18. Nov. 2008

Nun ja, vor einigen Monaten hatte ich bekanntlich im pocoloco Sihanouk Ville ein Motorrad gewonnen. Ansonsten hatte ich eigentlich auch so alles, was man für das Motorradfahren in Sihanoukville benötigt.

Zum Beispiel einen khmer Führerschein. Leider nur mangelte es mir an Fahrpraxis - meinen Führerschein habe ich vor ca. 13 Jahren gemacht und bin seitdem nicht mehr Motorrad gefahren.

Dazu kommt dann noch der Alkoholkonsum beim abendlichen Verlassen des Hauses. Und im angetrunkenen oder gar besoffenen Zustand möchte ich hier nicht durch die Gegend eiern.

So stand das nette Gefährt monatelang in meinem Haus herum ohne bewegt worden zu sein. Ich für meinen Teil greife dann (vorerst) doch lieber auf die bekannten Tuktuks oder motodups zurück. Mit der Zeit sammelt sich auch die eine oder andere Telefonnummer eines Fahrers an, sodaß es auch nachts um 3 Uhr kein Problem darstellt, einen zuverlässigen tuktuk- oder motodup-Fahrer zu bekommen.

Das “pocoloco motobike” habe ich an den Betreiber des Pocoloco verkauft. Er hat Verwendung für das bike (ein neues Gewinnspiel mit bikeverlosung wird es allerdings nicht geben) und ich war glücklich, es wieder los zu sein.

26. Okt. 2008

Der youtube-user cppCanada hat drei schöne Reisevideos publiziert. Er dokumentiert seine Reise im März 2008 von Phnom Penh nach Sihanoukville und vermittelt einen sehr schönen Eindruck von der Welt in Sihanoukville Kambodscha.

Wer Sihanoukville schon einmal bereist hat, wird sicherlich den einen oder anderen Ort wiedererkennen. Im Nachfolgenden findet Ihr die drei Reiseberichte:

Teil 1/3:

Teil 2/3:

Teil 3/3:

Viel Spaß beim anschauen!

21. Okt. 2008

Wie die Zeit vergeht … Jetzt war hier seit ca. 3 Monaten Sendepause und es wird Zeit, mal wieder etwas von mir hören zu lassen. Derzeit verweile ich nicht in Sihanoukville, aber das wird sich in Kürze ändern.

Die Saison beginnt bald und es werden jede Menge Touristen nach Kambodscha und Sihanouk Ville kommen um ihren Urlaub zu verbringen, mit süssen Mädels anzubandeln, sich regelmässig zu besaufen oder einfach, um alles miteinander zu verknüpfen.

Grund genug, mal die eine oder andere Zeile über die sog. “Bargirls” (in Europa würde man sie Prostituierte nennen) niederzuschreiben. Als Lacher für die “alten Hasen” in Asien (die werden sich über die Terrornuttenstory köstlich amüsiert haben) und auch als Info für die Neulinge. Schließlich soll keiner grundlos als dummer Liebeskasper enden, oder? Weitere persönliche Erlebnisse werden zu gegebener Zeit folgen.

edit: Ich hätte nicht gedacht, daß dieser Beitrag zu so vielen feedbacks führen würde (positive als auch negative). Von daher möchte ich an dieser Stelle nochmals betonen: Es ist weder meine Absicht, alle Asiatinnen als “Huren” hinzustellen, noch die girls in irgendeiner Weise schlecht machen zu wollen. Drücken wir meine Intention bei der Beitragsverfassung hier mal so aus: “Augen auf beim Dauerlauf” …

An dieser Stelle gibt es ersteinmal einen Link zu einem Bericht von einem “Bargirl abgezockten” aus Pattaya: Hier gehts zum Bericht im Forum von Thailandtip.de.

