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3. Mrz. 2010

… werde ich jetzt wieder haben.

Denn gestern nacht habe ich meinen Laden zugesperrt. Somit ist die Honeybunny Bar Sihanoukville bis auf weiteres geschlossen. Vielleicht eröffne ich zur nächsten Highsaison wieder, vorausgesetzt ich finde einen fähigen Manager (und nicht wieder so Berufsspacken und geistige Nullen wie diejenigen, die sich schon in der Bar als “Fachkraft” versucht hatten, Stichwort: 27.02.2010: Diebstahl durch den deutschen Looser Rüdiger Krapp, oder hier: Wo ist Rüdiger Krap?).

Das Gästeaufkommen ist derzeit auch nicht soo hoch. Es lohnt sich schlichtweg nicht, die Bar weiterhin offen zu halten. Da kommt es mich günstiger wenn ich die monatliche Miete und den Security (evtl. kündige ich den ja noch) bezahle und ansonsten meine Ruhe habe.

Den Mädels habe ich versprochen, in nächster Zeit, spätestens aber am Ende des Monats, nochmal einen vollen Monatslohn auszuzahlen, so eben als eine Art “Überbrückungsgeld”.

Der Schnaps verschimmelt ja nicht, und die Bierdosen trinke ich im laufe der Zeit selbst aus (und den Eistee usw.). Das Faßbier verkaufe ich und dann werde ich in den nächsten Tagen eine Putzfrau durch den Laden jagen, die Bierleitungen reinigen lassen, die Kühlschränke usw. abtauen und die Elektrik ausschalten.

Ob man hier eine monatliche Grundgebühr zahlen muß entzieht sich meiner Kenntnis, ich werde es ja dann erfahren.

Und dann habe ich wieder mehr Zeit für die anderen Dinge im Leben. Ich denke ich miete mir ein kleines Appartment in Phnom Penh mit Bekannten zusammen. Dann kann man dort auch die Zeit verbringen. Oder ich mache mal wieder Urlaub (z.b. in Hartz4-Land). Mal schauen mal schauen.

Jetzt ist es hier 10 Uhr morgens, ich glaube ich lege mich noch ein paar Stunden aufs Ohr ;)

22. Feb. 2010

Heute ist kein Guter Tag. Überhaupt nicht. Ich bin irgendwann heute morgen gegen 6 oder halb 7 zu Bett gegangen. Gegen 12 Uhr mittags, also mitten in der Nacht, klingelt mich ein Freund aus dem Bett. Ich würde doch eine neue Putzfrau suchen. “Ja, aber nicht jetzt. Ich schlafe noch.” - “Die steht aber gerade in meinem Laden. Schick mal Deinen Tuktukfahrer, dann kommt die jetzt zum putzen zu Dir.” - “Ich schlafe noch, die kann auch in 5 Stunden kommen.” - “Ne, dann ist zu spät. Dann schicke ich sie jetzt nach Hause und sie kommt die Tage wieder.” - “Nein, ich brauche die Putze doch.” - “Dann schicke Dein Tuktuk. JETZT.” - “ok.”.

Ich habe mich dann aus dem Bett gequält und auf die Dame gewartet. Sie kam dann auch. Besser, sie kamen. Zwei ältere Semester und eine, so Kategorie “jung, dynamisch, sehr gut aussehend”. Sie sollte wohl die Übersetzerin spielen. Jedenfalls haben die drei nicht schlecht gestaunt. Gibt wohl nicht so viele Barangs (khmer für “Ausländer”) hier, die 5 Zimmer und ne Garage haben von denen sie nur 2,5 effektiv nutzen.

Na ja, ich habe ihnen dann erkärt was sie zu putzen hätten. Und daß sie das Computerzimmer das nächste Mal machen könnten. Dorthin habe ich mich nämlich dann verzogen um den Kopf auf den Schreibtisch zu legen und ein wenig zu schlafen. Ging auch nicht. Wenig später höre ich von aussen “Sir, hello Sir. Come outside please.”.

