18. Nov. 2008

Ihr werdet es gemerkt haben - dieser nohave in Sihanoukville Kambodscha weblog ist seit einigen Wochen mehrsprachig.

Das liegt natürlich nicht daran, daß ich mich jetzt daran mache und jeden Artikel hier in diverse andere Sprachen übersetze, sondern zu verdanken habe ich die Übersetzungen einem netten translator plugin für wordpress weblogs. Da alle Artikel automatisch übersetzt werden, sind die Ergebnisse natürlich eher “bescheiden”, allerdings besser als nichts.

Die “native language” vom nohave in Kambodscha weblog ist nach wie vor deutsch.

7. Nov. 2008

Gestern abend war ich - wie meistens - bei Leo im Bavarian zum essen. Dort lagen einige Werbeflyer in der Auslage - “learn khmer now!”. Nun ja, daß kambodschanisch korrekt “khmer” heißt und daß die Amtssprache in Kambodscha ist, wußte ich ja schon. Über google fand ich auch eine Seite, auf der es Infos zum erlernen der khmersprache gibt.

Wie auch immer - zurück zum Werbeflyer: Angeboten wird ein Kurs zum Preis von 60 US-$ pro Monat, unterrichtet wird täglich eine Stunde, wobei man wohl auch entscheiden kann, ob der Sprachlehrer zu einem nach Hause kommt, oder ob man selbst zu besagter Sprachschule fahren möchte.

Nach einem Jahr soll man dann in der Lage sein, khmer zu sprechen und zu schreiben. Ein Name oder Hinweis auf die Sprachschule oder die Institution findet sich auf dem Werbeflyer nicht, dafür aber eine Telefonnummer, die man bei Interesse anrufen kann: +855-16-211901

Der Flyer ist im übrigen in korrektem “khmenglish”, in Anlehnung an das bekannte “thinglish“. Meine damalige Englishlehrerin würde beim lesen wohl eine Herzattacke erleiden. Oder auch nicht, mein English war auch nie gut, und sie hat es überlebt … :)

edit: Gerade las ich im Kambodschaforum einen entsprechenden Thread, dort ist ebenfalls eine Telefonnummer angegeben.

26. Okt. 2008

Was bringen Berichte ohne Bilder? Wissen wir alle doch, daß die bewegten Bilder meist am schönsten sind. Was sich beim Lesen vor dem geistigen Auge abspielen muß, wird hier in Zukunft teilweise sichtbar gemacht, denn ich habe mich entschlossen, ab und zu mal Videos zu posten.

Beiträge, welche Videos enthalten, werden ebenfalls in der Kategorie Sihanoukville Videos abrufbar sein. Die Zeiten des “no have video” sind somit vorbei ;)

Mal schauen, evtl. werde ich mal eigene Filmchen drehen - vorerst jedenfalls müßt Ihr Euch mit ausgewählten youtubevideos begnügen. Diese wurden von Touristen oder anderen Auswanderern gedreht und auf die Videoplattform youtube hochgeladen. Die Videos sind insofern “frei” als daß sie in andere websites eingebunden werden können.

Ich hoffe, den daheimgebliebenen Freunden und Bekannten sowie interessierten Lesern meines kleinen weblogs den lange erwünschten Gefallen getan zu haben endlich mal bewegte Bilder zu posten :)

Hier seht Ihr jetzt ein Video von the1noodleman. Es zeigt Teile der Innenstadt sihanoukvilles und einige Strände: 

 

26. Okt. 2008

Das sog. “thinglish” oder auch “thaienglish” oder “thenglish” bezeichnet das Kauderwelsch zwischen Thai und English, welches meist von den Einheimischen gesprochen wird.

Dieses Phänomen lässt sich auch in Kambodscha beobachten. Als Beispiel nenne ich mal das berühmte “same same but different“.

Viele meist sehr amüsante Beispiele für thinglish finden sich auf der website von Bangkok-Bob ;)

Wo wir beim Thema Sprache sind - einen netten Übersetzer für english-khmer oder umgekehrt findet man auf khmerlanguage.com.

25. Okt. 2008

Nächste Woche am Samstag dem 01.11. ist es soweit und die Bar des Lone brothers Motorradclubs öffnet ganz offiziell seine Pforten. Die Kneipe der lone brothers (ehemals Wolfen MC) befindet sich in Sihanoukville in der street Karaoke 333, also wirklich nur ein paar Meter vom Pocoloco entfernt.