Und um nicht auf das übliche Geschwätz der Bargirls hereinzufallen, gibt es hier eine Verständnishilfe für Geschwätz von Bargirls (der hier ist auch nicht schlecht: Barmädchensprüche). Immer schön aufpassen und sich nicht ausnehmen lassen. Fällt so ein Liebeskasper auf den vermeintlichen Charme eines käuflichen “girlfriends” herein, ist es im schlimmsten Fall nicht weit bis zur Pleite des armen Kerls …

Genau genommen liesse sich hier auch von Bezness sprechen, was von “Beziehung” und “business” kommt. Meist werden Frauen auf Urlaubstour Opfer von Beznessern, allerdings spielt sich alles meist analog ab und lässt sich so auch problemlos auf Männer übertragen. Sehr ausführliche Beispeile findet der geneigte Leser beim faaanblogg und im Forum auf 1001geschichte.de.

Also - Augen auf beim Bargirlkauf, dann sollte es auch keinen Streß am ende geben.

Kurzer Nachtrag: In den Kommentaren weiter unten finden sich meist auch links zu anderen Seiten. Dort gibt es dann die ganze Bandbreite an “wie zocke ich einen Barang/Farang Liebeskasper ab” … Einfach mal lesen ;)

Und noch einer: Da sich nun doch diverse Links in den comments angesammelt haben, liste ich diese hier mal als Liste auf:

Udo wurde abgezockt
Klaus verliert Hab und Gut
Gescheiterter lebt auf Kosten anderer
“Auswanderer” scheitert und zockt selbst ab
Tolle Geschäftsidee - und dann doch pleite
Erläuterungen zum sog. “share Spiel”
Againstbezness.ch Forum gegen bezness
Lustig: girls laufen mit software

9. Jul. 2008

lone brothers motorrad club in cambodiaSo, da ich nun endlich mal wieder die Zeit finde, Beiträge auf meinem blog hier zu publizieren, möchte ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten, daß auch in Kambodscha ein Motorradclub existiert. Die Jungs nannten sich vormals “Wolfen MC“, nun haben sie sich vor einiger Zeit in “lone brothers mc” umbenannt.

Der Club ist vertreten in Thailand, Australien und Kambodscha. Zugegeben, mir persönlich hatte das alte Logo des Clubs eher zugesagt. Aber was solls? Es kommt ja nicht darauf an, was draufsteht - der Inhalt ist entscheidend. Und in Ordnung sind die Jungs allemal ;)

9. Jul. 2008

motorrad im pocoloco in sihanoukville gewonnenLange ist es seit der letzten Beitragsveröffentlichung her. Wie auch immer - ich lebe noch :)

Nun bin ich endlich auch mal dazu gekommen, ein Foto von dem bike zu machen, welches ich Ende Mai (oder war es Anfang Juni?) im pocoloco gewonnen habe. Es sind ja gerade diese kleinen “events”, die eine gute Bar ausmachen. Neben guter Musik gehören dazu eben auch so Schmankerls wie Gewinnspiele. Das Gewinnspiel lief wohl über mehrere Monate hinweg. Im pocoloco wurden Lose für 1 $ das Stück verkauft, zusätzlich fand jeden Samstag eine “kleine” Verlosung statt (mp3 Player, discmans, usw.).

Ich muß schon sagen, daß ich sehr überrascht war, als eines meiner Lose dann ein Volltreffer war! Leider weiß ich nicht, welchen Wert das bike hat. Bekannte sprechen von ca. 500-700 $. So wichtig ist das eigentlich auch garnicht wenn man bedenkt, daß ich nur knapp 55 oder 60 $ in Lose investiert hatte.

Von daher - gut gelaufen, gerne wieder!

12. Jun. 2008

Kurzer Einschub: Ich habe die Bekanntschaft mit einer “Dame” hier gemacht, die mir teilweise den letzten Nerv geraubt hat. Schluss ist schluss, barang zahlt nichts mehr. Dann hilft da auch kein Terror vor dem Haus, kein übern Zaun klettern oder Verfolgung bis in andere Lokalitäten …

Vor einigen Tagen, ich kam von einer Bar am Strand hier und war morgens noch im Bavarian essen, taucht die Dame plötzlich auf und fängt an, dort herumzukaspern. Ich war auch nicht mehr ganz nüchtern (verständlich, nach einer durchzechten Nacht …) und nachdem die Frau des Hauses verwiesen war und ich in Ruhe weiterspeisen konnte, habe ich mich um einen Securitydienst bemüht. Ich habe nämlich keine Lust, das nochmal wer dumm über meinen Zaun klettert und mir hier die Nerven raubt.

