sich bereiterklärt, die Köstlichkeiten am Grill zuzubereiten.

Auch der Securityguard der lonebrothers-Bar kam nicht zu kurz. Offenbar konnte selbiger sich nämlich nicht damit abfinden, an diesem abend Dienst tun zu müssen. So griff er kurzerhand zur Selbsthilfe, indem er Harry mindestens einmal in einem unbeobachteten Moment das Bier leersoff. Eine vorbildliche Arbeitsmoral, vor allem wenn er spät in der Nacht seinen Posten verlässt und sich versteckt. Kein Witz. Begründung: Es wäre ein Kambodschaner zu ihm gekommen und hätte ihn mit einem Stein bedroht.

Hervorheben möchte ich auch die Geburtstagstorte, welche dem “Geburtstagskind” von einer Mitarbeiterin überreicht wurde. Ein zweistöckiges Teil, wirklich lecker.

Fotos werden natürlich folgen (dank an don-Kong), ich denke im Laufe der Woche. Der Bierteddy oben rechts ist übrigens schon etwas älter, das Foto ist nicht am letzten Sonntag entstanden, sondern ca. ein oder zwei Monate vorher am Strand in der Dolphinbar. Dort stand dieser Teddy herum und ich gab ihm dann halt noch das Bierglas, denn Teddys haben auch mal Durst. Tony von sihanoukville online war zufällig mit seiner Kamera dabei und schoss das lustige Bild.

Ach ja, aktuelle Fotos meiner beiden Hunde habe ich nun auch (nochmal ein Dank an don kong), diese werden dann in nächster Zeit ebenfalls auf dieser Seite zu finden sein.

15. Mai. 2009

Ich glaube ich werde langsam alt. Vor zehn Jahren konnte ich die Nacht durchfeiern und nach 2 Stunden schlaf beinahe ausgeschlafen den Tag beginnen. Na ja, fast immer jedenfalls. Heute geht das nicht mehr ganz so einfach. Aber es geht noch. Immerhin bin ich vor ca. 30 Minuten sanft geweckt worden. Denn ich habe eine sms erhalten und das Mobilefon leider nicht auf lautlos gestellt. Mein alter Tuktuk-Driver hat sich gemeldet. Es hat wohl bei ihm geklingelt und er hat sich erschlossen, daß während der low-saison so ein Barang nicht verkehrt ist. Jedenfalls dann nicht, wenn er einen monatlichen Festpreis zahlt.

Dementsprechend reuig war auch der Wortlaut der sms. So nach dem Motto “tut mir ja furchtbar leid, es wird nicht wieder vorkommen. Wir kennen uns doch schon so lange, blablabla”. Ich bin mir sicher daß es nicht wieder vorkommen wird, daß er Geld unterschlägt. Ich werde ja auch nicht mehr mit ihm fahren.

Ansonsten war die Nacht nicht interessant. Das übliche mal wieder. Lone-brothers Bar, Essen beim Bavarian bestellen, Victory Hill (ich war wohl zu spät, dort hatten meine Lieblingsbars alle schon geschlossen), Lonebrothers war noch geöffnet, also dort wieder hin. Bis um ca. halb 6 oder so, es war schon hell draussen. Dann war ich kurz am Strand. Habe sogar eine alte Bekannte wiedergetroffen. Sie war damals der Auslöser dafür, daß ich mir Securityguards engagiert hatte, Stichwort Zaunklettern und Terror machen.

Danach war ich im Freedom Hotel etwas essen. Zwischendurch kam mir in den Sinn, ich könnte mich ja mal um einen Ersatz für eine der beiden Sicherheitsfirmen kümmern. Ich habe es nämlich satt dort andauernd anrufen zu müssen und darauf hinzuweisen, daß so ein Guard nicht ohne seine Ausrüstung zum Dienst erscheinen soll. Ausserdem ist es nicht gerade förderlich, wenn irgendwo eingebrochen wird, obwohl so ein guard eigentlich vor dem Gebäude hocken sollte.

So bin ich dann heute morgen mit einem Motodup zum office der mpa security gefahren und habe dort mal nachgefragt, ob sie mir einen guard stellen können. Die Firma soll gut sein, man liest, daß sie westlich geführt ist (Eigentümer ist wohl Amerikaner oder Australier oder so), daß sie bewaffnete Guards stellen können, Minen räumen können und auch sonst noch allerhand drauf haben. Mir reicht es eigentlich, wenn deren Guard nicht schläft.