Draussen vor dem Tor standen zwei Abgesandte (Geldeintreiber) des örtlichen Müllabfuhrunternehmens namens “Cintri”. Ich müsste noch für dieses Jahr bezahlen. Ich sage, kein Problem, er kann den Vertrag ja bringen. Danach bin ich wieder ins Haus gegangen und dachte ich kann weiter schlafen. Natürlich nicht, denn den Vertrag hat er ja gleich dabei gehabt. Eingetragen waren auch schon die jährlichen Gebühren in Höhe von 50 US-Dollars. Viel zu viel. Letztes Jahr hatte ich nur 40 bezahlt (war auch zu viel). Na ja, ich habe mich mit ihm dann darauf geeinigt, daß ich 20 USD für das halbe Jahr bezahle.

Mein Mietvertrag läuft hier nämlich Ende Juni aus und ich weiß nicht ob ich verlängern werde. Aktuell sehe ich mich nach Alternativen um. Ich wollte immer in nem Haus mit zwei Etagen und Balkon im 1. Stock leben. Vielleicht finde ich hier ja was angemessenes.

Nun ja, zurück zu den beiden Raumpflegerinnen. Geputzt hatten die beiden alten Damen. Ich hoffe sie wollen dafür aber nicht den doppelten Lohn am Ende des Monats. Ausgemacht ist, daß 3 mal die Woche geputzt wird, jeweils so 2-4 Stunden (bis alles sauber ist) und es dafür einen monatlichen Salär in Höhe von 50 US$ gibt. Ob die beiden jetzt auch verstanden haben, daß es die Kohlen erst am Ende des Monats gibt, weiß ich nicht. Ich habe es versucht zu erklären “Knjom ketloy” (heißt wohl soviel “ich zählen Geld”, also “ich bezahle”), das haben sie verstanden. Dann habe ich auf den 28.02. im Kalender meines Handys gezeigt. Haben sie wohl auch verstanden - Großes Leuchten in den Augen (”loy”, “money” oder “Dollar” sind hier die Worte mit denen man Augen zum leuchten bringt, :) ) Also ist ja alles in Butter.

Was hier sonst so läuft weiß ich nicht genau. Seit einiger Zeit bewege ich mich nicht mehr allzu ausgiebig hier im Sihanoukville Nachtleben. Mir fehlt irgendwie die Lust, und die ganzen Nutten hier gehen mir irgendwie alle auf den Sack, um es mal ganz profan auszudrücken.

27.01.2010: kambodschanische Hochzeit, fotoUnd noch ein Nachtrag zum 27.01.2010: Am 27.01. hatte ich kurz erwähnt daß ich später eine Hochzeitsfeier besuchen würde. Die Feierlichkeiten fanden ca. 50 oder 60 km ausserhalb von Sihanoukville statt.

Ich habe jetzt diverse Fotos der Feier erhalten, das Bild mit dem Bräutigam stelle ich hier mal online. Auch wenn ich mich auf dem Foto irgendwie nicht gut getroffen fühle. Ausserdem war es sehr heiß draussen, man sieht es. Aber das Essen war super, das Bier war lecker und für die Sicherheit war auch gesorgt. Auf der Feier war auch der Dorfpolizist, inklusive Kalaschnikow.

Ach ja, gestern erzählt mir ein Gast des Ann`s Pub, mwV hier, (die vermieten wohl auch 2 oder 3 Gästezimmer), daß ein “M.” (Name mal gekürzt) ihm von nun ab 50 USD pro Monat extra berechnen würde. Begründung: Er koche teilweise in seinem Zimmer. Wäre ich besagter Gast, entweder würde ich sofort ausziehen. Oder die 50 USD nehmen, vor ihm verbrennen und dann ausziehen. So einen Stuß hat man selbst hier nur selten gehört.

19. Feb. 2010

Hier ist nicht allzu viel los derzeit. Ich muß - mal wieder - aufpassen daß ich hier nicht vollends versumpfe. Irgendwie schlafe ich immer schlecht, werde zigmal in der Nacht wach und mein Gutelaunefaktor hält sich eher in Grenzen. An Honeybunny kann es nicht liegen, das ist endgültig vorbei. Schon seit über zwei Wochen. Sie hat sich auch nicht mehr gemeldet, das letzte mal hatte ich einen Anruf in Abwesenheit vor 3 Tagen oder so. Dann war Ruhe. Hat wohl nen Idioten gefunden der sie durchfüttert, der Familie nen Wasserbüffel, Motobike, neues Haus und was weiß ich noch alles spendiert.