Ungefähr zwei Stunden später war es dann soweit, ich habe einen Vertrag mit einer Sicherheitsfirma (best cambodia security) abgeschlossen und nun habe ich 24 Stunden am Tag einen Wachmann im Garten sitzen. Der Spaß kostet 260 $ im Monat, … aber es hat auch seine praktische Seite, denn nun muß ich mein Gartentor nicht mehr selbst öffnen …

Wie auch immer: Vorsicht, Terrornutten sind mal wieder unterwegs! Ich habe wohl Pech gehabt, keine Ahnung, was sich das Mädel in den Kopf knallt, ich schätze es wird Yaba sein. Zur allgemeinen Entwarnung sei jedoch gesagt, diese Tante ist wohl die Ausnahme, welche die Regel bestätigt …

12. Jun. 2008

Vor einiger Zeit habe ich über einen tuk-tuk Fahrer berichtet, welcher mir beim Kauf einer einheimischen simcard fürs Handy behilflich war. Ich hatte seinerzeitig für die simkarte 30 $ bezahlt, aus Nettigkeit (und, wie ich jetzt weiß, wohl auch Blödheit) habe ich ihm dann noch 20 $ zugesteckt, sozusagen als Dank.

Sehr großer Fehler! Simkarten kosten hier - so klug bin ich mittlerweile - im Schnitt nicht mehr als 6 oder 7 US $. Wie kam also der Kaufpreis von 30 $ zustande? Richtig, der Fahrer hatte mit der Verkäuferin wohl einen Deal - ich als dummer barang zahle zuviel und am Ende machen die beiden halbe halbe …

Wie auch immer, ich hatte seine Handynummer, konnte ihn anrufen, wenn ich von zu Hause abgeholt werden wollte, es war eben einfach praktisch. Mit der Zeit, und natürlich auch Gesprächen mit anderen “barangs” hier sowie Fahrern, dämmerte mir so langsam, daß ich hier wohl permanent ca. 2 bis 3 $ zuviel für die Fahrten bezahlt hatte.

Meine deutsche Freundin ist Mitte Mai zurück nach Deutschland geflogen, ungefähr eine Woche später war für mich das Maß dann auch voll. Herr tuk-tuk-Fahrer wollte für eine Fahrt vom Bavarian zum Pocoloco 4 $ (!), das hatte dann doch gereicht, zumal ich mit einem anderen tuk-tuk dieselbe Strecke für 2 $ zurückgelegt hatte (ebenfalls am späten abend, so um 23 Uhr).

Ich habe den Fahrer folglich nicht mehr angerufen und dachte, damit sei das Problem gelöst. Weit gefehlt! Jetzt ging es erst richtig los. Permanente Anrufe, vergleichbar mit stalking, folgten, teilweise stand der Vogel auch vor meiner Tür. Es reichte! Ende Mai, ich saß im Bavarian und genoss das Essen im Zuge der Verköstigung durch Ottos Deli Shop aus Thailand, erhalte ich plötzlich eine sms von besagtem Fahrer. Sehr eigenartig, zumal ich zu 100% weiß, das der Mann weder lesen noch schreiben kann … Nun ja, er wird wohl jemanden gebeten haben, mir zu texten.

Ich habe ihm sinngemäß geantwortet, daß er mich in Ruhe lassen soll, daß mich das einfach stört wenn er mich permanent belästigt und so fort. Wenig später, wer hätte anderes erwartet, steht dieser aufdringliche Typ vor dem Bavarian und will anfangen herumzustressen. Nun ja, das Ende der Geschichte: Ich denke ich habe mich ihm gegenüber klar ausgedrückt, zusätzlich habe ich jetzt eine neue simkarte und - hoffentlich auch dauerhaft - RUHE!