Wie auch immer, entsprechend sind wohl auch die Preise, mir wurde gesagt daß sie 360 USD pro Monat (1 Guard, 24 Stunden täglich) haben möchten. Daß sind immerhin 80 USD mehr als die andere Company veranschlagt. Nun ja, anbetrachts der Tatsache, daß ich heute morgen ziemlich müde war, habe ich dann erstmal einen Vertrag bis zum Ende des Monats gemacht. Zwischendurch war ich mit deren Supervisor bei meinem Haus, damit er sieht, wo es ist und wie es aussieht …

So habe ich nun bis zum Ende des Monats 3 Securities in meinem Garten hocken. Ab dem ersten Juni werden es nur noch zwei sein, …

Nach der Erledigung der Formalitäten bin ich dann wieder ins Freedom Hotel gefahren und habe den Morgen genossen, so in etwa jedenfalls. Kurz nach 12 Uhr heute mittag war ich dann wieder daheim, totmüde, da mehr als 25 Stunden am Stück wach. Ich denke ich muß jetzt ersteinmal wach werden …

13. Mai. 2009

Gestern war ein sehr aufschlußreicher Tag. Eigentlich ein Tag wie jeder andere auch, nur halt interessanter. Abends bin ich kurz was einkaufen gefahren, zur Wäscherei und zum Geldautomaten Sihanoukville. Danach in die lonebrothers mc bar.

Dann habe ich Eric vom deutschen Restaurant Bavarian angerufen um etwas essbares zu bestellen, nämlich lecker Schnitzel in Champignon-Rahmsoße und Nudeln. Wir erinnern uns - seit einiger Zeit liefert das Bavarian auch, ich meine gegen einen Aufpreis von 50 USD-Cents.

In der lonebrothers-Bar wurde mir dann von einem guten Bekannten von einem Zwischenfall mit einem der girls aus einer Bar (***ich spare mir den Namen der Bar, weil eben nicht alle Mädels so sind, an dieser Stelle mal ***) berichtet. Das Mädel war wohl mit jemandem mit. Am nächsten morgen stellte dieser jemand, wir nennen ihn einfach mal Fabian, fest, daß 20 USD aus seiner Geldbörse fehlten. Danach hat er offenbar das Mädel durchsucht, nichts gefunden. Klug wie so ein Klaugirl ist, trägt es die Beute auch nicht am Körper. Leider war Fräulein Barweib nicht klug genug. Denn Fabian kann von seinem Zimmer aus das Badezimmer sehen, bzw. über den Umweg eines Spiegels oder so. Bargirl geht also auf den Locus, pfriemelt sich einen 20 USD-Schein aus der Klopapierrolle heraus und versucht diesen dann in ihrer Haarpracht zu verstecken. Fabian konnte dieses alles sehr gut beobachten. Dann ging er ins Bad und fragte woher die 20 USD stammen - Barmädchen, ehrlich wie die Unschuld natürlich, antwortet sie habe den Schein auf dem Klo gefunden … (weitere lustige Barmädchenstories finden sich hier).

Klar, in der Klopapierrolle, logisch. Da verstecke ich auch immer meine Moneten, sonnenklar. Nun ja, wenn man Gäste zu Hause hat versteckt man eigentlich seine Wertsachen, bzw. schließt diese ein. Besagtes Mädel war auch mal bei mir zu Gast. Sie hatte jedoch nicht bei mir geschlafen. Mit mir übrigens auch nicht. Es gab Differenzen, sodaß sie dann leider wieder gehen mußte. Im Nachhinein bin ich froh, denn so konnte sie bei mir nicht Wühlmaus spielen. Da das Mädel auch sonst nicht so der Bringer sein soll, habe ich auch nichts verpaßt. Es gibt wohl doch so etwas wie höhere Gewalt …

Später dann bin ich ins Tropicana zum Victory Hill gefahren, nicht ohne natürlich auch einen Abstecher zur “Safari Bar” und der “Honey Bee Bar” in derselben Straße zu machen. Kurz nach Mitternacht dachte ich mir, ich könnte ja mal meinen (Ex-)Tuktuk-Driver anrufen. So ganz zwanglos mal fragen was er mit meiner Kohle angestellt hat, genau genommen mit den 200 USD, die ich ihm gegeben habe um meine Internetrechnung zu bezahlen (ausführlicher Bericht zum Vorfall hier).