Über Stayfriends.de-Postfach (genau, die Seite über die man Schulkameraden wiederfinden kann) hat ich jetzt eine Nachricht einer guten Bekannten aus Deutschland erreicht, man fragt sich ob ich noch leben würde oder schon tot irgendwo übern Zaun hängen würde. Ne, ich lebe aber noch :)

Vorgestern hatte ich ein interessantes Horoskop im Postfach. Ich nutze seit zig Jahren den Service von noeAstro.de, so erhalte ich täglich mein Tageshoroskop. Nett zusammengesetzt aus Textbausteinen. Aber ab und an paßt es wie die Faust aufs Auge. Zitat Horoskop vom 17.02.10:

Tageshoroskop
vom Mittwoch, 17.2.2010

Die Brieftasche haben Sie heute ziemlich schnell zur Hand. Sie neigen dazu, erst zu bezahlen und dann zu denken, wenn überhaupt. Dabei könnten Sie sich finanzielle Belastungen aufhalsen, deren Konsequenzen Sie derzeit noch gar nicht absehen können. Zücken Sie die Geldbörse besser nur dann, wenn es unbedingt nötig ist. Vermeiden Sie Spontankäufe.

Als ich das nachmittags gelesen hatte, mußte ich schmunzeln. Was würde der weitere Tag noch so bringen? Honeybunny mit weiteren Geldforderungen. Obwohl sie mir schriftlich gegeben hat, so auch auf kambodschanisch mit Daumenabdruck usw., daß sie keine Forderungen stellen wird. Ich wollte das so, denn, wer weiß was in so einem Kleinhirn vorgeht.

Aber nein, ich bekam ein Angebot, ein derzeit leerstehendes Ladenlokal (bzw. Bar) zu übernehmen. Knackpunkt, so weit ich weiß - Der Pachtvertrag läuft in einem oder 1,5 Jahren aus und soll - meinen Infos zufolge - auch nicht verlängert werden. Da also zu investieren wäre Unfug.

Gestern nachmittag wurde ich freundlich von einer Mitarbeiterin an ihre Einladung erinnert. Sie hatte mir eine Einladung zur Hauseinweihung (oder was auch immer) gegeben. Ich hatte ihr erklärt, daß ich keine Zeit hätte dorthin zu fahren (ist irgendwo in der Walachai am Arsch der Welt).

Gestern kam also eine sms von ihr. Sie würde sich ja freuen wenn ich käme, aber wenn ich keine Zeit hätte und nicht kommen würde wäre das auch ok. Ich könnte Ihr mein Mitbringsel (”gift”) ja auch so überreichen. Klar, macht man ja auch so. Was man für eine Hauseinweihung gibt weiß ich nicht. Kommt ja auch immer auf den gesellschaftlichen Status der Gastgeber an. Ich habe ihr also den Umschlag der Einladung zurückgegeben, im Umschlag befanden sich 20 US$. An ihrem Gesichtsausdruck (nach der diskreten Kontrolle des Inhalts) konnte ich erkennen daß sie nicht zufrieden war.

Man kann eben nicht alles haben.

Jetzt ist es kurz nach 13 Uhr mittags. Vor einer Stunde bin ich aufgestanden. Jetzt habe ich wieder Langeweile. Ich überlege ob ich zum Strand fahre, die Zeit totschlagen.

4. Feb. 2010

Ich wollte es schon vor einigen Tagen hier geposted haben, jetzt war mein Bekannter hier schon wieder schneller und wies mich in einem commentar auf seinen Fotostream bei Flickr hin.

Also, nochmal ganz offiziell: Don-Kong (weblog) hat eine nette Auswahl an Fotos aus Sihanoukville Kambodscha bei Flickr hochgeladen (hier klicken für die Fotos). Wie ich ihn kenne wird er die Sammlung regelmässig aktualisieren. Nicht schlecht.

finde die honeybunny bar sihanoukville auf der mapDann habe ich vorhin zufällig das online Angebot von placespotting.com entdeckt. Nette Sache.