3. Jun. 2008

So, seit letztem Donnerstag bin ich wieder online. Es hat also doch länger gedauert. Zu meiner Schande muß ich eingestehen, daß ich ca. 5 Tage selbst vertrödelt hatte …

Ein Gewitter hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag dem 04. Mai die Sender-Empfängereinheit auf meinem Dach zerstört. Am darauffolgenden Montag oder Dienstag bin ich also ins Office gefahren und habe von meinem Problem berichtet. Dort wurde mir versichert, daß der Internetzugang wieder funktionieren würde, bzw. das Problem gerade behoben wird. Kein Problem, dachte ich mir, … Am nächsten Tag funktionierte allerdings immer noch nichts. Also wieder ins Office fahren, nachfragen …

Jetzt sollte das Problem am Sender auf meinem Dach liegen. Sie müssten erst nach Phnom Penh fahren um einen neuen Sender zu holen. Wann? Am Freitag morgen soll der Techniker kommen. Ok - ich quäle mich also um halb 8 morgens aus dem Bett und warte auf den Techniker. Nichts. Gegen 12 Uhr rufe ich im office an - wer ich denn überhaupt sei, er hatte meinen Namen am Telefon nicht verstanden. Buchstabieren nutzte auch nichts, Verständnis = Fehlanzeige. Also bin ich wieder ins Office gefahren. Den Sender zu besorgen würde noch länger dauern.

Man gewöhnt sich ja an alles - das Problem ist, das ich den Rechner und den Internetzugang zum arbeiten benötige. Kein Internet, kein arbeiten. Also habe ich die Tage meist mit schlafen, herumgammeln und Biertrinken verbracht. Bzw. die Nächte und die Tage über geschlafen.

Leider waren die letzten Wochen von diversen kambodschanischen Feiertagen durchsetzt, … Zwischendurch litt ich ca. 3 Tage an heftigem Durchfall, so daß schnell wieder eine Woche “verschenkt” war.

Nach einigen weiteren Besuchen im Office war es in der letzten Woche dann soweit - Gegen 10 Uhr vormittags klingelt mein Handy, der Techniker war am Apparat und wollte wissen, wo ich wohne, er könne das Haus nicht finden (der alte Techniker hat wohl gekündigt oder wurde entlassen). Die meisten Straßen hier haben zwar Namen, allerdings kennt die niemand, so ist das halt. Also habe ich dem Fahrer gesagt, er soll zu einer Bar in der Nähe fahren, ich würde ihn dann dort abholen, habe mir ein vorbeifahrendes Motorradtaxi (Motodup) geschnappt und bin für ein paar Riehl zu der Bar gefahren, habe dem Techniker gesagt, er solle mir folgen und die Fahrt ging los.

Bei meinem Haus angekommen habe ich in freudiger Erwartung, in wenigen Minuten wieder online zu sein, mein Notebook hochgefahren und der Dinge geharrt, die da kommen würden. Und prompt - es funktionierte nicht. Ich habe den Techniker gefragt, ob er die neue Sende-Empfangseinheit dabei hätte. Schaut er mich verdutzt an, holt sein Handy heraus und telefoniert (wohl mit dem Office). Das Resultat: Er erklärt mir, ich bräuchte einen neuen Sender. Nun ja, ich sage, daß mir im Office vor 3 Wochen gesagt wurde, ich würde einen neuen benötigen. Der Techniker wußte von nichts … Kommunikation in Reinstform eben … Wie lange er den jetzt brauchen würde mir den neuen Sender heranzuschaffen. Zwei oder drei Tage … Ich habe auch ihm dann erklärt, daß ich den Internetzugang zum arbeiten benötigen würde und wenn ich das Land jetzt verlassen würde und mich in meiner Heimat jemand nach dem Grund fragen würde, ich sagen müsste, daß ich nicht arbeiten konnte und ohne Geld nicht leben kann.