Ich habe ehrlich gesagt ja nicht damit gerechnet, daß er ans Telefon geht. Aber er ging dran. Tuktuk die 2. also - Auch hier zeigte sich: Wer lügt sollte wissen, was er vorher erzählt hat. Sonst widerspricht man sich und durch Ungereimtheiten fliegt man dann auf. Er widersprach sich mal wieder. Die 200 USD habe er dringend benötigt als er ganz kurzfristig letzten Mittwoch in Phnom Penh gewesen sein will. Die Mutter war krank. Aha, das soll Mittwoch gewesen sein. Interessant, wo er doch angeblich schon am letzten Montag die Rechnung bezahlt haben will.

Die kranke Mutter ist übrigens auch so ein Dauerbringer. Entweder ist die Mutter krank, das Baby benötigt dringend Medizin oder der Wasserbüffel einen neuen Fernseher. Das Geld will er natürlich zurückzahlen. Ich kann es ihm ja vom Lohn abziehen (ich hatte seinerzeit einen Festpreis mit ihm vereinbart damit ich nicht bei jeder Fahrt bezahlen muß). Da gibts nur einen Haken, ich habe ihn nämlich gefragt ob er ernsthaft glaubt daß ich weiterhin mit ihm fahren würde nachdem er mich dummdreist bestohlen hat. Schweigen am anderen Ende der Leitung.

Um die Sache zu beenden habe ich ihm dann seine Schulden erlassen. Denn zurückzahlen hätte er es so oder so niemals können. Und bevor ich mich irgendwann mal richtig aufrege und ausraste, erlasse ich ihm das Geld lieber und verbuche es als Lehrgeld …

Vorher habe ich noch erfahren, daß er mich auch gut verarscht hat betreffend seines Motobikes. Er hatte mir vor einigen Monaten erzählt, daß er sich ein neues Motorrad fürs tuktuk kaufen wolle. Dämlich wie ich war habe ich ihm dann angeboten, die Kosten zu übernehmen. Ich hätte ja schließlich auch etwas davon wenn er ein ps-stärkeres Gefährt hat. Er hatte dann auch ein neues (gebrauchtes) bike. Es war auch ps-stärker und schneller. Nette Sache. Gestern ist mein neuer Fahrer damit gefahren. Es ist nämlich wieder sein bike.

Mein alter Fahrer hatte ihm das Teil für 400 USD abgekauft. Jetzt hat mein neuer Fahrer es für 200 USD zurückgekauft, sagt er zumindest. Interessant. Ich rege mich nicht darüber auf, ich war ja selbst schuld. Aus Fehlern lernt man eben …

Dann gab es noch einen Zwischenfall auf dem Victory Hill. Ein Bekannter stürmt auf einmal wie von der Tarantel gestochen aus der Bar, geht auf die andere Straßenseite zu einem Motodupfahrer und fängt an ihn zu schubsen. Aha. Geht mich nichts an. Dann hat er ihm mit der Hand gegen den Kopf geschlagen. Das war dann doch zu heftig, ich bin aufgestanden und habe ihn zurückgehalten, dann kamen noch andere Bekannte und zusammen haben wir den potentiellen Amokläufer dann beruhigt und wieder in die Bar bugsiert.

Den Grund für den Ausraster kenne ich nicht genau. Ich hoffe nur daß der Motodriver nicht nachtragend ist, daß könnte nämlich dumme Folgen für meinen Bekannten haben. Hier einen Einheimischen zu schlagen ist wohl so mit das dümmste was man machen kann …

Wie auch immer, so gegen halb 4 oder so ging es dann zum Strand in die Dolphin Bar und das Jack`s Shack. Ich habe geschwitzt wie ein Schwein, vielleicht sollte ich mal ein paar Gänge runterschalten was meinen Lebensstil betrifft, …

Am Strand habe ich dann eine flüchtige Bekannte getroffen. So klang die Nacht dann aus. Eine Nacht wie fast immer, das übliche halt. Und während ich hier so sitze und schreibenderweise versuche meine Kopfschmerzen zu verscheuchen stelle ich fest, daß es ja schon wieder kurz nach 18 Uhr ist und ich langsam hungrig werde.

Mal sehen was sich heute abend ergeben wird, evtl. werde ich noch ein wenig um die Häuser ziehen. Oder auch nicht. Mal schauen …

12. Mai. 2009

Apotheken gibt es in Sihanoukville einige. Wer einfach so mal die Hauptstraße in Sihanoukville entlangfährt, wird an schätzungsweise 5 oder mehr Pharmacies vorbeikommen. Der Vorteil der Apotheken in Kambodscha gegenüber denjenigen in Europa: Hier benötigt man kein Rezept. Es ist so gut wie alles frei erhältlich.

