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27. Jan. 2010

Was für die einen das Weihnachtsfest, ist für die anderen die sog. “Befreiung”. Beide Feste haben eine Gemeinsamkeit: Es werden Geschenke gemacht. Der Unterschied: Einmal im Jahr kommt Nikolaus, und zig mal im Jahr kommt Holocaust.

Beim ersten Fest steht das Schenken für Aufmerksamkeit und Liebe, beim zweiten - meiner Ansicht nach - gibts Geschenke nicht weil man das Gegenüber so gut leiden kann, sondern einzig und allein um einen wie auch immer oktroyierten gearteteten Schuldkomplex und, natürlich, Erwarungshaltungen der Gegenseite zu befriedigen (so z.b. Korvetten und Atom U-Boote, vgl. Focus online vom 23.10.2009).

Weil der 27. Januar alljährlich großartig als die “Befreiung” von Auschwitz zelebriert wird, habe ich mir gedacht ich mache mal einen Ausflug in die Weiten des Internets und gucke ob ich nicht mitzelebrieren kann. Playmobil-KZ`s habe ich auch keine entdeckt, dafür einen polnischen Bischof, der den “Holocau$t” als “Propagandawaffe” bezeichnet (quelle: spiegel online, 26.01.2010). Nicht daß er sich damit den Zorn der ganzen “Überlebenden” zugezogen hat …

Sehr aufschlussreich ist ein Artikel des “National Journal” von 2005 anlässlich des desjährigen Jahrestages der “Befreiung”, “Holo-Roulette zum Holocaust Tag?” (quelle: National Journal, 2005).

Selten waren ganze Nationen so dämlich und haben sich jahrzehntelang für dumm verkaufen lassen. Nun denn, mir kann es am Ar*** vorbeigehen, Überlebende interessieren mich genau so wenig wie der “Holocau$st”. Ich war nicht dabei, ja, noch nichteinmals meine Eltern waren dabei. Vielleicht war ein entfernter Verwandter von mir dabei, der war immerhin bei der Waffen-SS. Ich weiß es nicht, ist mir auch gleichgültig.

Ich gehe jetzt duschen, später geht es dann auf eine Feier. Zum Glück kein “Auschwitz-Befreiungs-Betroffenheitsgeplänkel”, sondern auf eine Hochzeit. Wenn man da Geld gibt, weiß man zumindest wo es bleibt. Und als Pazifist und Philantroph muß man ja nach dem Motto handeln: “Bier statt Atom U-Boote! Saufen für den Frieden!”. Na, geht doch.

26. Jan. 2010

Was für eine einfallslose Überschrift, ich gebe es ja zu. Aber mir fällt momentan nichts besseres ein.

Wie der Titel schon sagt, gestern abend fand meine kleine Betriebsfeier statt. Die Mädels waren leider nicht vollzählig erschienen. Die Küchenhilfe hatte nämlich offenbar keine Lust und die beiden taubstummen Girls ebenso.

Getroffen hatten wir uns im “Sovady restaurant”, einem Khmer-Restaurant der gehobenereren Klasse. Leider habe ich über die google-Suche keine Bilder finden können, und ich habe die Fotos von gestern noch nicht parat. Eines der Girls hatte eine Digitalkamera dabei, ich werde mich dann darum kümmern damit ich Kopien der Bilder erhalte.

Zu sagen gibts nicht sehr viel, das Essen war hervorragend. So gab es Rippchen, Seafood und natürlich Bier. Gekostet hat mich der Spaß am Ende 175 US$ (ca. 124 Euros). Dafür daß wir hier mit ca. 20 Personen gespeist und getrunken haben ist das ok.

