7. Aug. 2009
… ich bin nicht verschollen. Leider hatte ich in letzter Zeit einiges um die Ohren, dazu kamen dann noch diverse Probleme mit meinem alten Internetprovider. Ich habe dann zwei oder drei Tage lang täglich den Techniker angerufen und gefragt, was los sei. Seinen Aussagen zufolge soll es sich um ein Problem in Phnom Penh gehandelt haben. Auf die Frage, wann ich denn wieder online gehen könnte kam immer die Antwort “tomorrow”. Der Vorteil an der Sache: Die Probleme traten Ende Juli auf. So konnte ich dann ganz entspannt am 30.07. in deren Office spazieren: “Hello, you want to pay for next month?” - “No, I am just here to terminate the contract.” …
Jetzt bin ich bei einem anderen Provider und hoffe daß das ganze hier etwas stabiler laufen werden wird.
Was sonst noch geschah? Dieses und jenes. Am meisten wird meine Leser wohl interessieren daß mein kleines Projekt langsam aber sicher Formen annimmt. Der eine oder andere weiß es schon: Ich werde hier in naher Zukunft eine Bar eröffnen. Die Location (vormals “Finlandia Bar”) befindet sich direkt an der Hauptstraße, gegenüber der ANZ Royal Bank. Einer der Hauptgründe für die Umsetzung dieser Idee ist, daß es mich schon länger stört daß ab einer gewissen Uhrzeit so ziemlich alle guten Bars und Pubs geschlossen haben. Wenn man dann nicht zum Strand fahren möchte hat man ein Problem, denn andere Bars haben meistens geschlossen, zumindest diejenigen, in denen auch deutsch gesprochen wird.
Wie das ganze vormals aussah ist auf dem Bild links zu sehen (jeweils klicken für die Originalgröße), wie der Schankraum bei Anmietung des Hauses durch mich ausgesehen hat ist auf dem Foto oben zu sehen. Aktuelle Bilder werden in Kürze folgen, nur so viel: Der alte Bartresen ist Geschichte und auch sonst sieht der Raum schon nach “Bar” aus, das alte Bahnhofshallenflair wird es jedenfalls nicht mehr geben.
Einen Namen haben wir auch schon, was fehlt ist noch ein vernünftiges Logo. Spätestens am 1. Oktober soll die “Honeybunny Bar“ eröffnet werden. Ich schätze daß wir das locker schaffen, im Zeitplan liegen wir jedenfalls.
Was gibt es sonst noch neues? Richtig, Roman ist wieder da und somit hat die “Schnitzelwirtin” auch wieder geöffnet. Wer in Sihanoukville lecker Schnitzel essen möchte ist hier goldrichtig. Roman findet Ihr in der scharfen Linkskurve wenn Ihr von der Innenstadt in Richtung Golden Lion Traffic Circle fahrt.
Einen neuen Mitbewohner habe ich inzwischen auch. Das Tierchen heißt “Katz” und ist - wer hätte es gedacht - eine kleine Katze. Vor einigen Tagen kam noch eine zweites Kätzchen dazu, leider war es wohl schon totkrank als es bei mir eingezogen ist. Ich mußte dann leider etwas Sterbehilfe leisten. Schade, aber so ist das Leben nunmal. Ich hoffe nur daß das Viech den “Katz” nicht angesteckt hat …
Nun ja, eigentlich habe ich noch eine weitere Mitbewohnerin, allerdings ist diese menschlicher Natur. So ist sie ja ganz nett, nur Ihr Name gefällt mir nicht. Sie hat zwar mindestens zwei “Künstlernamen”, diese gefallen mir aber eben so wenig wie Ihr realer Name (oder der Name, welcher auf Ihrer ID-Card zu finden ist). Also heißt sie wie alle anderen Mädels hier auch: “Honeybunny”, fertig. Ist auch einfacher zu merken, ich werde ja auch langsam alt und bekomme das mit den Namen nicht mehr so auf die Reihe, schließlich bin ich letztens schon 30 geworden, …
Leider scheint bei Ihr so langsam das bekannte Anspruchsdenken durchzubrechen. Das äussert sich dann in so Sprüchen daß z.b. Ihre Schwester Ihr vorhalten würde sie würde Vater und Mutter vernachlässigen. Ich habe Ihr dann gesagt daß sie Ihre Eltern gerne unterstützen kann. Allerdings mit Ihrem Geld. Oder warum ich denn immer nur Tuktuk fahren würde, ein eigenes Motobike käme mich doch viel günstiger.
Dazu muß man wissen daß der Ex-”Freund” ihrer Schwester so schlau war selbiger eine nagelneue airblade zu kaufen (Kosten ca. 1600 USD) und diese dann noch auf den Namen des Mädels zuzulassen. Jetzt ist die “Beziehung” Geschichte und das Mädel hat eine nagelneue airblade. Selbst schuld, von mir gibt es jedenfalls keine airblade …
Jetzt bin ich schon gespannt wann die Mutter, der Onkel, Bruder oder der Wasserbüffel krank wird und dringend Geld für einen neuen Fernseher, äh, eine Operation, benötigt werden wird …
Man sieht, hier ist immer was los 