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12. Jan. 2010

Pol Pot Kambodscha DokumentationVorhin bin ich beim Surfen auf eine interessante website gestoßen. Dort sind unzählige Dokumentationen zum download angeboten worden. Die Seite nennt sich treffend DokoJunkies.org und lässt - zumindest für meinen Geschmack - nur wenige Wünsche offen.

Für alle diejenigen welche sich ein wenig über die jüngere Geschichte Kambodschas informieren möchten dürfte diese Dokumentation zum downloaden der ideale Einstieg sein.

Ach ja, zum download geht es hier.

Die Beschreibung von BBC Germany zu der Doku liest sich wie folgt:

Diese BBC Dokumentation beschäftigt
sich mit der verhängnisvollen Rolle Pol Pots in Kambodscha.

Kambodscha - in kaum einem anderen Land haben sich die politischen Verhältnisse im Laufe der vergangenen Jahrzehnte so drastisch verändert. Kambodscha wurde Zielscheibe asiatischer sowie westlicher Mächte, die Bevölkerung wurde Opfer grausamer Militärangriffe, ebenso wie unmenschlicher Übergriffe durch die Roten Khmer.

Als „Killing Fields“ sind die Felder des kambodschanischen Ortes Choeung Ek, in der Nähe von Phnom Penh, bekannt, hier wurden bis zu 17.000 Menschen umgebracht. Unter anderem mit diesem beispiellosem Massenmord beschäftigt sich die Dokumentation „Pol Pot – Kambodschas Weg in die Hölle“.

Welche verhängnisvolle Rolle Pol Pot mit seiner Bewegung “Angkar“ für Kambodscha gespielt hat, dokumentiert der Film anhand vieler Originalaufnahmen und Interviews mit Zeitzeugen.

Pol Pot hatte eigene Vorstellungen, Kambodscha sollte eine kommunistische Musterwelt werden: ohne Geld, ohne Außenhandel, ohne Zeitungen, Fernsehen, Literatur und natürlich ohne jede Religion. Alle Menschen sollten gleich sein und auf dem Land für ihren Unterhalt arbeiten. Auf dem Weg zu diesem Ziel mussten alle Hindernisse vernichtet werden: Pagoden, Kathedralen und Kirchen, das Geld, Bücher und vor allem die bürgerliche Elite und Mittelschicht, die lesen, schreiben und französisch sprechen konnte.

(Quelle: bbcgermany.de/GERMANY/dokumentationen/genre13/sendung_463.php)

Während hier in Kambodscha die jüngere Vergangenheit eher totgeschwiegen wird läuft das ganze in BRD-Germany etwas anders ab. Dort kann von Totschweigen keine Rede sein, eher von Umdichten, Zurechtbiegen und Verteufeln. Man könnte es auch als Geschichtsklitterung bezeichnen.

Aber was interessiert mich der ganze Käse hier, ungefähr 12.000 km fern der “Heimat”? Genau, einmal überhaupt nicht …

8. Mai. 2009

Zufällig bin ich vorhin über carsty.de`s weblog gestolpert und habe mir gedacht, ich schreibe mal direkt ein paar Zeilen dazu. Nicht zuletzt seiner Reisebericht Bilder wegen.

Auf seinem blog berichtet Carsty unter anderem über seine Reisen und postet jede Menge Urlaubsbilder aus Sihanoukville (blogeintrag hier), Angkor Wat/Siem Reap (hier geht es zum blogeintrag dazu) oder auch Phnom Penh (entsprechender blogeintrag hier), alle Bilder sind vom Anfang 2008.

Insgesamt betrachtet bietet Carsty hier eine nette Seite mit schönen Bildern unter anderem aus Sihanouk Ville und vom Angkor Wat. Weiter finden sich noch jede Menge Reiseberichte und Bilder aus anderen Ländern auf seiner Seite.

7. Nov. 2008

Gestern abend war ich - wie meistens - bei Leo im Bavarian zum essen. Dort lagen einige Werbeflyer in der Auslage - “learn khmer now!”. Nun ja, daß kambodschanisch korrekt “khmer” heißt und daß die Amtssprache in Kambodscha ist, wußte ich ja schon. Über google fand ich auch eine Seite, auf der es Infos zum erlernen der khmersprache gibt.