Es wird bestimmt eine Riesenparty werden, und das Ambiente stimmt auch. Erste Fotos der location gibt es schon auf der Netzpräsenz der lone brothers zu bestaunen, und ich bin mir sicher, es werden noch einige Fotos folgen ;)

Weitere Informationen zur Eröffnungsfeier, zu der jeder herzlich eingeladen ist, findet Ihr auf der homepage der lonebrothers.

 

21. Okt. 2008

Wie die Zeit vergeht … Jetzt war hier seit ca. 3 Monaten Sendepause und es wird Zeit, mal wieder etwas von mir hören zu lassen. Derzeit verweile ich nicht in Sihanoukville, aber das wird sich in Kürze ändern.

Die Saison beginnt bald und es werden jede Menge Touristen nach Kambodscha und Sihanouk Ville kommen um ihren Urlaub zu verbringen, mit süssen Mädels anzubandeln, sich regelmässig zu besaufen oder einfach, um alles miteinander zu verknüpfen.

Grund genug, mal die eine oder andere Zeile über die sog. “Bargirls” (in Europa würde man sie Prostituierte nennen) niederzuschreiben. Als Lacher für die “alten Hasen” in Asien (die werden sich über die Terrornuttenstory köstlich amüsiert haben) und auch als Info für die Neulinge. Schließlich soll keiner grundlos als dummer Liebeskasper enden, oder? Weitere persönliche Erlebnisse werden zu gegebener Zeit folgen.

edit: Ich hätte nicht gedacht, daß dieser Beitrag zu so vielen feedbacks führen würde (positive als auch negative). Von daher möchte ich an dieser Stelle nochmals betonen: Es ist weder meine Absicht, alle Asiatinnen als “Huren” hinzustellen, noch die girls in irgendeiner Weise schlecht machen zu wollen. Drücken wir meine Intention bei der Beitragsverfassung hier mal so aus: “Augen auf beim Dauerlauf” …

An dieser Stelle gibt es ersteinmal einen Link zu einem Bericht von einem “Bargirl abgezockten” aus Pattaya: Hier gehts zum Bericht im Forum von Thailandtip.de.

Und um nicht auf das übliche Geschwätz der Bargirls hereinzufallen, gibt es hier eine Verständnishilfe für Geschwätz von Bargirls (der hier ist auch nicht schlecht: Barmädchensprüche). Immer schön aufpassen und sich nicht ausnehmen lassen. Fällt so ein Liebeskasper auf den vermeintlichen Charme eines käuflichen “girlfriends” herein, ist es im schlimmsten Fall nicht weit bis zur Pleite des armen Kerls …

Genau genommen liesse sich hier auch von Bezness sprechen, was von “Beziehung” und “business” kommt. Meist werden Frauen auf Urlaubstour Opfer von Beznessern, allerdings spielt sich alles meist analog ab und lässt sich so auch problemlos auf Männer übertragen. Sehr ausführliche Beispeile findet der geneigte Leser beim faaanblogg und im Forum auf 1001geschichte.de.

Also - Augen auf beim Bargirlkauf, dann sollte es auch keinen Streß am ende geben.

Kurzer Nachtrag: In den Kommentaren weiter unten finden sich meist auch links zu anderen Seiten. Dort gibt es dann die ganze Bandbreite an “wie zocke ich einen Barang/Farang Liebeskasper ab” … Einfach mal lesen ;)

Und noch einer: Da sich nun doch diverse Links in den comments angesammelt haben, liste ich diese hier mal als Liste auf:

Udo wurde abgezockt
Klaus verliert Hab und Gut
Gescheiterter lebt auf Kosten anderer
“Auswanderer” scheitert und zockt selbst ab
Tolle Geschäftsidee - und dann doch pleite
Erläuterungen zum sog. “share Spiel”
Againstbezness.ch Forum gegen bezness
Lustig: girls laufen mit software

3. Jun. 2008

So, seit letztem Donnerstag bin ich wieder online. Es hat also doch länger gedauert. Zu meiner Schande muß ich eingestehen, daß ich ca. 5 Tage selbst vertrödelt hatte …

Ein Gewitter hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag dem 04. Mai die Sender-Empfängereinheit auf meinem Dach zerstört. Am darauffolgenden Montag oder Dienstag bin ich also ins Office gefahren und habe von meinem Problem berichtet. Dort wurde mir versichert, daß der Internetzugang wieder funktionieren würde, bzw. das Problem gerade behoben wird. Kein Problem, dachte ich mir, … Am nächsten Tag funktionierte allerdings immer noch nichts. Also wieder ins Office fahren, nachfragen …