Danach war ich dann mit meinem Manager, einigen Bekannten und Mädels in diversen anderen Locations. War ganz nett, wie immer. Zu hause angekommen bin ich dann irgendwann heute morgen, es war jedenfalls schon hell …

Leider konnte ich dann auch nicht ausschlafen weil Honeybunny meinte mich um 12:30 Uhr mittags anrufen zu müssen. Ihr ist eingefallen daß sie mich ja doch über alles liebt. Offenbar macht es ihr keinen Spaß alle paar Tage mit nem neuen Freier mitgehen zu müssen (weil Mutti ja Geld will). Die meisten nehmen sie offenbar eh nur für eine Nacht mit und nicht für länger. Ich kann das verstehen, denn im Bett ist sie wirklich nicht die Sexkanone.

Ich habe ihr dann erklärt daß das nicht mein Problem ist und es ihre Entscheidung war mich zu verlassen. Und das es hier genügend andere Mädels gibt. Jetzt will sie morgen nach Phnom Penh fahren. Ich habe ihr eine gute Reise gewünscht, das Gespräch weggedrückt und versucht, weiterzuschlafen. In Versuchung, sie anzurufen, kann ich eh nicht mehr geraten da ich alle ihre Nummern gelöscht habe.

Ansonsten ist hier alles im Lot, wie immer also.

25. Jan. 2010

Wow, fast schon 1,5 Jahre ist es seit der Verfassung meines 1. “Terrornutten-Artikels (hier)” her. Dann gab es da noch diverse allgeimein gehaltene Anmerkungen zu Bargirls (hier), und jetzt, ja, jetzt just heute morgen habe ich so ein richtiges gemeines Terrorgirl kennengelernt. Am Strand, wo sonst. Madam war sehr ungehalten darüber daß ich allein nach Hause fahren wollte.

Ich muß dazu sagen, daß Mädel sah auch sehr nach “Ich missbrauche gerne Betäubungsmittel”-aus. Nicht mein Fall. So steige ich ins Tuktuk, und unversehens fliegt mir ein mehr als faustgroßer Steinbrocken hinterher. Aha. Das Teil landete ungefähr 25 cm vor mir im Tuktuk. Frechheit, spinne ich oder was? Also aussteigen und die Meinung geigen. Das Mädel wollte dann die Polizei anrufen. Gut, nur zu, nur zu - Die freuen sich bestimmt vom Tuktuk-Fahrer (ein guter Bekannter von mir) zu hören, daß sie mit fetten Brocken nach mir - und natürlich - nach ihm wirft.

Das Ende vom Lied: Madame wollte doch nicht mehr telefonieren. Na, geht doch. Hoffentlich hat sie nun gelernt daß man nicht mit Steinen nach netten Gästen wirft. Könnte sonst nämlich wiederholt weh tun …

Und sonst? Ach ja, neben Terrornutte Nummer X sind offenbar auch mal wieder die Geldeintreiber auf Tour. So berichtete mein Manager mir, daß vor einigen Tagen ein Polizist in die Honeybunny Bar kam um ihn darauf hinzuweisen daß die Terrasse, bzw. das Podest, zu lang sei. Entweder es werde gekürzt oder wir hätten jeden Monat 10 US$ an ihn zu zahlen.

So schnell schiessen die Preussen nicht. Daß hier oftmals versucht wird, “Schutzgeld” oder was weiß ich, einzutreiben, ist bekannt. Ich bezahle ja auch gerne. Allerdings nur wenn ich auch weiß was ich im Fall der Fälle davon habe. Von unterrangigen Polizisten, die offenbar nur darauf aus sind, den schnellen US$ zu machen, habe ich im Zweifel jedenfalls nichts. Also wird auch nicht bezahlt.

Die Geschichte endete dann so: Ich habe den Herrn heute morgen angerufen. Freundlich gefragt was denn das Problem sei. Schließlich hätte die Militärpolizei mir zugesichert daß mit meinem Podest und der Terrasse alles in Ordnung wäre. Und da er ja auf seinem Zettel “Public-Police” stehen hätte, er ja nicht zur Militärpolizei zählen würde. Und ob er mir denn sagen könnte, wie viel zu lang meine Terrasse wäre (ich wußte vorher daß er nicht nachgemessen hat). Konnte er also nicht. Ok, bevor ich bezahlen würde, würde ich eher die Terrasse kürzen lassen (käme mich günstiger als für die nächsten 3 Jahre monatlich 10 US$ abzudrücken).

