Ich glaube ich werde langsam alt. Vor zehn Jahren konnte ich die Nacht durchfeiern und nach 2 Stunden schlaf beinahe ausgeschlafen den Tag beginnen. Na ja, fast immer jedenfalls. Heute geht das nicht mehr ganz so einfach. Aber es geht noch. Immerhin bin ich vor ca. 30 Minuten sanft geweckt worden. Denn ich habe eine sms erhalten und das Mobilefon leider nicht auf lautlos gestellt. Mein alter Tuktuk-Driver hat sich gemeldet. Es hat wohl bei ihm geklingelt und er hat sich erschlossen, daß während der low-saison so ein Barang nicht verkehrt ist. Jedenfalls dann nicht, wenn er einen monatlichen Festpreis zahlt.
Dementsprechend reuig war auch der Wortlaut der sms. So nach dem Motto “tut mir ja furchtbar leid, es wird nicht wieder vorkommen. Wir kennen uns doch schon so lange, blablabla”. Ich bin mir sicher daß es nicht wieder vorkommen wird, daß er Geld unterschlägt. Ich werde ja auch nicht mehr mit ihm fahren.
Ansonsten war die Nacht nicht interessant. Das übliche mal wieder. Lone-brothers Bar, Essen beim Bavarian bestellen, Victory Hill (ich war wohl zu spät, dort hatten meine Lieblingsbars alle schon geschlossen), Lonebrothers war noch geöffnet, also dort wieder hin. Bis um ca. halb 6 oder so, es war schon hell draussen. Dann war ich kurz am Strand. Habe sogar eine alte Bekannte wiedergetroffen. Sie war damals der Auslöser dafür, daß ich mir Securityguards engagiert hatte, Stichwort Zaunklettern und Terror machen.
Danach war ich im Freedom Hotel etwas essen. Zwischendurch kam mir in den Sinn, ich könnte mich ja mal um einen Ersatz für eine der beiden Sicherheitsfirmen kümmern. Ich habe es nämlich satt dort andauernd anrufen zu müssen und darauf hinzuweisen, daß so ein Guard nicht ohne seine Ausrüstung zum Dienst erscheinen soll. Ausserdem ist es nicht gerade förderlich, wenn irgendwo eingebrochen wird, obwohl so ein guard eigentlich vor dem Gebäude hocken sollte.
So bin ich dann heute morgen mit einem Motodup zum office der mpa security gefahren und habe dort mal nachgefragt, ob sie mir einen guard stellen können. Die Firma soll gut sein, man liest, daß sie westlich geführt ist (Eigentümer ist wohl Amerikaner oder Australier oder so), daß sie bewaffnete Guards stellen können, Minen räumen können und auch sonst noch allerhand drauf haben. Mir reicht es eigentlich, wenn deren Guard nicht schläft.
Wie auch immer, entsprechend sind wohl auch die Preise, mir wurde gesagt daß sie 360 USD pro Monat (1 Guard, 24 Stunden täglich) haben möchten. Daß sind immerhin 80 USD mehr als die andere Company veranschlagt. Nun ja, anbetrachts der Tatsache, daß ich heute morgen ziemlich müde war, habe ich dann erstmal einen Vertrag bis zum Ende des Monats gemacht. Zwischendurch war ich mit deren Supervisor bei meinem Haus, damit er sieht, wo es ist und wie es aussieht …
So habe ich nun bis zum Ende des Monats 3 Securities in meinem Garten hocken. Ab dem ersten Juni werden es nur noch zwei sein, …
Nach der Erledigung der Formalitäten bin ich dann wieder ins Freedom Hotel gefahren und habe den Morgen genossen, so in etwa jedenfalls. Kurz nach 12 Uhr heute mittag war ich dann wieder daheim, totmüde, da mehr als 25 Stunden am Stück wach. Ich denke ich muß jetzt ersteinmal wach werden …












Nachtrag: Grauenvolle Erzählform, jedes 2. Wort ist “ICH”. Bin aber noch nicht ganz wach und habe nun auch keine Lust das zu korrigieren. Man kann nicht alles haben
15. Mai. 2009 | #
Ist es in Sihanoukville wirklich so verbreitet, sein Haus vom privaten Sicherheitsdienst bewachen zu lassen ? Du hast doch sicher keine Reichtümer im Wohnzimmer.
Marc: “Nein, soweit ich weiß ist das überhaupt nicht verbreitet. Allerdings fühle ich mich subjektiv besser mit den Guards im Garten. Man weiß ja nie wie manche (wohlgemerkt: nicht alle) ticken. Da lebt ein Ausländer in einem ziemlich großen Haus, jedenfalls einem für eine Person viel zu großen mit kleinem Garten (oder isser mittelgroß?). Und bevor irgendwelche Hansels mal im Garten stehen und warten daß der Barang nach Hause kommt beuge ich da lieber vor. Ich würde wetten, daß nicht wenige nach dem Motto denken “Ausländer - großes Haus = ergo muß auch vieles von Wert drin sein”. Vielleicht denken ja auch manche ich hätte Geldbäume in der Küche stehen (es soll ja wirklich den einen oder anderen geben der meint, daß Barangs ihr Geld von Bäumen pflücken. Das sie dafür auch arbeiten müssen, glauben die ja nicht.) … :)”
21. Mai. 2009 | #
du alte saufziege machst du auch noch was anderes ausser saufen und party?
Marc: “Ja klar, schlafen und ab und an auch essen oder meine geistigen Ergüsse auf dieser webseite niederkritzeln …”
30. Mai. 2009 | #