Nachteil: An verschiedenen Stellen habe ich gelesen, daß hier einige Fälschungen im Umlauf sind. Man solle auf das Verfallsdatum der Medikamente achten, auf die Packung, usw.

Auch in den Kliniken hier vor Ort sind Medikamente erhältlich, so zum Beispiel in der Bayon Clinic, in welcher ich vor einigen Monaten wegen einer Entzündung am Fuß vorstellig geworden war.

Da ich oft unter heftigem Sodbrennen leide, ist es von Vorteil, nicht immer zum Arzt rennen zu müssen um sich ein Rezept ausstellen zu lassen. Als Medizin gegen das Sodbrennen bevorzuge ich die “Nexium 40mg”. Alternativ “Esomepracole 40mg”. Die sind etwas günstiger als die Nexium, welche bei 10 Tabletten mit knapp 18 USD zu Buche schlagen.

Ich habe das erst für Abzocke gehalten, allerdings hat dann eine Bekannte einen ähnlich hohen Preis in einer anderen Pharmacie bezahlt. Nun ja. Ich könnte natürlich auch meinen Lebenswandel ändern, dann hätte ich kein Sodbrennen mehr. Leider habe ich dazu keine Lust. Man lebt nur einmal.

Interessant finde ich auch die Beiträge, die man in diversen Foren teilweise liest. Da fragen Leute ernsthaft, ob sie sich Potenzpillen mit nach Asien bringen können. Klar, wer blöde ist tut das. Wer Klug ist kauft den Kram hier vor Ort (Preise im Supermarkt, in Kliniken meist günstiger, für 4 Kamagra 100mg 3 USD, 4 Cialis 20 mg für 12 USD, 4 Viagra 100mg 25 USD, 1 Kamagra Oral Jelly 100mg 2 USD, usw. usw.).

Bevor hier falsche Schlüsse aufkommen: Ich würde niemals solch Teufelszeug schlucken. Ich doch nicht, niemals. Ne, mal ernsthaft: Man wäre ja blöde wenn man das Angebot nicht wahrnehmen würde.

12. Mai. 2009

Vor ca. 1,5 Stunden gegen 14:30 Uhr bin ich aufgewacht. Ich hatte auf dem Sofa geschlafen. Das tue ich öfters, weil ich so nebenbei noch fernsehgucken kann. Irgendwann schlafe ich dann ein. Kurz nach dem Aufwachen habe ich vom “History Channel” auf “Deutsche Welle TV“. Dort begann relativ zeitnah ein Bericht über soganannte Aufheller für die Haut.

Der Bericht war relativ interessant und handelte im Kern von einer thailändischen Sängerin, die sich durch den Einsatz von Aufhellern für die Haut selbige wohl irreparabel ruiniert hat. Hautaufheller sind in Thailand offenbar weit verbreitet. Helle Hautfarbe ist dort - darf man den Berichten Glauben schenken - ein Statussymbol. Nur die armen Menschen arbeiten im Freien und sind braungebrannt.

Leider habe ich auf der website der Deutschen Welle kein Video des Beitrags gefunden, dafür allerdings eine Textversion.

Zitat: “Eine Passantin auf der Straße erzählt: “Es sieht einfach besser aus. Egal was Du machst, weiß ist schöner. Dunkle Frauen sind hässlich, weiße sehen immer hübsch aus.” Und eine andere mutmaßt: “Vielleicht kommt der Trend, dass Frauen weiß sind, aus Korea oder Japan. Aber ich finde auch, weiß sieht einfach gesünder aus, leuchtender – hübscher.” “Thailand ist ein heißes Land,” erklärt eine Dritte. “Die meisten Thai haben eine dunkle Haut – deswegen wollen sie hell sein – wie die Ausländer aus dem Westen.” (Quelle: “Schöhnheitswahn in Thailand: Helle Haut um jeden Preis“, ges. 12.05.2009, dw-world.de)

Im Beitrag selbst ist das Wort “Farang” in diesem Zusammenhang gefallen (in Kambodscha heißen die Ausländer alle “Barang“, Erläuterung zur Herkunft der beiden Begriffe hier klicken). Einen Artikel ähnlichen Inhalts habe ich ebenfalls gefunden, nämlich den gleichsam lesenswerten vom 01.03.2005, “Schmerzhafte Blässe“.

Ob soviel Schöhnheitswahns kann ich ja nur erstaunt sein. Ob Kambodschanerinnen ebenso inflationär mit der Verwendung von Aufhellern verfahren, entzieht sich meiner Kenntnis. Wundern würde es mich nicht.