Weiter solle er mir doch mal bitte seinen Realnamen, Dienstnummer, Dienststelle und - ganz wichtig! - den Namen seines Vorgesetzen und Dienststellenleiters geben. Danach bräuchte ich einige Tage Zeit und dann würde ich mich wieder melden.

Das - vorläufige? - Ende vom Lied: Heute um 14 Uhr ist er nicht zur Bar gekommen. Ich schätze er wird auch nicht mehr kommen. Und wenn doch - er hat ja einen Vorgesetzten. Ich habe hier auch so ein paar Bekannte. Würde mich wundern wenn wir das dann nicht klären könnten …

Korruption ist was feines. Jedenfalls dann, wenn beide Seiten was davon haben. Ist das ganze einseitig gestrickt, macht es keinen Spaß. Nicht daß hier der Eindruck entsteht, ich wäre ein Befürworter von Korruption. Das natürlich nicht.

So, ich muß mich fertig machen. Heute abend werde ich mit meinen Mädels essen gehen. Deshalb wird die Bar auch geschlossen bleiben für heute. Ab morgen gehts dann ab 14 Uhr los, es wird ab dann auch Essen ausgeschenkt werden.

Also alles im Lot aufm Boot ;)

Ach ja, ich persönlich freue mich ja immer wenn mich Gäste oder Bekannte auf diese Seite hier ansprechen. Meist entschuldige ich mich ja auch, von wegen “Sorry, ich bin nicht ganz so schlimm wie es hier rüberkommen mag. Ich bin nämlich noch schlimmer”. Aber, irgendwie gefällt es mir hier. Jedenfalls besser als in Deutschland, trotz Studiums und Burschenschaft (wers nicht glaubt - Beweisfoto HIER, ist von Anfang 2007). ;)

22. Jan. 2010

Fast hätte ich es vergessen, aber jetzt bin ich soeben von einem Leser - danke Christian - wieder daran erinnert worden. Da war doch noch was, aha, genau: In Kürze kommt in Deutschland der Kinofilm “Same Same but different” in die Kinos (ich hatte ziemlich genau vor einem Jahr HIER darüber berichtet und möchte mich deshalb an dieser Stelle auch nicht großartig wiederholen).

Christian hat mir per comment zwei Links zugesandt, der eine führt zu einem Bericht auf spiegel.de über den Kinofilm (hier). Der andere Link ist da bei weitem interessanter, bestätigt er doch mein Vorurteil bzgl. des Autors Benjamin Prüfer, von dessen “Lovestory” der Film von Detlev Buck handelt.

Es geht um ein Interview mit Herrn Prüfer, welches am 21.01.2010 auf spiegel.de veröffentlicht wurde (link hier). Der Titel sagt eigentlich schon alles aus - “Deutsch-kambodschanische Liebe - “Wer mit einer Asiatin zusammenlebt, ist zum Abschuss freigegeben”“.

So heißt es:

Benjamin Prüfer verliebte sich im Kambodscha-Urlaub in eine Prostituierte. Sie heirateten und zogen nach Deutschland. Sein autobiografischer Roman war Vorlage für den Kinofilm “Same Same But Different”. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht der 30-Jährige über sein Leben mit Sreykeo.

Was dann folgt ist das typisch medienwirksame Geseiere eines - in meinen Augen - drittklassigen “Journalisten”. Beispiele gefällig?

Zitat: “Sreykeo und ich sind seit fast vier Jahren verheiratet und haben zwei Kinder, trotzdem gibt es immer noch Leute, die sagen: Deine Liebe ist eine Illusion! Sie will doch nur Dein Geld!”“.

Auf die Frage, wie er auf diese Vorurteile reagiere, antwortet er dann damit, daß er denke, Leute die derartiges behaupten könnten ihm am Arsch lecken. Ja klar, ok, sie möchte nicht sein Geld, aber ein besseres Leben, und eben die Möglichkeit der besseren medizinischen Versorgung anbetrachts ihrer HIV-Infektion. Oder denkt er, dem wäre nicht so?