Jetzt sollte das Problem am Sender auf meinem Dach liegen. Sie müssten erst nach Phnom Penh fahren um einen neuen Sender zu holen. Wann? Am Freitag morgen soll der Techniker kommen. Ok - ich quäle mich also um halb 8 morgens aus dem Bett und warte auf den Techniker. Nichts. Gegen 12 Uhr rufe ich im office an - wer ich denn überhaupt sei, er hatte meinen Namen am Telefon nicht verstanden. Buchstabieren nutzte auch nichts, Verständnis = Fehlanzeige. Also bin ich wieder ins Office gefahren. Den Sender zu besorgen würde noch länger dauern.

Man gewöhnt sich ja an alles - das Problem ist, das ich den Rechner und den Internetzugang zum arbeiten benötige. Kein Internet, kein arbeiten. Also habe ich die Tage meist mit schlafen, herumgammeln und Biertrinken verbracht. Bzw. die Nächte und die Tage über geschlafen.

Leider waren die letzten Wochen von diversen kambodschanischen Feiertagen durchsetzt, … Zwischendurch litt ich ca. 3 Tage an heftigem Durchfall, so daß schnell wieder eine Woche “verschenkt” war.

Nach einigen weiteren Besuchen im Office war es in der letzten Woche dann soweit - Gegen 10 Uhr vormittags klingelt mein Handy, der Techniker war am Apparat und wollte wissen, wo ich wohne, er könne das Haus nicht finden (der alte Techniker hat wohl gekündigt oder wurde entlassen). Die meisten Straßen hier haben zwar Namen, allerdings kennt die niemand, so ist das halt. Also habe ich dem Fahrer gesagt, er soll zu einer Bar in der Nähe fahren, ich würde ihn dann dort abholen, habe mir ein vorbeifahrendes Motorradtaxi (Motodup) geschnappt und bin für ein paar Riehl zu der Bar gefahren, habe dem Techniker gesagt, er solle mir folgen und die Fahrt ging los.

Bei meinem Haus angekommen habe ich in freudiger Erwartung, in wenigen Minuten wieder online zu sein, mein Notebook hochgefahren und der Dinge geharrt, die da kommen würden. Und prompt - es funktionierte nicht. Ich habe den Techniker gefragt, ob er die neue Sende-Empfangseinheit dabei hätte. Schaut er mich verdutzt an, holt sein Handy heraus und telefoniert (wohl mit dem Office). Das Resultat: Er erklärt mir, ich bräuchte einen neuen Sender. Nun ja, ich sage, daß mir im Office vor 3 Wochen gesagt wurde, ich würde einen neuen benötigen. Der Techniker wußte von nichts … Kommunikation in Reinstform eben … Wie lange er den jetzt brauchen würde mir den neuen Sender heranzuschaffen. Zwei oder drei Tage … Ich habe auch ihm dann erklärt, daß ich den Internetzugang zum arbeiten benötigen würde und wenn ich das Land jetzt verlassen würde und mich in meiner Heimat jemand nach dem Grund fragen würde, ich sagen müsste, daß ich nicht arbeiten konnte und ohne Geld nicht leben kann.

Mittlerweile war ich doch etwas verärgert, zumal ich totmüde war und der Techniker mich aus dem Schlaf geklingelt hatte (ich war die Nacht vorher bis ca. 5 Uhr morgens unterwegs gewesen) …

Wenn die Sache noch zwei oder drei Tage in Anspruch nehmen würde, konnte ich ja am abend wieder auf Tour gehen dachte ich mir. Gedacht, getan - ich wußte ja nicht, daß aus den zwei oder drei Tagen ein Tag werden würde. Am nächsten Tag wurde ich also wieder aus dem Bett geklingelt. Der Techniker stand vor der Tür, oh Wunder, mit dem neuen Sender. Das Gerät auf dem Dach war schnell ausgetauscht und konfiguriert. Jetzt sollte ich mein Notebook hochfahren (die IP-Adressen usw. für die Verbindung müssen eingetragen werden), was ich natürlich gerne tun wollte.