Kostenlos ist es dort möglich, sich ein kleines Quiz zu erstellen. Wähle einen Ort aus, gebe diverse Hinweise und lasse Deine Besucher den Kartenausschnitt finden.

In meinem Quiz geht es - wie wäre es anders zu erwarten gewesen - um die Honeybunny Nightbar. Also, findet die location auf der map (bzw. den passenden Kartenausschnitt). Für das Quiz einfach auf das Bild klicken.

Viel Spaß.

25. Jan. 2010

Wow, fast schon 1,5 Jahre ist es seit der Verfassung meines 1. “Terrornutten-Artikels (hier)” her. Dann gab es da noch diverse allgeimein gehaltene Anmerkungen zu Bargirls (hier), und jetzt, ja, jetzt just heute morgen habe ich so ein richtiges gemeines Terrorgirl kennengelernt. Am Strand, wo sonst. Madam war sehr ungehalten darüber daß ich allein nach Hause fahren wollte.

Ich muß dazu sagen, daß Mädel sah auch sehr nach “Ich missbrauche gerne Betäubungsmittel”-aus. Nicht mein Fall. So steige ich ins Tuktuk, und unversehens fliegt mir ein mehr als faustgroßer Steinbrocken hinterher. Aha. Das Teil landete ungefähr 25 cm vor mir im Tuktuk. Frechheit, spinne ich oder was? Also aussteigen und die Meinung geigen. Das Mädel wollte dann die Polizei anrufen. Gut, nur zu, nur zu - Die freuen sich bestimmt vom Tuktuk-Fahrer (ein guter Bekannter von mir) zu hören, daß sie mit fetten Brocken nach mir - und natürlich - nach ihm wirft.

Das Ende vom Lied: Madame wollte doch nicht mehr telefonieren. Na, geht doch. Hoffentlich hat sie nun gelernt daß man nicht mit Steinen nach netten Gästen wirft. Könnte sonst nämlich wiederholt weh tun …

Und sonst? Ach ja, neben Terrornutte Nummer X sind offenbar auch mal wieder die Geldeintreiber auf Tour. So berichtete mein Manager mir, daß vor einigen Tagen ein Polizist in die Honeybunny Bar kam um ihn darauf hinzuweisen daß die Terrasse, bzw. das Podest, zu lang sei. Entweder es werde gekürzt oder wir hätten jeden Monat 10 US$ an ihn zu zahlen.

So schnell schiessen die Preussen nicht. Daß hier oftmals versucht wird, “Schutzgeld” oder was weiß ich, einzutreiben, ist bekannt. Ich bezahle ja auch gerne. Allerdings nur wenn ich auch weiß was ich im Fall der Fälle davon habe. Von unterrangigen Polizisten, die offenbar nur darauf aus sind, den schnellen US$ zu machen, habe ich im Zweifel jedenfalls nichts. Also wird auch nicht bezahlt.

Die Geschichte endete dann so: Ich habe den Herrn heute morgen angerufen. Freundlich gefragt was denn das Problem sei. Schließlich hätte die Militärpolizei mir zugesichert daß mit meinem Podest und der Terrasse alles in Ordnung wäre. Und da er ja auf seinem Zettel “Public-Police” stehen hätte, er ja nicht zur Militärpolizei zählen würde. Und ob er mir denn sagen könnte, wie viel zu lang meine Terrasse wäre (ich wußte vorher daß er nicht nachgemessen hat). Konnte er also nicht. Ok, bevor ich bezahlen würde, würde ich eher die Terrasse kürzen lassen (käme mich günstiger als für die nächsten 3 Jahre monatlich 10 US$ abzudrücken).

Weiter solle er mir doch mal bitte seinen Realnamen, Dienstnummer, Dienststelle und - ganz wichtig! - den Namen seines Vorgesetzen und Dienststellenleiters geben. Danach bräuchte ich einige Tage Zeit und dann würde ich mich wieder melden.