Das Beste in dem Interview kommt dann zum Schluß. Da weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll wenn ich diesen Schwachsinn lese. Zitat:

SPIEGEL ONLINE: Vermissen Sie in Kambodscha typisch deutsche Dinge?

Prüfer: Vieles! Leckeren Bohnenkaffee, gepflasterte Wege … Je länger ich in Kambodscha lebe, umso spießiger werde ich. Ich bin der einzige, der die Fensterscheiben mit Glasreiniger putzt. Ich träume davon, dass der Fernseher sofort läuft, wenn ich den Stecker in die Steckdose stecke. Das funktioniert hier aber nicht. Ist doch kein Wunder, dass die Wirtschaft nicht in Schwung kommt, wenn es keine funktionierenden Steckdosen gibt.

Ich weiß ja nicht in welchem Kambodscha Herr Superjournalist Prüfer gewesen ist. In dem Kambodscha in dem ich hier lebe gibt es Bohnenkaffee. Sehr leckeren sogar. Und, man staune, es gibt hier sogar Steckdosen. Und Fernseher die funktionieren gibts hier auch, von gepflasterten Wegen mal ganz zu schweigen.

Wie auch immer, ein Gutes wird der Kinostart des Films haben: Ich bin mir sicher daß der eine oder andere Tourist seinen nächsten Urlaub in Kambodscha verbringen werden wird. Ob jetzt wegen den Mädels, des Bohnenkaffees oder der Steckdosen wegen weiß ich natürlich nicht.

Vielleicht sollte ich auch mal ein Buch veröffentlichen. Journalist kann ich mich auch nennen. Und nen Presseausweis habe ich auch, so nebenbei angemerkt. Dann schreibe ich ein Buch. Vielleicht wirds ja mal verfilmt und dann stelle ich mich auch hin und gebe sinnbefreite Interviews. Vielleicht wirds ja auch ein richtig dickes Buch, erlebt habe ich ja auch schon so einiges, nicht nur in Kambodscha.

Andererseits bin ich froh daß ich hier meine Ruhe habe. Richtige Ruhe. Honeybunny ist nämlich auch - mal wieder - ausgezogen. Ob ich die Kohle für den Reisepaß den ich bezahlt habe (immerhin 200 $ ca.) und für den Zahnarzt (180 $) wiederbekomme steht in den Sternen. Ich schätze eher nicht.

Denn wenn Honeybunny anschaffen geht (was soll sie sonst tun?) gibt sie die Kohlen der Mami. Der Grund für ihren Auszug war im Übrigen unter anderem der, daß ich kein Geld für Mami rausgerückt habe. Denn wenn mir eines auf den Sack geht dann ist es das dämliche Rumgebettele um Geld. Geld hier, Geld da.

Dabei ist es völlig ausreichend wenn die Familie zwischen 50 und 100 US$ pro Monat erhält. Mehr ist nicht drin weil ich es nicht einsehe. Viele Menschen hier in Kambodscha wären froh wenn sie 100 US$ im Monat verdienen würden! Und wenn man ihr das versucht zu erklären kommt nur was wie “I know money too much for kamputchea, but not money too much for you.”. Meine Antwort ist dann meist “That is not my problem.”.

So ist das Leben …

21. Jan. 2010

Es nimmt offenbar kein Ende, in der Honeybunny Bar Sihanouk Ville mußte ich mal wieder einen Manager “entsorgen”. Das war dann Nummer 3. Der erste hatte kurz nach der Eröffnung gekündigt. Der zweite war ein Engländer, nicht der hellste und auch sonst etwas trantütig. Er hatte nach 3 Tagen wieder gekündigt.

Angeblich gibt es Probleme in England, er müsse dort hin und nach dem rechten sehen. Nette Ausrede, vor allem wenn man kurz vorher zu jemandem sagt daß die Arbeit in der Bar “scheisse” sei. Dumme Menschen, dumme Ausreden. Ist halt so.