Mittlerweile war ich doch etwas verärgert, zumal ich totmüde war und der Techniker mich aus dem Schlaf geklingelt hatte (ich war die Nacht vorher bis ca. 5 Uhr morgens unterwegs gewesen) …

Wenn die Sache noch zwei oder drei Tage in Anspruch nehmen würde, konnte ich ja am abend wieder auf Tour gehen dachte ich mir. Gedacht, getan - ich wußte ja nicht, daß aus den zwei oder drei Tagen ein Tag werden würde. Am nächsten Tag wurde ich also wieder aus dem Bett geklingelt. Der Techniker stand vor der Tür, oh Wunder, mit dem neuen Sender. Das Gerät auf dem Dach war schnell ausgetauscht und konfiguriert. Jetzt sollte ich mein Notebook hochfahren (die IP-Adressen usw. für die Verbindung müssen eingetragen werden), was ich natürlich gerne tun wollte.

Fehlanzeige! Die Kiste geht an, die Statusleuchten blinken, die Kiste geht wieder aus, schaltet sich an und das Spiel beginnt von neuem. Ich stand vor einem halben Nervenzusammenbruch. Jetzt war ich nach ca. 4 Wochen - zumindest theoretisch - wieder online, da fängt das Notebook an zu streiken. Also habe ich mir von dem Techniker die IP-Adressen und anderen Dinge aufschreiben lassen um die Verbindung dann später selbst einzurichten. Ersteinmal habe ich mich wieder hingelegt und ausgeschlafen. Als ich wachwurde, war es früher abend und folglich zu spät, das Notebook zum Computerfachhandel zu bringen. Aber am nächsten Tag war es dann soweit, Spätnachmittags habe ich mich zu einem Computerfachhandel begeben (abc computers ist meines Wissens der Name, liegt an der Ekareach Street) und gefragt, ob sie mir sagen könnten, was für ein Problem mein Notebook habe. Ich solle das Notebook dalassen, sie würden es sich anschauen. Das wollte ich nicht, da ich in meinem Heimatland noch ca. ein Jahr Garantie auf das Teil habe, von daher habe ich gefragt, ob sie mir nicht einen normalen desktop pc verkaufen könnten. Ich habe mich dann für eine Kiste entschieden (Asus, 1 GB Ram, 3 GHZ Taktfrequenz, 17 Zoll Monitor, cd-Brenner usw., für 690 USD völlig ausreichend), zwei Stunden später konnte ich den Rechner abholen. Nächstes Problem: Bekomme ich hier keine windows Installations-CD? - Nein, das dürften sie nicht weil sie keine Lizenzen dafür haben. Nun ja, was solls … Der Rechner läuft jedenfalls, die Programme, die ich hier zum arbeiten benötige waren schnell installiert (Backups-Cd`s sind schon eine feine Sache ;) ), die Internetverbindung eingerichtet - und jetzt bin ich endlich wieder online!

Wer weiß, wie lange …

7. Mai. 2008

Leider konnte ich in den letzten Tagen keine Beiträge veröffentlichen, da ich seit Samstag nacht nicht mehr online bin. Ich hoffe daß es in den nächsten Tagen wieder funktionieren wird. Nun hocke ich hier bei meinem Bekannten und kann zumindest einen neuen Beitrag verfassen ;)

Jeder, der Kambodscha besucht, wird früher oder später mit dem Ausdruck “barang” konfrontiert werden. Daß dieser Ausdruck soviel bedeutet wie “Ausländer” oder “Fremder”, wird schnell klar. Woher dieser Begriff kommt, allerdings weniger.
Aufschlußreich ist hier der kleine Beitrag über die Herkunft des Begriffes “barang” im Kambodscha Reiseführer von Andreas Neuhauser, der hier nachfolgend zitiert wird:

“In Kambodscha werden westliche Ausländer pauschal barang genannt. Auf dem Land finden sich euopäisch aussehende Fremde häufig von Kinderhorden umringt, die, laut barang, barang schreiend, den exotischen Besucher ankündigen. In sehr abgelegenen Gegenden hat sich seit der Anwesenheit der Blauhelme bei den Kindern ein neues Wort für Fremder etabliert, sie schreien jetzt “UNTAC, UNTAC”, wenn ein Weißer in ihre Nähe kommt.

Häufig wird behauptet, dass barang nur als Bezeichnung für die Franzosen benutzt wird, doch verwendet der Kambodschaner dafür das spezifischere Wort fransay. Der Ausdruck barang, der nicht aus dem Khmer kommt, hat eine lange Geschichte.