Das - vorläufige? - Ende vom Lied: Heute um 14 Uhr ist er nicht zur Bar gekommen. Ich schätze er wird auch nicht mehr kommen. Und wenn doch - er hat ja einen Vorgesetzten. Ich habe hier auch so ein paar Bekannte. Würde mich wundern wenn wir das dann nicht klären könnten …

Korruption ist was feines. Jedenfalls dann, wenn beide Seiten was davon haben. Ist das ganze einseitig gestrickt, macht es keinen Spaß. Nicht daß hier der Eindruck entsteht, ich wäre ein Befürworter von Korruption. Das natürlich nicht.

So, ich muß mich fertig machen. Heute abend werde ich mit meinen Mädels essen gehen. Deshalb wird die Bar auch geschlossen bleiben für heute. Ab morgen gehts dann ab 14 Uhr los, es wird ab dann auch Essen ausgeschenkt werden.

Also alles im Lot aufm Boot ;)

Ach ja, ich persönlich freue mich ja immer wenn mich Gäste oder Bekannte auf diese Seite hier ansprechen. Meist entschuldige ich mich ja auch, von wegen “Sorry, ich bin nicht ganz so schlimm wie es hier rüberkommen mag. Ich bin nämlich noch schlimmer”. Aber, irgendwie gefällt es mir hier. Jedenfalls besser als in Deutschland, trotz Studiums und Burschenschaft (wers nicht glaubt - Beweisfoto HIER, ist von Anfang 2007). ;)

21. Jan. 2010

Es nimmt offenbar kein Ende, in der Honeybunny Bar Sihanouk Ville mußte ich mal wieder einen Manager “entsorgen”. Das war dann Nummer 3. Der erste hatte kurz nach der Eröffnung gekündigt. Der zweite war ein Engländer, nicht der hellste und auch sonst etwas trantütig. Er hatte nach 3 Tagen wieder gekündigt.

Angeblich gibt es Probleme in England, er müsse dort hin und nach dem rechten sehen. Nette Ausrede, vor allem wenn man kurz vorher zu jemandem sagt daß die Arbeit in der Bar “scheisse” sei. Dumme Menschen, dumme Ausreden. Ist halt so.

Dann kam Nummer drei. Ein Deutscher, nennen wir ihn mal “Gustav”, hat wohl mal als Tauchlehrer gearbeitet. Unter anderem im “Diveshop Cambodia” (website), welcher von einem Bekannten hier vor Ort geleitet wird. Dort war er allerdings als Tauchlehrer nicht mehr tragbar, unter anderem wegen seines exzessiven Alkoholkonsums. So durte er dort dann wohnen und als Hausmeister arbeiten.

Mein Bekannter hatte mir dann gesagt daß “Gustav” ja in meiner Bar arbeiten könne. Ok, warum nicht. Ich brauchte ja jemanden für den Managerjob. Und wie das so mit Säufern ist, sie haben sich nicht im Griff. Also mußte ich mich vor enigen Tagen nachts von “Gustav” trennen.

Sooo, und jetzt kommt Manager Nummer 4. Ich denke ich habe mit ihm jemanden gefunden der den Job gut macht und den Laden auch im Griff hat. Ich denke einige werden schon wissen wen ich meine. Für all diejenigen die es noch nicht wissen: Der neue Manager heißt Rüdiger und hat vorher den “Anns Burger” (vormals “Anns Pub”) geschmissen (siehe Artikel hier).

Ich bin mir sicher daß wir gut zusammenarbeiten werden, warum auch nicht. Momentan planen wir die Honeybunny Bar schon tagsüber zu öffnen und dann Speisen anzubieten. Wenn alles glatt läuft wird das dann in ca. zwei Wochen der Fall sein.

Nebenbei arbeite ich an der Umstellung auf eine Restaurantsoftware. Der Nachteil der meisten POS Kassensoftware ist leider, daß diese Programme meist unnötig aufgebläht und mit Funktionen überladen sind, die ich für meinen Betrieb nicht benötige.

Bekannte haben mir dann die Restaurant Kassensoftware der FGS Limited empfohlen. Das Programm ist wirklich kinderleicht zu bedienen und entspricht genau meinen Vorstellungen. Die Vollversion kostet 99 US$ im Jahr und ist somit auch erschwinglich. Natürlich gibt es auch eine Freeware-Version sodaß man sich das Programm vor dem Kauf auch ansehen und ausgiebig testen kann (zur website des Herstellers gehts hier).

