Es gibt Menschen, die lernen es einfach nicht. Einer davon ist G. aus K., nennen wir ihn einfach mal “Superfreier” oder “Diplom Vollhonk” - er hat es tatsächlich geschafft, zusammen mit nem Bargirl in ca. 4 Wochen 5000 US-Dollars in den Wind zu blasen, vielleicht waren es auch nur 4500 USD, schließlich mußte er ja auch von etwas leben. Typischer Fall von “Amiga-Syndrom” (steht für: Aber meine ist ganz anders), und am Ende stand dann die Ernüchterung und der Verlust von Geld.
Ich gebe die Story mal in Kurzform wieder:
Am Ende war sie doch nicht anders. Immerhin hat sie gut gelebt. Als sie vor einigen Wochen in sein Appartment eingezogen ist, kam sie mit dem typischen “Nuttenkoffer” und ner Plastiktüte mit nen paar Slips, Höschen und so, eben was man als Hure von Welt so benötigt. Und als sie vor 3 Tagen ausgezogen ist, hat sie nen kleinen Pickup kommen lassen der ihre Klotten abtransportiert hat. Geschäftstüchtig ist sie also.
Gummis zählten wohl nicht dazu. Die meisten Prostituierten führen keine Gummis mit sich herum. Sie erwarten, daß die Freier diese stellen. Hat Freier dann keine parat, wird es meist auch “ohne” gemacht. Kann man im Übrigen auch selbst mal antesten, einfach mal behaupten man hätte keine Gummis (die im Übrigen sehr schnell reissen, platzen oder wie man es auch immer nennen mag. Mal schneller, mal nicht, je nach Hersteller und was man so treibt).
Zurück zu unserem Superfreier. Es war ein Drama in mehreren Akten. Einige davon habe ich live und in Farbe miterleben dürfen. Das waren die Momente in denen ich mir sagte “mensch, da bin ich ja noch wirklich gut davongekommen als es mit meiner Langzeit-Begleitdame zuende ging”.
Als wir vor ca. zwei Wochen einige Tage in Phnom Penh verbrachten, mußte Vollhonk-Superfreier.de mit seiner schnuckeligen großen Liebe natürlich auch einen Besuch in der Elektroabteilung des Sorya Market abstatten (Fotos vom Sorya Market hier). Nebenbei ging dann noch ein nicht geringer Anteil der Geldmittel für diverse Rauschmittelchen drauf. Denn Madam hat auch noch ein ausgesprochenes Problem mit Betäubungsmitteln. Kostet halt alles Geld. Aber wenn man bis über beide Ohren verliebt ist, sieht man über solche Banalitäten ja gern mal hinweg.
Auch das Madam immer mal gerne für einige Stunden oder Nächte verschwandt (und dann mit anderen Kerlen gesehen wurde) erregte nicht das Misstrauen unseres Barangs im Liebeskasper Fieber (LKS-Fieber, mal mehr mal weniger ausgeprägt hier in Asien, vorzugsweise bei weissen Touristen).
Vor drei Tagen dann das Aus. Unser verliebter Barang setzt das Mädel vor die Tür. Sie flippt voll aus, konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, die Einrichtung zu zertrümmern und größeren Schaden anzurichten.
Nun ja, jetzt ist er wieder solo. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das hat er jetzt auch verstanden, und eine Menge Lehrgeld bezahlt. Die verbleibenden Moneten würde ich in ein T-Shirt investieren, sinnigerweise mit dem Aufdruck: “ATM empty - Barang no have money”.
Interessant ist halt, daß das Mädel offenbar ganz ohne die typischen bullshit-bargirlstories auskam. Wozu meist der obligatorische Wasserbüffel nicht fehlen darf (waterbuffalo sick, need money for doctor”). Oder die kranke Mutter, der kranke Vater, die Schwester. Der jüngere Bruder der dringend Geld für die Schule benötigt. Die Familie, die angeblich keinen Reis mehr zu fressen hat (nen Kilogramm Reis kostet was bei 2000-3000 Riehls, sind ca. 50-75 US-Dollarcents). Oder die Geschichte mit dem Dach, wo es immer reinregnet, auch gut (kannte ich bis vor kurzem noch nicht). Dabei wird dann verschwiegen daß ein Quadratmeter von dieser Wellblech-Dachpappe offenbar nur was bei 1-1,50 USD kostet (oder irgendwo geklaut wird, lol). Oder der Bruder, Opa, Uropa, verwandte Transvestit oder sonstwas welcher Spielschulden hat dem was böses zustößt wenn er nicht bezahlt. Oder - für Touristen - die Geldnot im allgemeinen (kombiniert mit einem der anderen Storiess), wenn er kein Geld schickt muß sie ja wieder anschaffen gehen (tut sie ja so wie so, ob er kohlen schickt oder nicht).