Interessanteerweise findet sich diese Bezeichnung in verschiedenen nicht untereinander verwandten Sprachen in Südostasien wieder. Zum Beispiel sprechen die Thailänder von einem farang und die Vietnamesen von einem pha-rang, wenn sie einen Fremden sehen. Doch kaum jemand weiß, dass sich dieser Name von den Franken herleitet, die im frühen Mittelalter in Mitteleuropa herrschten. Als die Kreuzfahrer dann ins Mittelmeer aufbrachen, bezeichneten sie sich auch als Franken. Von den Arabern wurden diese blutrünstigen Wegbereiter des Christentums frandji genannt.

Durch deren Handelsbeziehungen mit Asien fand dieses Wort unter anderem Eingang in den Wortschatz der Malaien. Da diese wiederum kein F aussprechen können, verwandelte sich frandji in perantji, was bei ihnen die Bedeutung von fremd beziehungsweise französisch hatte. Durch Händler aus Malaysien wurde dieser Ausdruck in ganz Indochina, Thailand und China verbreitet und existiert bis heute in seinen verschiedenen linguistischen Abwandlungen.

Aufgrund der Herkunft des Wortes dürfte also kein anderer Tourist ein größeres Recht darauf besitzen, mit barang bezeichnet zu werden, als der Germane.”
(Quelle: “Kambodscha”, Andreas Neuhauser, Reise Know-How Verlag Peter Rumb GmbH, 6. komplett überarbeitete Auflage, Bielefeld 2005, S. 127, “Barang, Barang”)

Reise Know-How im Internet: http://www.reise-know-how.de - Aktuelle Reisetipps und Neuigkeiten sowie Ergänzungen nach Redaktionsschluß, Büchershop und Sonderangebote.

27. Apr. 2008

Gestern waren meine Freundin und ich zu einer kambodschanischen Hochzeit eingeladen. Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber garantiert nicht mit einer Einladung zu einer Hochzeit!

Ich hatte eigentlich schon keine Lust mehr, überhaupt noch irgendwohin zu gehen an dem Tag. Auf dem Dach meines Hauses befindet sich ein Wassertank (Dusche, WC, Wasser). Wenn dieser Tank leer ist, muß ich im Garten ein Ventil aufdrehen und ein paar Stunden warten bis der Tank wieder vollgelaufen ist. Dieser Tank war nun leer - ich gehe in den Garten, drehe das Ventil auf. Es tut sich - NICHTS! Entweder es gab kein Wasser, oder es war nicht genug Druck vorhanden, um das Wasser herzupumpen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war ich stocksauer und konnte nichts tun - ausser abwarten. Ich wollte duschen, ich mußte aufs Klo … Ohne Wasser ist das alles etwas schwierig.

Die Hochzeit sollte - laut Einladung - um 16:30 Uhr beginnen. Hier nehmen es die Menschen mit der Pünktlichkeit meist nicht ganz so genau. Wir hätten uns also denken können, daß 16:30 garantiert nicht der Beginn ist. Jedenfalls hatte ich kurz vor 16 Uhr wieder Wasser, … Dann schnell angezogen und ab zum golden lion traffic circle (zu Fuß, sind ja nur ein paar Meter) zu dem Lokal. Ich hatte schon Sorge, mich zu verspäten. Mein Freund wartete vor dem Lokal auf uns. Wir waren die ersten Gäste und sind folglich erstmal woanders etwas trinken gegangen. Wir hätten es uns denken können - die ersten einheimischen Gäste trafen erst gegen 17:30 / 18 Uhr ein! Der Vorteil: Da wir die ersten Gäste waren, hatten wir auch als erste zu essen.

Ich schätze die Hochzeit war etwas wichtiges, oder es waren wichtige Persönlichkeiten anwesend. Jedenfalls war das Fernsehen anwesend … Gegen 19 Uhr haben wir die Feierlichkeiten verlassen, meine Freundin und ich sind ein paar Meter weiter zu einer der Bars gegangen, haben noch etwas getrunken und sind dann heimgefahren.

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