Nachtrag 04.02.2010: Habe den Namen des alten Managers wegen einer Namensähnlichkeit mit einer real existierenden Person mal in “Gustav” geändert.

15. Jan. 2010

Sihanoukville ist nicht zuletzt seiner schönen Strände wegen bekannt. Der bestaussehenste, mehr oder weniger ein Geheimtipp da ausserhalb gelegen, ist zweifelsohne der Otres beach (siehe auch: Strände in Sihanoukville map).

Fotos vom Otres beach finden sich zum Beispiel auf der website von don kong (hier) oder über die google Suchfunktion. Seit einigen Tagen ist nun sicher daß der Strand geräumt werden muß.

Die ansässigen Bewohner und Geschäftsleute haben einen Monat Zeit ihr Hab und Gut zusammenzupacken und den Strand zu räumen. Nach Verstreichung der Frist werden, so schätze ich mal, dann die Bulldozer anrollen und alles was noch dort ist plattmachen. Der Grund für die Aktion ist folgender: Getreu dem Motto “Unser Dorf soll schöner werden” ist vom Gouverneur, Mister Chin Sarin, die Anlegung eines Gartens am Otres beach beschlossen worden.

Von der geplanten Räumung (oder sollen wir lieber von “Säuberung” sprechen?) ist leider auch ein guter Freund von mir, der Betreiber des Cinderella Coffees (website) Nähe Ochheuteal Beach und eben eines kleinen Resorts am Otres, betroffen.

Nun ja, vorgestern noch hatte er mir geraten mir die gestrige Ausgabe der “Phnom Penh Post” zu kaufen, er würde dort namentlich erwähnt werden. Ich erwiderte, warum kaufen wenn ich bei ihm auch gratis lesen könnte. Ok, mal ehrlich, ich habe mir hier noch niemals eine Zeitung gekauft, wozu auch? Den Artikel kann man ja auch kostenlos online nachlesen, nämlich hier.

Allerdings, wenn ich mir das alles so durchlese verstehe ich den Wind nicht der hier gemacht wird. Offenbar war jedem der ansässigen Geschäftsleute von Beginn an bewußt daß das Land Regierungseigentum ist und jederzeit geräumt werden könnte. Hier in Kambodscha mahlen die Mühlen teilweise etwas langsam, aber wenn die Zeit gekommen ist geht dann alles recht zügig. Ob das Regierungsvorhaben gestoppt werden kann ist mir so nicht bekannt. Sagen wir mal so, ich denke schon, dann allerdings nur über entsprechende “Kontakte”. Und selbst dann ist fraglich ob der Aufschub für länger gültig wäre oder nicht …

Wäre ich betroffen, ich würde in den sauren Apfel beissen, meine Klamotten packen und eben an anderer Stelle neueröffnen. Ärgerlich ist es leider für all diejenigen, welche nicht über die finanziellen Mittel für eine Neueröffnung verfügen. Aber das wäre es in jedem anderen Land der Erde auch …

Siehe zum Thema auch: Don Kong weblog über das Räumgungsvorhaben am Otres Beach.

15. Nov. 2009

honeybunny bargirlsTja, ich weiß, es ist einige Zeit seit meinem letzten Beitrag nier vergangen. Aber nun ist es seit dem 07.11. soweit, die neue “HoneybunnyBar” (siehe auf dem Stadtplan Sihanouk Villes) im Herzen Sihanoukvilles hat die Pforten geöffnet.

Neben einem ansprechenden Ambiente gibt es natürlich auch Unterhaltung, nette Mädels und leckere Drinks. Eine Happy Hour gibt es ebenfalls: Täglich von 7 bis 9 Uhr abends schenken wir das Angkor draft beer (ca. 0,4l) für 50 USD-Cents (2000 Riehls, ca. 33 Euro-Cents) aus, der reguläre Preis beträgt ansonsten 1 USD.

Was ist sonst noch passiert? Einiges, ich fasse mich mal kurz da ich ziemlich müde bin und morgen wieder früh raus muß: Gestern nacht hat es am Strand in einer Bar offenbar eine Schiesserei gegeben, es soll Gerüchten zufolge einen toten gegeben haben.