Am Ende des Schmerzhafte Blässe-Artikels, folgende Passage ist ebenfalls interessant:

Männer wollen die Ehe-Madonna in der Küche; für die Hure hält die Geliebte her, oft einquartiert in einer eigenen Wohnung. Und so bleibt vielen Frauen Thailands nichts anderes übrig als zu schmieren, zu bleichen, und zu hungern.

Mir erschliesst sich der Inhalt nicht so ganz. In Kambodscha ist es wohl ähnlich, die Frau ist daheim und die Männer vergnügen sich. Vielleicht nicht immer, aber häufig. Aber was möchte uns der Deutsche-Welle-Autor mit diesen Zeilen sagen? Daß die Ehefrauen Aufheller verwenden um für ihre Männer wieder attraktiver zu werden damit sie nicht zu käuflichen Damen gehen? Oder daß käufliche Damen Aufheller verwenden um Männer anzuziehen und mehr Geld zu verdienen?

Mir soll es egal sein. Ich bin eher der helle Hauttyp und benötige keine Aufheller. Dunkel möchte ich auch nicht sein und auf dem Feld arbeite ich auch nicht - von daher, paßt schon, ich bin weiß genug.

Was die Sache betreffend die leichten Damen anbelangt: Einige Kambodschaner haben mir das einmal “erklärt”, wenn man sich unterhält kommt man irgendwann auf das Thema. Die Kernaussagen waren immer die gleichen, so erklärte mir ein Einheimischer (er gehört meiner Schätzung nach zur gehobenen Mittelschicht, ist also auch nicht der ärmste) vor Kurzem, daß es doch ganz einfach sei. Der Mann sei derjenige, der das Geld nach Hause bringt. Die Frau möge im Haushalt führen, aber ausserhalb bestimme der Mann. Und wenn der Mann andere Frauen besucht, müsse die Ehefrau daß akzeptieren, fertig. Auf meine Nachfrage wurde mir dann noch erkärt, daß die Frauen daß akzeptieren. Allerdings nur solange der Mann auch für die Familie sorgt und sie nicht vernachlässigt (finanziell gesehen).

Das ist dann wohl der Unterschied zu den Barang-Bargirlbeziehungen. Daß die Mädels förmlich ausrasten können, wenn der dumme Barang auch nur mit anderen Frauen redet, liegt dann wohl eher daran, daß Fräulein Taxigirl Angst hat, ihren zweibeinigen ATM zu verlieren.

9. Mai. 2009


Nach dem - vermeidbaren - Streß der letzten Tage habe ich es ja glatt versäumt über meine neueste Errungenschaft zu berichten. Mittwoch abend war ich zwischendurch noch in einer Tankstelle (ich meine die Caltex) um einige Dosen kalten Kaffees zu kaufen. Da fiel mir im Regal gegenüber ein ferngesteuertes Auto ins Auge. So ging ich denn hinüber um es zu begutachten.

Gleich neben dem Auto standen einige ferngesteuerte Hubschrauber. Nicht die riesen Koffer, sondern kleine mini rc indoor Helikopter, schätzungsweise nur um die 17 cm lang. Angetan hatten es mir hier genau zwei. Zum einen der ferngesteuerte airwolf rc hubschrauber für 26 USD (vorhin habe ich mal gegoogelt, das Teil ist in Deutschland wohl auch hier erhältlich) und zum anderen ein kleineres Modell eines Hughes 300 (wer ihn nicht kennt - hier einige Infos) für 25 USD. Beide Modelle werden offenbar von toysnme produziert, bzw. vertrieben.

Da ich ausgesprochener Hubschrauberfan bin, habe ich dann gleich mal geschaut, wo es in Deutschland diverse kleine minihubschrauber zu kaufen gibt. Amazon vertreibt wohl ähnliche Modelle von silverlit. Einfach oben auf die Grafik klicken, dann kommt man zum shop.

Ich schätze ich werde mich wohl mal wieder mit dem ms Flight Simulator X befassen. Vor einigen Jahren konnte ich stundenlang vor dem Teil hocken und durch die Gegend fliegen. Hat immer Spaß gemacht. Und es lenkt einen ab. Wenn man schon nicht real fliegen kann (ist hier in Kambodscha soweit ich weiß nicht möglich), dann wenigstens virtuell.

Ich hoffe meine Leser verzeihen mir den kleinen Exkurs in meine Freizeitwelt ;)

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