Fehlanzeige! Die Kiste geht an, die Statusleuchten blinken, die Kiste geht wieder aus, schaltet sich an und das Spiel beginnt von neuem. Ich stand vor einem halben Nervenzusammenbruch. Jetzt war ich nach ca. 4 Wochen - zumindest theoretisch - wieder online, da fängt das Notebook an zu streiken. Also habe ich mir von dem Techniker die IP-Adressen und anderen Dinge aufschreiben lassen um die Verbindung dann später selbst einzurichten. Ersteinmal habe ich mich wieder hingelegt und ausgeschlafen. Als ich wachwurde, war es früher abend und folglich zu spät, das Notebook zum Computerfachhandel zu bringen. Aber am nächsten Tag war es dann soweit, Spätnachmittags habe ich mich zu einem Computerfachhandel begeben (abc computers ist meines Wissens der Name, liegt an der Ekareach Street) und gefragt, ob sie mir sagen könnten, was für ein Problem mein Notebook habe. Ich solle das Notebook dalassen, sie würden es sich anschauen. Das wollte ich nicht, da ich in meinem Heimatland noch ca. ein Jahr Garantie auf das Teil habe, von daher habe ich gefragt, ob sie mir nicht einen normalen desktop pc verkaufen könnten. Ich habe mich dann für eine Kiste entschieden (Asus, 1 GB Ram, 3 GHZ Taktfrequenz, 17 Zoll Monitor, cd-Brenner usw., für 690 USD völlig ausreichend), zwei Stunden später konnte ich den Rechner abholen. Nächstes Problem: Bekomme ich hier keine windows Installations-CD? - Nein, das dürften sie nicht weil sie keine Lizenzen dafür haben. Nun ja, was solls … Der Rechner läuft jedenfalls, die Programme, die ich hier zum arbeiten benötige waren schnell installiert (Backups-Cd`s sind schon eine feine Sache ;) ), die Internetverbindung eingerichtet - und jetzt bin ich endlich wieder online!

Wer weiß, wie lange …

7. Mai. 2008

Leider konnte ich in den letzten Tagen keine Beiträge veröffentlichen, da ich seit Samstag nacht nicht mehr online bin. Ich hoffe daß es in den nächsten Tagen wieder funktionieren wird. Nun hocke ich hier bei meinem Bekannten und kann zumindest einen neuen Beitrag verfassen ;)

Jeder, der Kambodscha besucht, wird früher oder später mit dem Ausdruck “barang” konfrontiert werden. Daß dieser Ausdruck soviel bedeutet wie “Ausländer” oder “Fremder”, wird schnell klar. Woher dieser Begriff kommt, allerdings weniger.
Aufschlußreich ist hier der kleine Beitrag über die Herkunft des Begriffes “barang” im Kambodscha Reiseführer von Andreas Neuhauser, der hier nachfolgend zitiert wird:

“In Kambodscha werden westliche Ausländer pauschal barang genannt. Auf dem Land finden sich euopäisch aussehende Fremde häufig von Kinderhorden umringt, die, laut barang, barang schreiend, den exotischen Besucher ankündigen. In sehr abgelegenen Gegenden hat sich seit der Anwesenheit der Blauhelme bei den Kindern ein neues Wort für Fremder etabliert, sie schreien jetzt “UNTAC, UNTAC”, wenn ein Weißer in ihre Nähe kommt.

Häufig wird behauptet, dass barang nur als Bezeichnung für die Franzosen benutzt wird, doch verwendet der Kambodschaner dafür das spezifischere Wort fransay. Der Ausdruck barang, der nicht aus dem Khmer kommt, hat eine lange Geschichte.

Interessanteerweise findet sich diese Bezeichnung in verschiedenen nicht untereinander verwandten Sprachen in Südostasien wieder. Zum Beispiel sprechen die Thailänder von einem farang und die Vietnamesen von einem pha-rang, wenn sie einen Fremden sehen. Doch kaum jemand weiß, dass sich dieser Name von den Franken herleitet, die im frühen Mittelalter in Mitteleuropa herrschten. Als die Kreuzfahrer dann ins Mittelmeer aufbrachen, bezeichneten sie sich auch als Franken. Von den Arabern wurden diese blutrünstigen Wegbereiter des Christentums frandji genannt.

Durch deren Handelsbeziehungen mit Asien fand dieses Wort unter anderem Eingang in den Wortschatz der Malaien. Da diese wiederum kein F aussprechen können, verwandelte sich frandji in perantji, was bei ihnen die Bedeutung von fremd beziehungsweise französisch hatte. Durch Händler aus Malaysien wurde dieser Ausdruck in ganz Indochina, Thailand und China verbreitet und existiert bis heute in seinen verschiedenen linguistischen Abwandlungen.