1. Okt. 2009

Wer mit der Zeit zu gehen gedenkt hat gefälligst im Besitz eines Fotohandys zu sein. Oder so ähnlich. Ich benötige diesen Firlefanz eigentlich nicht, für mich sind Mobiltelefone zum telefonieren da. Wenn ich ansprechende Bilder schiessen möchte kaufe ich mir eine Digitalkamera.

Da Honeybunny allerdings so ein Nokia 2630 besitzt und damit andauernd alles und jeden fotografiert, darf ich da natürlich nicht nachstehen. So habe ich mir dann ein baugleiches Modell besorgt und mache es genau so (zugegeben, nicht ganz so extrem). Teuer sind die Telefone hier nicht, gebraucht kosten sie je nach Zustand wohl etwas bei 30 USD (wenn das mal kein Barangpreis war …).

Ich habe nachstehend mal einige der Bilder online gestellt. Wie man sieht schwankt die Qualität der Fotos, bedingt durch die Lichtverhältnisse, erheblich. Die im Freien geschossenen Bilder sind so noch annehmbar, wird allerdings bei schlechteren Lichtverhältnissen fotografiert kann man das Ergebnis wohl gleich in die Tonne kloppen (oder mit Photoshop nachbearbeiten? - Davon habe ich allerdings keinen blassen Schimmer).

Zu den Bildern (jeweils auf das Bild klicken, öffnet sich dann in Originalgröße):

Vodka Cruiser und Anchor Bier im Gartenpavillion

Auf dem Tisch im Gartenpavillion ist mein anderes Handy zu sehen. Auch ein Nokia, wohl ein Uraltmodell. Aber günstig und wunderbar zum telefonieren, ohne jeden Schnickschnack. Weiter ist eine Flasche “Vodka Cruiser” zu sehen, daneben eine leere Büchse Anchor Bier und natürlich Zigaretten (Marke “555″), die Schachtel kostet 1,50 USD, also nur ca. 1 Euro. Und das ist schon eine der besseren Marken hier. Die günstigsten Zigaretten sind soweit ich weiß diejenigen der Marke “Ara” (rote oder blaue Schachteln, ich meine es gibt auch grüne). Dort kostet die Schachtel dann 0,25 USD (ca. 17 Eurocents).

Honeybunny mit einem t-shirt der Shipwreck Bar SihanoukvilleHier ist Honeybunny zu sehen. Da im Schlafzimmer die Vorhänge zugezogen sind gibt es nicht viel (Tages-)Licht und somit hat die Qualität des Fotos auch gelitten. Ihr T-Shirt ist übrigens eines der Werbemittel welche in der Shipwreck Bar käuflich zu erwerben sind. Auf der Rückseite befindet sich nochmals die Piratenflagge in groß zusammen mit einem netten Spruch.

Harry und ein Mädel der australischen Navy im TropicanaHier sehen wir Harry und ein Mädel der australischen Navy in der Tropicana Bar. Das Mädel (und einen Kameraden von ihr) haben wir vor einigen Tagen im Oasis Hotel bei Siggi getroffen und sind dann alle zusammen zum Victory Hill gefahren und dort dann noch ein wenig der Geselligkeit gefrönt.

irgendwo nachts in SihanoukvilleTja, das bin ich. Leider ist es ziemlich dunkel draussen und somit ist auch nicht allzu viel zu erkennen. Da Honeybunny auch nicht mehr genau weiß wo sie das Bild gemacht hat kann ich nur Vermutungen anstellen. Es könnte bei Roman, der “Schnitzelwirtin” gewesen sein.

Marc und Honeybunny im TuktukUnd zu guter letzt noch ein Foto, Honeybunny hat es während einer Fahrt mit dem tuktuk gemacht (und war danach sauer weil ich das Bild nicht als Wallpaper für mein Telefon nutzen wollte …). Die Bildqualität ist zufriedenstellend. Das Wetter war ja auch gut ;)

29. Sep. 2009

Von Hilfsprojekten und NGO`s (non governmental organisation oder so) halte ich persönlich eigentlich nicht allzu viel. Nicht weil ich anderen keine Hilfe und Unterstützung gönne, sondern weil es sich bei diesen Einrichtungen meist um nichts anderes als große Geldvernichtungsapparate handelt. Das ist wie so ein schwarzes Loch oder so, man kann oben reinschütten und unten kommt am Ende nichts mehr heraus.