Wie auch immer - zurück zum Werbeflyer: Angeboten wird ein Kurs zum Preis von 60 US-$ pro Monat, unterrichtet wird täglich eine Stunde, wobei man wohl auch entscheiden kann, ob der Sprachlehrer zu einem nach Hause kommt, oder ob man selbst zu besagter Sprachschule fahren möchte.

Nach einem Jahr soll man dann in der Lage sein, khmer zu sprechen und zu schreiben. Ein Name oder Hinweis auf die Sprachschule oder die Institution findet sich auf dem Werbeflyer nicht, dafür aber eine Telefonnummer, die man bei Interesse anrufen kann: +855-16-211901

Der Flyer ist im übrigen in korrektem “khmenglish”, in Anlehnung an das bekannte “thinglish“. Meine damalige Englishlehrerin würde beim lesen wohl eine Herzattacke erleiden. Oder auch nicht, mein English war auch nie gut, und sie hat es überlebt … :)

edit: Gerade las ich im Kambodschaforum einen entsprechenden Thread, dort ist ebenfalls eine Telefonnummer angegeben.

7. Mai. 2008

Leider konnte ich in den letzten Tagen keine Beiträge veröffentlichen, da ich seit Samstag nacht nicht mehr online bin. Ich hoffe daß es in den nächsten Tagen wieder funktionieren wird. Nun hocke ich hier bei meinem Bekannten und kann zumindest einen neuen Beitrag verfassen ;)

Jeder, der Kambodscha besucht, wird früher oder später mit dem Ausdruck “barang” konfrontiert werden. Daß dieser Ausdruck soviel bedeutet wie “Ausländer” oder “Fremder”, wird schnell klar. Woher dieser Begriff kommt, allerdings weniger.
Aufschlußreich ist hier der kleine Beitrag über die Herkunft des Begriffes “barang” im Kambodscha Reiseführer von Andreas Neuhauser, der hier nachfolgend zitiert wird:

“In Kambodscha werden westliche Ausländer pauschal barang genannt. Auf dem Land finden sich euopäisch aussehende Fremde häufig von Kinderhorden umringt, die, laut barang, barang schreiend, den exotischen Besucher ankündigen. In sehr abgelegenen Gegenden hat sich seit der Anwesenheit der Blauhelme bei den Kindern ein neues Wort für Fremder etabliert, sie schreien jetzt “UNTAC, UNTAC”, wenn ein Weißer in ihre Nähe kommt.

Häufig wird behauptet, dass barang nur als Bezeichnung für die Franzosen benutzt wird, doch verwendet der Kambodschaner dafür das spezifischere Wort fransay. Der Ausdruck barang, der nicht aus dem Khmer kommt, hat eine lange Geschichte.

Interessanteerweise findet sich diese Bezeichnung in verschiedenen nicht untereinander verwandten Sprachen in Südostasien wieder. Zum Beispiel sprechen die Thailänder von einem farang und die Vietnamesen von einem pha-rang, wenn sie einen Fremden sehen. Doch kaum jemand weiß, dass sich dieser Name von den Franken herleitet, die im frühen Mittelalter in Mitteleuropa herrschten. Als die Kreuzfahrer dann ins Mittelmeer aufbrachen, bezeichneten sie sich auch als Franken. Von den Arabern wurden diese blutrünstigen Wegbereiter des Christentums frandji genannt.

Durch deren Handelsbeziehungen mit Asien fand dieses Wort unter anderem Eingang in den Wortschatz der Malaien. Da diese wiederum kein F aussprechen können, verwandelte sich frandji in perantji, was bei ihnen die Bedeutung von fremd beziehungsweise französisch hatte. Durch Händler aus Malaysien wurde dieser Ausdruck in ganz Indochina, Thailand und China verbreitet und existiert bis heute in seinen verschiedenen linguistischen Abwandlungen.

Aufgrund der Herkunft des Wortes dürfte also kein anderer Tourist ein größeres Recht darauf besitzen, mit barang bezeichnet zu werden, als der Germane.”
(Quelle: “Kambodscha”, Andreas Neuhauser, Reise Know-How Verlag Peter Rumb GmbH, 6. komplett überarbeitete Auflage, Bielefeld 2005, S. 127, “Barang, Barang”)

Reise Know-How im Internet: http://www.reise-know-how.de - Aktuelle Reisetipps und Neuigkeiten sowie Ergänzungen nach Redaktionsschluß, Büchershop und Sonderangebote.


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