Dann kam Nummer drei. Ein Deutscher, nennen wir ihn mal “Gustav”, hat wohl mal als Tauchlehrer gearbeitet. Unter anderem im “Diveshop Cambodia” (website), welcher von einem Bekannten hier vor Ort geleitet wird. Dort war er allerdings als Tauchlehrer nicht mehr tragbar, unter anderem wegen seines exzessiven Alkoholkonsums. So durte er dort dann wohnen und als Hausmeister arbeiten.

Mein Bekannter hatte mir dann gesagt daß “Gustav” ja in meiner Bar arbeiten könne. Ok, warum nicht. Ich brauchte ja jemanden für den Managerjob. Und wie das so mit Säufern ist, sie haben sich nicht im Griff. Also mußte ich mich vor enigen Tagen nachts von “Gustav” trennen.

Sooo, und jetzt kommt Manager Nummer 4. Ich denke ich habe mit ihm jemanden gefunden der den Job gut macht und den Laden auch im Griff hat. Ich denke einige werden schon wissen wen ich meine. Für all diejenigen die es noch nicht wissen: Der neue Manager heißt Rüdiger und hat vorher den “Anns Burger” (vormals “Anns Pub”) geschmissen (siehe Artikel hier).

Ich bin mir sicher daß wir gut zusammenarbeiten werden, warum auch nicht. Momentan planen wir die Honeybunny Bar schon tagsüber zu öffnen und dann Speisen anzubieten. Wenn alles glatt läuft wird das dann in ca. zwei Wochen der Fall sein.

Nebenbei arbeite ich an der Umstellung auf eine Restaurantsoftware. Der Nachteil der meisten POS Kassensoftware ist leider, daß diese Programme meist unnötig aufgebläht und mit Funktionen überladen sind, die ich für meinen Betrieb nicht benötige.

Bekannte haben mir dann die Restaurant Kassensoftware der FGS Limited empfohlen. Das Programm ist wirklich kinderleicht zu bedienen und entspricht genau meinen Vorstellungen. Die Vollversion kostet 99 US$ im Jahr und ist somit auch erschwinglich. Natürlich gibt es auch eine Freeware-Version sodaß man sich das Programm vor dem Kauf auch ansehen und ausgiebig testen kann (zur website des Herstellers gehts hier).

Nachtrag 04.02.2010: Habe den Namen des alten Managers wegen einer Namensähnlichkeit mit einer real existierenden Person mal in “Gustav” geändert.

21. Jan. 2010

Otres Beach Räumungsgeschichte die 2.: Räumung oder nicht Räumung, das ist wohl die Frage. Vor einigen Tagen hatte ich über das Vorhaben der Behörden, den Otres Beach in Sihanoukville zu räumen, berichtet.

Von einem Freund, der selbst von der Räumung betroffen sein würde, habe ich dann wenig später erfahren, daß nun offenbar doch nicht geräumt werden solle.

Und vorhin lese ich bei meinem Freund Don-Kong, daß die Räumung wohl doch endgültig stattfinden soll. Zum Originalartikel vom 19.01.2010 in der Phnom Penh Post geht es hier.

Nun denn, warten wir es mal ab. Mir persönlich ist es eigentlich vollkommen gleichgültig ob geräumt wird oder nicht. Ich war eh noch niemals am Otres …

15. Jan. 2010

Sihanoukville ist nicht zuletzt seiner schönen Strände wegen bekannt. Der bestaussehenste, mehr oder weniger ein Geheimtipp da ausserhalb gelegen, ist zweifelsohne der Otres beach (siehe auch: Strände in Sihanoukville map).

Fotos vom Otres beach finden sich zum Beispiel auf der website von don kong (hier) oder über die google Suchfunktion. Seit einigen Tagen ist nun sicher daß der Strand geräumt werden muß.