Aufgrund der Herkunft des Wortes dürfte also kein anderer Tourist ein größeres Recht darauf besitzen, mit barang bezeichnet zu werden, als der Germane.”
(Quelle: “Kambodscha”, Andreas Neuhauser, Reise Know-How Verlag Peter Rumb GmbH, 6. komplett überarbeitete Auflage, Bielefeld 2005, S. 127, “Barang, Barang”)

Reise Know-How im Internet: http://www.reise-know-how.de - Aktuelle Reisetipps und Neuigkeiten sowie Ergänzungen nach Redaktionsschluß, Büchershop und Sonderangebote.

27. Apr. 2008

Gestern waren meine Freundin und ich zu einer kambodschanischen Hochzeit eingeladen. Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber garantiert nicht mit einer Einladung zu einer Hochzeit!

Ich hatte eigentlich schon keine Lust mehr, überhaupt noch irgendwohin zu gehen an dem Tag. Auf dem Dach meines Hauses befindet sich ein Wassertank (Dusche, WC, Wasser). Wenn dieser Tank leer ist, muß ich im Garten ein Ventil aufdrehen und ein paar Stunden warten bis der Tank wieder vollgelaufen ist. Dieser Tank war nun leer - ich gehe in den Garten, drehe das Ventil auf. Es tut sich - NICHTS! Entweder es gab kein Wasser, oder es war nicht genug Druck vorhanden, um das Wasser herzupumpen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war ich stocksauer und konnte nichts tun - ausser abwarten. Ich wollte duschen, ich mußte aufs Klo … Ohne Wasser ist das alles etwas schwierig.

Die Hochzeit sollte - laut Einladung - um 16:30 Uhr beginnen. Hier nehmen es die Menschen mit der Pünktlichkeit meist nicht ganz so genau. Wir hätten uns also denken können, daß 16:30 garantiert nicht der Beginn ist. Jedenfalls hatte ich kurz vor 16 Uhr wieder Wasser, … Dann schnell angezogen und ab zum golden lion traffic circle (zu Fuß, sind ja nur ein paar Meter) zu dem Lokal. Ich hatte schon Sorge, mich zu verspäten. Mein Freund wartete vor dem Lokal auf uns. Wir waren die ersten Gäste und sind folglich erstmal woanders etwas trinken gegangen. Wir hätten es uns denken können - die ersten einheimischen Gäste trafen erst gegen 17:30 / 18 Uhr ein! Der Vorteil: Da wir die ersten Gäste waren, hatten wir auch als erste zu essen.

Ich schätze die Hochzeit war etwas wichtiges, oder es waren wichtige Persönlichkeiten anwesend. Jedenfalls war das Fernsehen anwesend … Gegen 19 Uhr haben wir die Feierlichkeiten verlassen, meine Freundin und ich sind ein paar Meter weiter zu einer der Bars gegangen, haben noch etwas getrunken und sind dann heimgefahren.

24. Apr. 2008

Seit Montag bin ich nun also hier in Sihanoukville, Kambodscha. Die Entscheidung, nach Kambodscha auszuwandern habe ich vor ca. einem Jahr gefällt. Es war einer dieser abende, an denen ich gelangweilt vor dem Computer saß und mich mit einem guten Freund im chat unterhielt. Er lebte damals noch mit seiner Familie in Thailand und sprach davon, nach Kambodscha auswandern zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt liebäugelte ich noch mit der Domrep (Dominikanische Republik), allerdings war mir die Kriminalitätsrate dort zu hoch. Ich fragte meinen Freund jedenfalls, ob er das ernst meinen würde - woraufhin er - im Scherz wie er später versicherte - antwortete, ich solle einfach mitkommen und es mir ansehen. Zwei Minuten später stand für mich fest: Ich werde nach Kambodscha reisen! Lediglich der Zeitpunkt meiner Abreise war noch unklar.

Von da ab habe ich mir Bücher über das Land besorgt, im Internet gelesen und mich intensiv über Land und Leute informiert (an dieser Stelle möchte ich dem Betreiber des Kambodscha Info Forum danken, denn dieses Forum hat mir sehr geholfen!). Zu den von mir regelmäßig besuchten websites zählte natürlich auch die Seite von Angkor real estate, schließlich mußte ich ja auch irgendwo wohnen. Daß ich den Makler dann am Ende doch nicht in Anspruch nehmen mußte, verdanke ich besagtem Freund, der nach Kambodscha ausgewandert ist, denn zufällig hat er hier ein passendes Haus für mich entdeckt.