Erinnert mich irgendwie immer an meine Schulzeit, da war das “Rettet den Regenwald” und “helft den armen Kindern in Afrika”, “Hilfe zur Selbsthilfe” und dergleichen absolut in. Den gleichen Scheiss hört man ja heutzutage auch noch. Bei so viel “Hilfe” müssten das ja mittlerweile alles die reinsten Schlaraffenländer sein da unten in Afrika. Das Gegenteil ist bekanntlich der Fall. Gestiegen ist nicht etwa der Wohlstand aller, sondern vermutlich nur die Korruption und der Wohlstand der sowieso schon wohlhabenden … Nicht daß ich was gegen Korruption hätte, das nicht. Die ist so oder so verbreitet, überall, auch in Europa. Allerdings widerspricht das Ganze natürlich dem Prinzip “Hilfsorganisation”. Am Ende geht es, wie (fast) immer, nur um eines: Geld …

Auf Kambodscha bezogen - ich weiß nicht wie viele NGO`s sich hier tummeln. Jedenfalls offenbar zu viele. Ob es hier auch verbreitet ist junge (meist) weibliche Menschen ins Land zu karren damit diese ein “freiwilliges Jahr” ableisten können ist mir nicht bekannt. Sicher scheitn mir nur daß so ein “NGO-Mitarbeiter” mit was bei meinen Infos zufolge über 10.000 USD Gehalt im Monat und nem dicken Auto völlig überbezahlt ist. Nette Artikel zum Thema z.b. “Volunteering - “Lebensgefühl NGO”” und “NGOs in Kambodscha: Ein Trauerspiel der Mildtätigkeit“, “NGOs“, “Egotrips ins Elend“.

Wie auch immer, ich möchte mich jetzt an dieser Stelle auch nicht weiter aufregen. Fakt jedenfalls ist daß ich vor einiger Zeit mal überlegt hatte ein Projekt zu unterstützen. Womit ich mich dann mit der Fragestellung konfrontiert sah, wen oder was ich denn so unterstützen könnte. Leider hatte ich seinerzeit wohl einen höheren Geldbetrag vermutlich sinnlos verpulvert, im Nachhinein kommt mir die Organisation (oder war es ein Verein?) nicht ganz koscher vor. Dann hatte ich hier vor Ort jemanden finanziell unterstützt, er wollte studieren aber es mangelte am nötigen Kleingeld. Da es sich nicht um die übliche “Vater-Mutter-Wasserbüffel-krank-Bullshitstory” handelte hatte ich mich dann bereiterklärt die Kosten für das Studium zu übernehmen. Jetzt studiert er angeblich in Phnom Penh, nun ja …

Vor einigen Tagen hat mir mein Freund (richtig, der “Leben in Kambodscha - Don Kong“) eine hier in Sihanoukville ansässige Organisation empfohlen. Deren Name “Samaritan Love Mission” (website, leider nicht aktuell) ist und welche von Reverend Jonah Amer (Foto), einem Inder soweit ich weiß, geleitet wird. Das Hauptanliegen der Organisation ist wohl die Erteilung kostenlosen Englischunterrichts für Kinder, aber auch für ältere Personen. Demnächst steht der Umzug in neue Räumlichkeiten an und es muß unter anderem ein Brunnen gebaut werden.

Auch im Internet findet sich die eine oder andere Info über die “Samaritan Love Mission Sihanoukville”, eine Eintagsfliege ist das Projekt nicht und auch sonst hat es mir nicht den Eindruck gemacht als ob hier sinnlos Geld verschwendet werden würde, eher im Gegenteil. So habe ich mich dann kurzerhand entschlossen Reverend Amer und sein Team mit einer Spende zu unterstützen, in dem Wissen daß das Geld auch dort angekommen ist wofür es bestimmt war: Bei den Menschen.

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