Die ansässigen Bewohner und Geschäftsleute haben einen Monat Zeit ihr Hab und Gut zusammenzupacken und den Strand zu räumen. Nach Verstreichung der Frist werden, so schätze ich mal, dann die Bulldozer anrollen und alles was noch dort ist plattmachen. Der Grund für die Aktion ist folgender: Getreu dem Motto “Unser Dorf soll schöner werden” ist vom Gouverneur, Mister Chin Sarin, die Anlegung eines Gartens am Otres beach beschlossen worden.

Von der geplanten Räumung (oder sollen wir lieber von “Säuberung” sprechen?) ist leider auch ein guter Freund von mir, der Betreiber des Cinderella Coffees (website) Nähe Ochheuteal Beach und eben eines kleinen Resorts am Otres, betroffen.

Nun ja, vorgestern noch hatte er mir geraten mir die gestrige Ausgabe der “Phnom Penh Post” zu kaufen, er würde dort namentlich erwähnt werden. Ich erwiderte, warum kaufen wenn ich bei ihm auch gratis lesen könnte. Ok, mal ehrlich, ich habe mir hier noch niemals eine Zeitung gekauft, wozu auch? Den Artikel kann man ja auch kostenlos online nachlesen, nämlich hier.

Allerdings, wenn ich mir das alles so durchlese verstehe ich den Wind nicht der hier gemacht wird. Offenbar war jedem der ansässigen Geschäftsleute von Beginn an bewußt daß das Land Regierungseigentum ist und jederzeit geräumt werden könnte. Hier in Kambodscha mahlen die Mühlen teilweise etwas langsam, aber wenn die Zeit gekommen ist geht dann alles recht zügig. Ob das Regierungsvorhaben gestoppt werden kann ist mir so nicht bekannt. Sagen wir mal so, ich denke schon, dann allerdings nur über entsprechende “Kontakte”. Und selbst dann ist fraglich ob der Aufschub für länger gültig wäre oder nicht …

Wäre ich betroffen, ich würde in den sauren Apfel beissen, meine Klamotten packen und eben an anderer Stelle neueröffnen. Ärgerlich ist es leider für all diejenigen, welche nicht über die finanziellen Mittel für eine Neueröffnung verfügen. Aber das wäre es in jedem anderen Land der Erde auch …

Siehe zum Thema auch: Don Kong weblog über das Räumgungsvorhaben am Otres Beach.

12. Jan. 2010

Pol Pot Kambodscha DokumentationVorhin bin ich beim Surfen auf eine interessante website gestoßen. Dort sind unzählige Dokumentationen zum download angeboten worden. Die Seite nennt sich treffend DokoJunkies.org und lässt - zumindest für meinen Geschmack - nur wenige Wünsche offen.

Für alle diejenigen welche sich ein wenig über die jüngere Geschichte Kambodschas informieren möchten dürfte diese Dokumentation zum downloaden der ideale Einstieg sein.

Ach ja, zum download geht es hier.

Die Beschreibung von BBC Germany zu der Doku liest sich wie folgt:

Diese BBC Dokumentation beschäftigt
sich mit der verhängnisvollen Rolle Pol Pots in Kambodscha.

Kambodscha - in kaum einem anderen Land haben sich die politischen Verhältnisse im Laufe der vergangenen Jahrzehnte so drastisch verändert. Kambodscha wurde Zielscheibe asiatischer sowie westlicher Mächte, die Bevölkerung wurde Opfer grausamer Militärangriffe, ebenso wie unmenschlicher Übergriffe durch die Roten Khmer.

Als „Killing Fields“ sind die Felder des kambodschanischen Ortes Choeung Ek, in der Nähe von Phnom Penh, bekannt, hier wurden bis zu 17.000 Menschen umgebracht. Unter anderem mit diesem beispiellosem Massenmord beschäftigt sich die Dokumentation „Pol Pot – Kambodschas Weg in die Hölle“.

Welche verhängnisvolle Rolle Pol Pot mit seiner Bewegung “Angkar“ für Kambodscha gespielt hat, dokumentiert der Film anhand vieler Originalaufnahmen und Interviews mit Zeitzeugen.