Weil es so schön paßt hier nochmal einige links zu ähnlichen Beiträgen mit weiterführenden Verweisen:
Merke: Holzauge sei wachsam. Wer sich weiterbilden möchte, kann ja mal in den gängigen Foren stöbern, da findet sich auch noch so einiges.
Zum Beispiel:
Lesenswert auch dieser Kommentar von einem “Michael” vom 06.06.2008 (link zur website):
Ich spiele schon lange mit dem Gedanken nach Thailand zu reisen weil ich besonders die asiatischen Frauen sehr schön finde. Nun habe ich ein bisschen gestöbert in Erfarungsberichten und hab eigentlich nur ziemlich ernüchterndes Zeugs gefunden wie zb
„Ich war ein Naivling, der meinte, in Thailand wäre alles was die weiblichen Reize anbelangt, so einfach und so schön. Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans hat man mich! Und ich Liebeskasper habs nicht gemerkt. Ich war meinen gemieteten Damen völlig hörig. Wie ein Lächeln manchmal täuschen kann! Ich dachte die Damen aus dem Horizontalgewerbe würden sich wirklich für MICH interessieren, doch eigentlich war ich nur ein ATM, also ein Bankomat, aus dem man die Banknoten rausziehen kann und wenn nichts mehr kommt, geht man zum nächsten…“
„Einmal fragte ich sie, warum sie beim Sex mit mir nicht stöhnen würde. „Weil es mich nicht geil macht,“ sagte sie ohne Umschweife. „Aber praktisch alle Bar-Ladys bekommen bei mir einen Orgasmus,“ erwiderte ich, „und ausnahmslos jede wollte danach wieder mit mir ins Bett.“ Sie sah mich mitleidig an, streichelte meine Wange und sagte: „Glaub mir bitte; ich bin schon seit vielen Jahren in diesem Geschäft.
Die Ladys können nicht nur auf Bestellung weinen, es ist auch überhaupt kein Problem für sie, auf Bestellung geil zu werden. Sie stellen sich einfach etwas bestimmtes vor. Wenn sie weinen wollen, denken sie an ein trauriges Ereignis, wie z.B. an den Tod eines geliebten Familienmitgliedes. Und wenn sie geil werden wollen, dann denken sie an ihren Boyfriend oder an einen Filmstar. Nur ihr Farangs habt selten mit ihren Gefühlen oder Phantasien zu tun.“ Ich schüttelte den Kopf, weigerte mich ihr das zu glauben. … „Glaube mir bitte, wenn die Ladys die Möglichkeit hätten anderweitig viel Geld zu verdienen, würden sie euch Farangs nicht mit dem Arsch angucken.“ Ihre Ehrlichkeit war fast schon unerträglich.“
Und der hier auch öfter anwesende Thaisamurai schreibt
„Meine teilweisen sehr heftigen Erlebnisse im Land des Lächelns musste ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland unbedingt zu Papier bringen. Quasi als eine Art Selbsttherapie.“Ist das alles wirklich so heftig wenn eigentlich so gut wie alle eher leer und emotional ausgebrannter als zuvor zurückkehren und alles andere als glücklich?
Und selbst wenn ihr glaubt ein nettes mädel gefunden zu haben findet traurigerweise ein „Krieg im Kopf“ (nimmt die mich aus? Ist sie an der Bar in meiner Abwesenheit? Lügt sie? Bin ich nur der Liebeskasper?) bei euch statt.
Ihr könnt ja gar nicht befreit und glücklich an die Beziehung rangehen…
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich abgetörnt
Also, nicht vergessen: Lesen bildet - und Wissen schützt vor Abzocke ![]()


