Zu den Reisevorbereitungen gehörten neben den üblichen Formalitäten (Abmeldung, Versicherungskram usw) natürlich auch diverse Impfungen (unter anderem gegen Japanische Encephalitis, Cholera, Tollwut, Hepatits A und B, Typhus) sowie die Beantragung eines internationalen Führerscheins (es soll wohl auch ohne gehen, ..). Da ich keine Lust hatte, in Phnom Penh auf die Ausstellung meines Visums zu warten, habe ich mir vorher ein business Visum bei der kambodschanischen Botschaft zu Berlin ausstellen lassen. Der Spaß war zwar etwas teurer (40 Euro), aber so hatte ich mein Visum bei der Ankunft schon in der Tasche und keinen Streß mit irgendwelchen Formalitäten.

Und am Montag war es dann soweit: Meine Freundin (sie wird hier ca. 3 Wochen Urlaub machen) und Ich waren in Phnom Penh gelandet! Probleme mit dem Jetlag hatte ich eigentlich keine gehabt. Ich habe da so meinen eigenen Trick - zwei Tage vor dem Abflug die Nacht durchmachen (leicht wenn man einfach irgendwo ausgedehnt einen Trinken geht), bis abends schlafen, die letzte Nacht wieder durchmachen und dann im Flugzeug sofort einschlafen … So kommt man dann ausgeschlafen und erholt am Zielort an ;)

In Phnom Penh habe ich mich dann erstmal in ein Cafe direkt am airport gesetzt und ausgiebig Kaffee und Wasser zu mir genommen, bevor ich mich um ein Taxi nach Sihanoukville gekümmert habe. Ich hatte keine Lust, auf den Bus zu warten, sondern war neugierig auf mein neues Heim …

Zum Glück hat mich mein Freund vorher über die üblichen Taxipreise aufgeklärt! Er beschwor mich, auf keinen Fall mehr als 50 $ zu zahlen. Die ersten Fahrer wollten alle 120 $ für die Fahrt haben, nun ja, irgendwann habe ich einen gefunden, der es für 80 $ gemacht hatte. Also, Ziel nennen (mit meinem Freund hier habe ich ausgemacht, daß wir uns an einem Hotel treffen), Koffer einladen, einsteigen, 200 Meter bis zur hauptstraße gefahren, hält der Fahrer den Wagen an. Worauf warten wir? Aha, er möchte mich zu einem Hotel fahren … “Nein, ich benötige kein Hotel, ich habe ein Haus” - “Sie wollen doch zu einem Hotel” - “Nein, ich treffe mich da nur mit meinem Freund und dann fahren wir zu meinem Haus” … Ok, nach 10 Anläufen hatte es der Fahrer verstanden (oder erst dann verstehen wollen, wer weiß das hier schon so genau).

Weitergefahren ist er aber trotzdem nicht. Wir müssten auf seinen Freund warten. Der wäre auch Taxifahrer und wohne in Sihanoukville. Er würde mich mitnehmen für die 80 $. Also gut, ich den Fahrer nett angelächelt und gewartet … Am liebsten hätte ich ihn angeschrien und gefragt, ob er mich “verarschen” wolle. Das sollte man in Asien aber nicht tun. Wer schreit, hat sein Gesicht verloren und wartet noch länger …

Irgendwann kam dann der andere Fahrer und die Fahrt in Richtung neue Heimat ging los. Ein richtiger “Kulturschock” ist mir erspart geblieben. Als wir durch die Dörfer gefahren sind, konnte ich mir den Eindruck nicht verkneifen, daß hier teilweise große Ähnlichkeit zum Kosovo vor ca. 9 Jahren bestehen …

Nach ungefähr vierstündiger Fahrtzeit (inclusive einer Pause nach der Hälfte des Weges in einem Cafe) sind wir wohlbehalten in Sihanoukville eingetroffen. Mein Freund erwartete mich schon vor besagtem Hotel - von dort ist er zu meinem Haus gefahren, wir sind im Taxi gefolgt.

Der Rest verlief reibungslos. Einige Minuten nach unserer Ankunft kam mein Vermieter hinzu (er spricht kein Wort english, hat also immer einen Dolmetscher dabei), ich habe mein Haus bezogen (4 Zimmer, Küche - ca. 120 quadratmeter Wohnfläche für ca. 300 $ im Monat) und das Leben konnte beginnen …

 


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