Pol Pot hatte eigene Vorstellungen, Kambodscha sollte eine kommunistische Musterwelt werden: ohne Geld, ohne Außenhandel, ohne Zeitungen, Fernsehen, Literatur und natürlich ohne jede Religion. Alle Menschen sollten gleich sein und auf dem Land für ihren Unterhalt arbeiten. Auf dem Weg zu diesem Ziel mussten alle Hindernisse vernichtet werden: Pagoden, Kathedralen und Kirchen, das Geld, Bücher und vor allem die bürgerliche Elite und Mittelschicht, die lesen, schreiben und französisch sprechen konnte.

(Quelle: bbcgermany.de/GERMANY/dokumentationen/genre13/sendung_463.php)

Während hier in Kambodscha die jüngere Vergangenheit eher totgeschwiegen wird läuft das ganze in BRD-Germany etwas anders ab. Dort kann von Totschweigen keine Rede sein, eher von Umdichten, Zurechtbiegen und Verteufeln. Man könnte es auch als Geschichtsklitterung bezeichnen.

Aber was interessiert mich der ganze Käse hier, ungefähr 12.000 km fern der “Heimat”? Genau, einmal überhaupt nicht …

1. Jan. 2010

So, auch von meiner Seite aus ein frohes neues Jahr 2010 in Richtung meiner Leser, Fans, Freunde und Bekannte (nicht zu vergessen alle Nervensägen, Diplomhonks, Deklassierten und was es sonst noch so gibt).

Ich wünsche allen meinen Lesern (die werte weibliche Leserschaft natürlich mit eingeschlossen) ein glückliches und vor allem erfolgreiches Jahr 2010!

Für mich war das vergangene Jahr mehr oder weniger glücklich. Unglücklich war der plötzliche Tod meiner Mutter, diverse private Fehltritte und - wer hätte es gedacht - noch so einiges. Auf der anderen Seite war es ein sehr erfolgreiches Jahr, von daher - paßt irgendwie schon. Respektive, würde schon passen, wäre da nicht der Tod meiner Mutter gewesen.

Auch wenn ich ja erst knapp 2 Jahre maßgeblich hier in Sihanoukville Kambodscha verweile, irgendwie wird das Leben hier langsam langweilig. Immer der gleiche Trott … Hätte ich hier nicht vor kurzem eine Bar (ja, Stammleser werden es schon wissen, einfach mal die älteren Beiträge lesen oder auf der website der Honeybunny Bar vorbeischauen) eröffnet, ich weiß nicht so recht, möglich daß ich dann schon längst meine paar Klotten zusammengepackt hätte. Zum Beispiel um mich mal auf den Philippinen bei meinem guten Bekannten umzusehen (siehe auch seine Paradies Philippinen website).

Aber was solls, nun bin ich ja (noch) hier …

Gute Vorsätze habe ich natürlich auch, da wäre zum einen der alljährliche Standardvorsatz - “weniger saufen”, mal sehen ob es dieses Jahr was damit wird. Obwohl, wenn ich so nachdenke habe ich mich ja schon stark eingeschränkt, war schonmal schlimmer. Das mag daran liegen daß ich momentan mehr zu tun habe. Vielleicht aber auch nicht mehr lange, heute abend wird ein neuer Mitarbeiter in der Bar seine Arbeit aufnehmen. Eingestellt wird er als Hausmeister/Manager. Da er so einen netten Eindruck macht und offenbar auch fliessend Khmer spricht bin ich da optimistisch.

Honeybunny ist übrigens auch noch da. Sie hat jetzt einen Stoffteddy den sie überall mit hinschleppt. Es kann also nur besser werden. Ach ja, sie ist der Meinung ich würde mich zu sehr nach anderen weiblichen Geschöpfen umschauen. Wie sie darauf kommt, keine Ahnung. So etwas würde ich doch nie machen, schon gar nicht wenn ich alleine unterwegs bin …

Wo wir gerade bei den guten Vorsätzen sind - mich würde mal so interessieren was Eure guten Vorsätze sind, ;)


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